Erfolgreicher Auftakt in der Relegation

Ein erster Schritt zum Klassenerhalt

+
Nichts war's mit nachbarschaftlicher Freundlichkeit: Landsberg und Mering gaben sich ordentlich Zunder.

Landsberg – Eine gute Ausgangslage haben sich Landsbergs Bayernligafußballer am Mittwoch in Mering erspielt. Mit 1:3 bewiesen sie beim Auftakt der Relegation den längeren Atem und halten nun für das Rückspiel am Samstag alle Trümpfe in der Hand. Doch dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausfallen sollte, war lange Zeit nicht absehbar.

Beide Teams begannen couragiert. Der TSV zeigte die feinere Spielanlage, hatte aber, wie schon zuletzt, Schwierigkeiten, zündende Ideen zu entwickeln. Die Gastgeber suchten ihr Glück hingegen vor allem nach dem Motto „hoch und weit“ sowie in Einzelaktionen – und gaben damit zunächst den Ton an. Nach zehn Minuten setzte sich MSV-Angreifer Manuel Müller durch, sein Schuss vom rechten Strafraumeck zischte nur knapp am langen Pfosten vorbei. Landsberg stand dicht gestaffelt, konnte weitere Meringer Angriffe aber nicht verhindern. Nach 22 Minuten gelang den Hausherren das 1:0 durch Harald Kerber, zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Der TSV wackelte kurz, Stefan Wiedemann konnte auf dem Weg zum 2:0 gerade noch so geblockt werden. Der Ausgleich fiel somit fast aus heiterem Himmel: Charly Fülla wurde über rechts geschickt, seine Hereingabe drückte Philipp Siegwart aus kurzer Distanz über die Linie (42.). Vor der Halbzeit wäre sogar beinahe noch das 1:2 gefallen, doch Sebastian Nuscheler brachte unter starker Bedrängnis kein brauchbares Zuspiel auf den blanken Fülla zustande (45.).

Mussten die knapp 1.000 Zuschauer im ersten Durchgang noch vornehmlich mit Magerkost vorlieb nehmen, so war in der zweiten Halbzeit richtig Pfeffer. Beide Teams kamen von Beginn an zu aussichtsreichen Gelegenheiten, die größte für den TSV vergab Siegwart (48.). Doch eine Viertelstunde vor Schluss machte er es besser: Einen feinen Ball in die Spitze erlief der Stürmer, im Duell gegen den Torwart hatte er dann Dusel, als ihm nach seinem ersten Versuch der Abpraller genau vor die Füße fiel – 1:2 (76.). Landsberg war nun die bestimmende Mannschaft und zog stellenweise ein Kombinationsspiel auf, das an die starken Leistungen im Herbst erinnerte.

So auch vor dem 1:3 (87.): Drei, vier Direktpässe in der eigenen Hälfte, ein punktgenaues Zuspiel auf Sebastian Nuscheler und dieser war allein durch – 1:3. Fast wäre sogar noch das 1:4 gefallen, doch diesmal fehlte die Präzision (88.).

In den Schlussminuten wurde es dann so richtig hitzig, beide Teams gaben sich gegenseitig ordentlich Zunder, um dann jeweils empört zur Rudelbildung zu schreiten. Überflüssiges Geplänkel möglicherweise, doch die Grenzen für das Rückspiel waren damit erst einmal abgesteckt.

Der „super Fight“, den er gesehen haben wollte, stimmte dann auch TSV-Coach Sven Kresin für das Rückspiel am Samstag ab 18 Uhr im Hacker-Pschorr-Sportpark zuversichtlich. „Wir haben bis auf eine Situation gegen einen Gegner mit sehr viel Qualität gut verteidigt und auf Fehler gewartet. Am Samstag geht es nun darum, zu Null zu spielen. Völlig egal, wie.“

Setzen die Landsberger sich am Samstag durch, ist der Klassenerhalt jedoch noch nicht in trockenen Tüchern. Denn dann geht es gegen den Sieger des Duells Deisenhofen gegen Erlbach. Das Hinspiel in diesem Vergleich gewann ebenfalls der Bayernligist: Erlbach siegte mit 0:2.

Rasso Schorer

Meistgelesene Artikel

Zwei Punkte verspielt

Landsberg – Am Freitag waren die bislang sieglosen Wanderers aus Germering in Landsberg zu Gast. Wer von den anwesenden Zuschauern gedacht hatte, die …
Zwei Punkte verspielt

Befreiungsschlag misslingt

Landsberg – Im letzten Spiel des Jahres bringt der TSV Landsberg eine Führung trotz halbstündiger Überzahl nicht über die Zeit. Damit überwintert die …
Befreiungsschlag misslingt

"Wunderbare Vorbilder"

Landsberg – Im großen Sitzungssaal des Landratsamts Landsberg wurden auf der diesjährigen Sportlerehrung des Landkreises 83 Sportler und Funktionäre …
"Wunderbare Vorbilder"

Kommentare