Netter Trost

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Kampf um den Ball: In Gundelfingen zog Benjamin Hauke die Notbremse zugunsten des TSV Landsberg, kassierte die Rote Karte – und ist jetzt gesperrt.

Landsberg – So schnell wird aus nur einem Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz eine Lücke von elf Punkten: Der TSV Landsberg verlor auch sein drittes Spiel nach der Winterpause mit 0:1 (0:1) in Gundelfingen. Damit muss man den Blick zehn Spiele vor Saisonende eher wieder nach unten richten.

„Wenn wir mit den hinteren Rängen nichts mehr zu tun haben wollen, müssen wir gegen die nächsten drei Gegner gewinnen“, fordert Spielertrainer Sven Kresin. Die Voraussetzungen dazu scheinen auf dem Papier gut zu sein, inklusive eines Nachholspiels haben die Landsberger in den kommenden zehn Tagen dreimal Heimrecht. Am Samstag (14 Uhr) empfängt man Bobingen im Sportzentrum, am Mittwoch darauf (19 Uhr) Ottobeuren im Hacker-Sportpark, bevor am Samstag, 13. April, Mindelheim zu Gast ist (Spielort noch offen). Kresin warnt aber vor dem nächsten Gegner: „Bobingen hat gegen Pipinsried und Gundelfingen gewonnen, damit haben die aus zwei Spielen sechs Punkte und wir haben aus drei Spielen null, das sind die Fakten.“

Dass man beim TSV immer auf Augenhöhe war, bringt die Truppe in der Tabelle bekanntlich nicht weiter. Kresin: „Auch in Gundelfingen sagt uns der gegnerische Trainer, dass wir die bessere Mannschaft waren. Das ist ein netter Trost, aber hilft uns auch nichts.“ Zumal die Landsberger das gewohnte Bild boten. „Wir waren spielbestimmend, haben viel gearbeitet, haben gute Chancen und kassieren nach unserem ersten Fehler das Tor“, ärgert sich Kresin. „Und danach bringen wir wieder nichts rein. Wir haben ein Tor gegen Illertissen geschossen, keines gegen Pipinsried, jetzt wieder keines. So werden wir nicht viele Spiele gewinnen.“ 

Derzeit ist der letzte Pass oft zu unpräzise, manchmal stehen die Offensivkräfte auch einfach nicht am richtigen Ort. Stefan Strohhofer scheint immer noch die Spritzigkeit zu fehlen und auch Muriz Salemovic konnte noch nicht an seine überragenden Leistungen aus der ersten Saisonhälfte anknüpfen. „Die Gegner haben sich auf ihn eingestellt“, weiß Kresin. „Er hat seine Momente, aber insgesamt ist das zurzeit nicht das, wie er sich das auch selbst vorstellt. Aber er wird ganz sicher auch wieder Spiele für uns entscheiden.“ Zunächst einmal heißt es, die Defensive umzubauen. 

Zwar stand man in Gundelfingen gut und leistete sich deutlich weniger Schnitzer als in den Wochen zuvor, aber Benjamin Hauke wird nach seiner Roten Karte (Notbremse) gesperrt sein. Die Lücke könnte eventuell Neuzugang Peter Knechtel schließen. Im Tor wird voraussichtlich wieder Tobias Heiland stehen, obwohl der TSV nach den Verletzungssorgen bei Markus Obermayer inzwischen den zuletzt vereinslosen Johannes Steiner wieder verpflichtet hat. Ob Kresin selbst wieder aufs Feld laufen wird, ist noch offen – „das werde ich nach den Trainingsleistungen des Spielers Kresin in dieser Woche entscheiden“, sagt er über sich selbst.

Christoph Kruse

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