Wird es nochmal eng?

Es beginnt die Zeit der Rechenspiele

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In Dachau gab es für den TSV Landsberg nichts zu holen. Nun sind Rainer Storhas und seine Mannschaft gegen Garching gefordert, den rettenden Punkt zu erkämpfen.

Landsberg – Droht den Landsberger Bayernligafußballern der Gang in die Relegation? Bei der 4:0-Niederlage gegen Tabellennachbarn Dachau lief wie zuletzt wenig zusammen, ein Hattrick innerhalb von zehn Minuten durch Oliver Wargalla zerstörte die Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Das anstehende letzte Spiel zuhause gegen Ligaprimus Garching wird nun zum echten Herzschlagfinale für den TSV.

In Dachau zogen die Gastgeber von Beginn an ihr Spiel auf und näherten sich dem von Leon Veliu – Stammkeeper Tobias Heiland saß seine Sperre ab – gehüteten Tor an. Doch wie aus dem Nichts wäre beinahe Landsberg die Führung gelungen, Sebastian Nuscheler scheiterte bei seiner Riesenchance aber an dem insgesamt gut aufgelegten Toni Schröter zwischen den Pfosten der Hausherren (7.).

Doch abgesehen von diesem kurzen Ausrufezeichen kippte das Geschehen immer mehr zugunsten der Dachauer, die ihrerseits nach einem Landsberger Fehlpass nur haarscharf die Führung verpassten (16.). Verteidiger Arek Wochnik, nach längerer Zeit erstmals wieder in der Anfangs-Elf dabei, hatte per Kopf nochmals die Gelegenheit zur Landsberger Führung, doch Schröter fischte den Ball aus dem Kreuzeck (20.).

Der nächste Wackler in Landsbergs Hintermannschaft, in der Mittelstürmer Stefan Strohhofer wieder als Innenverteidiger aushelfen musste, blieb noch unbestraft, doch in der 39. Minute schepperte es: In der Defensive passte die Abstimmung nicht, Nutznießer war Florian Wolf mit dem 1:0. Die Truppe vom Lech wirkte angezählt, der Halbzeitpfiff bewahrte sie vor einem höheren Rückstand.

Nach Wiederanstoß verpasste Thomas Spannenberger den Ausgleich (49.), „doch dann war Dachau wieder am Drücker und machte in der 65. Minute das 2:0“, ärgert sich Landsbergs Abteilungsleiter Robert Michel. Torschütze war Oliver Wargalla, der nun richtig Fahrt aufgenommen hatte: Sechs Minuten später ließ der Stürmer mit dem 3:0 die Vorentscheidung folgen (71.) und direkt schnürte er seinen Hattrick (73.): Mit drei Treffern binnen acht Minuten schraubte Wargalla das Ergebnis quasi im Alleingang auf 4:0 hoch. Daran hatte auch das Comeback von Abwehrmann Julian Birkner nichts ändern können, den TSV-Trainer Sven Kresin erstmals nach seiner Verletzung wieder eingewechselt hatte. Dachau brachte seine Schäfchen ins Trockene, mit nunmehr 42 Zählern gelang der Sprung ans rettende Ufer.

Bis dahin müssen die Landsberger weiterhin strampeln. Denn durch die jüngste Niederlage schieben sich die vier ärgsten Verfolger auf Schlagdistanz heran. Bleibt der TSV beim letzten Saisonspiel am Samstag ab 14 Uhr zuhause gegen Tabellenführer Garching punktlos, beginnen die Rechenspiele und der erste Relegationsplatz, Rang 15, rückt näher. Den Gästen ist der Aufstieg durch den Verzicht des Zweiten vom SV Pullach zwar nicht mehr zu nehmen, doch das Meisterschaftsrennen ist noch offen. Keine guten Voraussetzungen also für die Kresin-Elf, die ihr Wohl nichtsdestotrotz in eigenen Händen hält und den Kopf noch aus eigener Kraft aus der Schlinge ziehen könnte.

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