Dinkelsbühl revanchiert sich

Der TSV Landsberg musste am Wochenende gegen Dinkelsbühl eine herbe Niederlage einstecken.

Landsberg – Ausgerechnet Dinkelsbühl. Mit 5:1 hatte der TSV Landsberg in der Hinrunde der Fußball-Landesliga die Sportfreunde vor deren heimischer Kulisse beeindruckend klar geschlagen. Jetzt revanchierten sich die Mittelfranken überraschend mit demselben Ergebnis. 

Zwar hatten die Dinkelsbühler zuletzt einen starken Lauf hingelegt und zeigten ihre Qualitäten auch im Hacker-Sportpark, letztendlich schlug sich die Truppe von Sven Kresin an diesem Tag aber selbst. Vier der fünf Gegentreffer gingen haarsträubende Abstimmungsfehler in der zuletzt so stabilen Hintermannschaft voraus. Dabei hatte zunächst alles wieder einmal bestens für den weiterhin souveränen Tabellenführer ausgesehen. Die Landsberger waren die erste, die in einer temporeichen Partie auch die nötige Präzision ins Spiel brachten. Nach zehn Minuten brachte Salemovic einen Freistoß von der rechten Strafraumecke an den Torraum, Knechtel köpfte zum 1:0 ein. 

Die Gäste ließen sich davon allerdings nicht lange beirren, zogen mit einem weiten Ball auf rechts davon, die zurückgelegte Hereingabe verwertete Sachs Volley zum Ausgleich (13.). Zwei gute Gelegenheiten durch Nuscheler und Salemovic ließ der TSV noch liegen, dann begann man mit der Pannenserie und kassierte kurz vor der Pause noch zwei kuriose Gegentreffer. Mit einem Schuss fast von der Torauslinie überraschte Sachs TSV-Torhüter Heiland, der den Ball dann selbst ins Tor lenkte (44.). Eine zu kurze Rückgabe von Knechtel wenige Sekunden später fingen die Dinkelsbühler ab, Haltmayer konnte den Ball zum 1:3 ins leere Gehäuse schieben (45.). 

Es gab keine lange Pausenansprache, Kresin war bereits nach zehn Minuten aus der Kabine wieder auf dem Feld - seine Mannschaft konnte sich an diesem Nachmittag aber nicht mehr stabilisieren. Auch beim 1:4 waren sich die Spieler nicht einig: Heiland hätte wohl nicht herauskommen müssen, Stahl hätte das Spielgerät sicher nicht an seinem Goalie vorbeispitzeln sollen – Haltmayer traf auch im zweiten Versuch das leere Tor. Gut sah die Landsberger Defensive auch danach nicht aus. Als vier Landsberger bei einem weiten Ball den gegnerischen Stürmer nicht richtig angriffen, musste Nichelmann zur Notbremse greifen und ging folgerichtig mit Rot vom Platz. 

Beim letzten Treffer stürzte Heiland dann weit aus dem Strafraum heraus, wollte den Ball zweimal mit dem Kopf spielen, vertändelte ihn aber gegen Sachs, der ihn noch nach vorne legte. Haltmayer dürfte ein Deja-vu gehabt haben: Ball am Fuß, leeres Tor - 5:1. Einziger Trost für die Landsberger: Auch einige Verfolger patzten. Auf Rang zwei hat sich Mering vorgeschoben, wo der TSV am Dienstag (nach Redaktionsschluss) zum Nachholspiel antreten musste. Für den TSV geht es bereits am Freitag dann in Aindling weiter, zum nächsten Heimspiel kommt am Samstag, 3. Mai (um 14 Uhr), Kottern in den Landsberger Sportpark.

Christoph Kruse

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