Die Sommerpause ist vorbei

Ein knackiger Auftakt

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Noch ist unklar, ob Sebastian Bonfert (links) beim Saisonauftakt am Samstag zuhause gegen Vilzing für den TSV Landsberg auflaufen kann. Er laboriert an einem „Pferdekuss“.

Landsberg – Die Fußball-Europameisterschaft hat erst ihren Abschluss gefunden, da steht schon die Bayernliga-Spielzeit vor der Tür: Am kommenden Samstag, wenn die DJK Vilzing ihre Visitenkarte im Hacker-Pschorr-Sportpark abgibt, startet der TSV Landsberg in die Saison 2016/17. Nach dem hart erkämpften Klassenerhalt ist der Tatendrang im Team um den neuen Cheftrainer Roland Krötz groß. Doch erste Dämpfer blieben nicht aus, die Verletzung von Mittelfeldstratege Rainer Storhas und die Pokal-Niederlage in Heimstetten (6:3 n.E.) trüben die Vorfreude. Eine sehr gute Nachricht gibt es jedoch abseits des Rasens zu vermelden: Der TSV ist auf der Suche nach einem Hauptsponsor fündig geworden.

Kurz fiel die Sommerpause der Landsberger Bayernligakicker aus, die noch vor gerade einmal sechs Wochen in einem Relegations-Marathon gegen Mering und Erlbach ihre Ligatauglichkeit unter Beweis stellen mussten. Doch in der Kürze liegt bekanntlich die Würze: Die Spielerfluktuation war groß und mit dem bisherigen Co-Trainer Roland Krötz steht ein neuer starker Mann an der Seitenlinie.

Der 31-Jährige fiebert dem Start entgegen und auch, dass der Auftakt mit einer englischen Woche gleich knackig ausfällt, schreckt ihn nicht. „Das Mittwochabendspiel in Sonthofen wird sicher schön, erst steht aber Vilzing auf dem Programm.“

Denn zur Saisoneröffnung vor heimischem Publikum rechnet der Trainer mit einem lauf- und zweikampfstarken Gegner, der seine Chancen konsequent zu nutzen vermag. „Ich gehe von einer ähnlichen Spielphilosophie wie im letzten Jahr aus. Dieser Schlagkraft müssen wir standhalten.“ Nach wie vor offen lässt er, ob sich Tobias Heiland oder Herausforderer Philipp Beigl zwischen den Landsberger Pfosten den Vilzinger Angriffen entgegenstemmen wird.

Definitiv nicht zu einem erfolgreichen Auftakt beitragen kann indes Rainer Storhas. Der Mittelfeldstratege erlitt in der Vorbereitung eine Innenbandverletzung und wird erst in mehreren Wochen wieder zum Team stoßen. Auch der Einsatz von Sebastian Bonfert, der sich einen „Pferdekuss“ zuzog, ist arg fraglich. „Er hat ziemlich viel Flüssigkeit im Knie.“ Im Urlaub weilen unterdessen noch Sebastian Nichelmann, Luke Rottmann und Daniel Neuhaus.

Doch unabhängig davon, auf welche Spieler Krötz am Samstag zurückgreifen können wird, mit seinen Zugängen zeigt sich der TSV-Coach sehr zufrieden. „Wir haben schon gegen Heimstetten mit sechs Neulingen gespielt. Das spricht für die Jungs.“

Von einem Sieg gekrönt war das Unterfangen allerdings nicht: Die Landsberger schieden nach Elfmeterschießen gegen den Bayernligarivalen aus dem Pokalwettbewerb aus. „Ich wäre sehr sehr gern in die Hauptrunde eingezogen. Nach den Highlights im letzten Jahr ist der Pokal sehr positiv für mich besetzt“, bedauert der neue Lenker an der Seitenlinie.

Aus im Pokal

Doch Krötz nimmt auch positive Aspekte mit aus der Partie: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben das Mittelfeld dicht gehalten.“ Beim 0:1 habe sich Neuling Martin Hennebach eiskalt präsentiert. Unglücklich fiel dann der Ausgleich: Nach einem guten Spielzug verlagerte Heimstetten zügig die Seite, die anschließende Flanke verhinderte der TSV nicht entschlossen genug. Nach einem Abpraller von der Latte sei das Gegentor dann schlicht nicht mehr zu verteidigen gewesen, bedauert Krötz, doch sein Team habe nicht kleinbei gegeben. Auch als die Gastgeber mit 2:1 in Führung gingen, glaubte der TSV weiter an seine Chance. Mit Erfolg, denn nach einem Distanzschuss von Neuzugang Jonas Meichelböck konnten die Hausherren den Ball nur nach außen abwehren. Den zweiten Abschluss ließ der starke Maximilian Riedmüller im Gehäuse des SVH klatschen, Rückkehrer Daniel Neuhaus brauchte nur noch einzuschieben (91.). Direkt im Anschluss ging es ins Elfmeterschießen.

Schon in der vergangenen Saison hatten sich die Landsberger vom Punkt schwer getan und auch diesmal versagten gleich den ersten beiden Schützen die Nerven. „Damit war die Sache durch“, ärgert sich Krötz.

Ob seine Elf am Samstag abgezockter zu Werke geht, zeigt sich ab 14 Uhr. Pünktlich zum Saisonstart wird dann auch der neue Hauptsponsor vorgestellt, zu dem sich Abteilungsleiter Robert Michel bis dahin aber noch in Schweigen hüllen will.ras

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