Wieder kein Heimsieg

Zu fahrlässig vor dem Tor

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Am Montag wurde es kurz ungemütlich rund um TSV-Schlussmann Tobias Heiland. Doch am mangelnden Zielwasser seiner Vorderleute konnte auch sein Weckruf nichts ändern.

Landsberg – Zwei Spiele binnen drei Tagen hatten die Fußballer des TSV Landsberg in der Bayernliga zu bestreiten. Ein straffes Programm, das sich beim Heimspiel am Ostermontag rächte: Nachdem in Ruhmannsfelden ein deutliches 1:4 gelungen war, unterlag man dem TSV 1860 Rosenheim mit 1:2. Trotz des ungünstigen Spielplans eine vermeidbare Niederlage, denn an Torchancen mangelte es nicht.

Als nicht einfach empfand Co-Trainer Roland Krötz, der den verreisten Sven Kresin vertrat, die Ausgangslage am Karsamstag beim Gastspiel in Ruhmannsfelden. Gegen das abgeschlagene Schlusslicht sei die Erwartungshaltung nämlich hoch gewesen. Doch mit 1:4 gelang ein deutlicher Erfolg. Auch, weil ein Eigentor und das direkt darauf durch Rainer Storhas erzielte 0:2 schnell Sicherheit brachten. Mit dem 0:3 setzte Philipp Siegwart unmittelbar nach dem Seitenwechsel den Deckel vorentscheidend drauf, den Schlusspunkt markierte Stefan Strohhofer. Der Pflichtsieg war also eingefahren und Landsbergs Sturm hatte endlich wieder seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt.

Doch diese war bereits am Ostermontag beim Heimspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim wieder verflogen. Reihenweise ließen die Angreifer aussichtsreiche Chancen verstreichen; wäre eines dieser „drei, vier Riesendinger“ drin gewesen, sei sein Team wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen, ärgert sich Krötz. Dass am Ende die Gäste mit einem 1:2 die volle Punktzahl einfuhren, sei deshalb umso bitterer.

Die kurze Pause zwischen den beiden Spielen war dem TSV zu Beginn deutlich anzumerken, die erste Großchance bot sich Rosenheims Korbinian Linner, der aber scheiterte. Landsberg offenbarte vor 420 Zuschauern Lücken, am Ball gerieten einige Aktionen zu schlampig. Symptomatisch das 0:1 in der 17. Minute: TSV-Außenverteidiger Armin Sanktjohanser klärte unbedrängt zur Ecke, eigentlich hatte er wohl die Seitenauslinie anvisiert. Die geschenkte Standardsituation nutzten die Gäste, nach einer Kopfballverlängerung ließ Linner Landsbergs Keeper Tobias Heiland keine Chance. Der Schlussmann war sichtlich bedient und als bei seinen Vorderleuten keine Besserung in Sicht war, wurde es kurz laut. Sebastian Nuscheler war bei seinem Torhüter in Ungnade gefallen.

Der Rüffel zeigte Wirkung, der Gescholtene initiierte nun einige Chancen. Doch weder Strohhofer noch Siegwart zeigten sich an diesem Tag als dankbare Abnehmer. Immerhin: Letzterer wurde nach einem guten Zuspiel Nuschelers gefoult, den Strafstoß verwandelte Sanktjohanser zum Ausgleich (40.). Nach der Pause lag eine Landsberger Führung regelrecht in der Luft, doch erneut vergab Siegwart mehrfach.

Ihm tat es nun Andreas Fülla gleich und die Quittung ließ nicht auf sich warten. Ein Rosenheimer Angriff wurde gefährlich, als sich mehrere Landsberger verschätzten. Nutznießer war Danijel Majdancevic, der vor dem Tor auftauchte und zum 1:2 einschob (76.). Die Gastgeber mühten sich redlich, doch der Tank war leer. Fülla verabschiedete sich mit Gelb-Rot vorzeitig, bei seinen Kameraden fehlten Präzision und Frische im Kopf und den Beinen. Die Gäste gaben das Heft nicht mehr aus der Hand, es blieb beim 1:2.

Nun gilt es, erst einmal zu regenerieren, blickt Krötz voraus. Dann stünde die Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen Hankofen-Hailing an. Nach der Balleroberung wünsche er sich eine sauberere Verarbeitung. Das sei, gepaart mit Leidenschaft und einer Portion Glück, ein Faktor, um endlich wieder einen Heimsieg feiern zu dürfen.

Rasso Schorer

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