Ärgerliche Niederlage zum Auftakt

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Verpatzte Premiere in neuen Trikots: Auch Neuzugang Jonas Meichelböck (rechts), der als linker Außenverteidiger zum Einsatz kam, brachte den Ball nicht im Vilzinger Kasten unter.

Landsberg – Mit einer ärgerlichen Heimniederlage sind Landsbergs Bayernligafußballer in die Saison gestartet. Gegen die kampfstarken Gäste von der DJK Vilzing fehlte es an der entscheidenden Durchschlagskraft, ein vermeidbares Gegentor nach einem Freistoß ließ die Punkte in die Oberpfalz gehen. Mit Sonthofen am heutigen Mittwoch und dem Heimspiel gegen Heimstetten am kommenden Samstag blickt der TSV nun zwei schweren Aufgaben entgegen.

Lange hatten sich Landsbergs Trainer Roland Krötz und sein Co Sebastian Bonfert nicht in die Karten schauen lassen, welcher Schlussmann zum Saisonauftakt das Landsberger Tores hüten würde. Am Ende nahm Platzhirsch Tobias Heiland beim Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Vilzing auf der Bank Platz, Herausforderer Philipp Beigl stellte sich zwischen die Pfosten. Doch der junge Neuzugang erwischte keinen guten Tag: Nach Unsicherheiten in der Anfangsphase gab er beim einzigen Treffer der Partie keine glückliche Figur ab. Zu allem Überfluss kassierte er in der Nachspielzeit auch noch glatt rot.

Das erste Raunen unter den 330 Zuschauern war schon in der 3. Spielminute zu vernehmen, als Beigl bei einem Ausflug aus seinem Tor zu spät kam. Größere Aufregung dann wenig später: Angreifer Martin Hennebach ging nach einem Duell mit Vilzings Schlussmann Michael Riederer im Strafraum zu Boden, doch die Pfeife von Referee Christian Keck blieb stumm. Eine gute halbe Stunde dauerte es, bis die Hausherren erkennbare Spielfreude aufkommen ließen: Charly Fülla und der flinke Hennebach zogen auf der linken Seite das Tempo an, Stürmer Philipp Siegwart bekam mittig vor dem Tor jedoch keinen Druck in seinen Abschluss (35.).

Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel fiel dann das einzige Tor des Tages: Landsbergs Innenverteidiger Julian Birkner fällte seinen Gegenspieler zentral und knapp vor dem Straftraum. „Ein unnötiges Foul“, fand auch Bonfert. Vilzings Markus Dietl trat zum Freistoß an, seinen Versuch ließ Beigl, der den abgefälschten Ball wohl erst spät sah, direkt vor die Füße von Daniel Völkl klatschen, der nur noch zum 0:1 abstauben brauchte (38.).

Trainer Krötz hatte schon vorab vor einem unangenehmen Gegner gewarnt, der vor allem von seiner Einsatzfreude lebe. Entsprechend schwer tat sich seine Elf, den Rückstand noch umzubiegen. Zündende Ideen blieben Mangelware, doch vereinzelt ließen sich durchaus Gelegenheiten verbuchen: In der 53. Minute bediente der eingewechselte Lukas Greif Neuzugang Hennebach, dessen Abpraller Siegwart aber aus kurzer Distanz nicht zu nutzen vermochte. Einige Zeit später scheiterte dann erst Bonfert nach einem schnell ausgeführten Freistoß an DJK-Schlussmann Riederer, kurz darauf zog auch Andreas Beinhofer mit einem Schlenzer den Kürzeren. „Wir waren die aktivere Mannschaft und haben alles reingeworfen, sind aber am Torwart gescheitert“, bedauert Bonfert, der in der 84. Minute eine weitere Chance durch Jonas Meichelböck vorbereitete und in der Nachspielzeit nochmals selbst aus kürzester Distanz den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Doch wieder war Matchwinner Riederer zur Stelle.

„Grundsätzlich haben wir uns nichts vorzuwerfen“, urteilt der 28-Jährige, doch spätestens nach dem Platzverweis für Beigl war die Partie verloren: Der Keeper war in der Nachspielzeit mit nach vorne aufgerückt und brachte, nachdem Vilzing an den Ball gekommen war, einen Gästespieler zu Fall. Schiedsrichter Keck griff zum gelben Karton, nach einem kurzen Wortgefecht verwies er Beigl direkt des Feldes (94.) – wie lange die Sperre des Schlussmanns angesetzt wird, ist noch unklar.

Mit Sonthofen und Heimstetten hat der TSV nun zwei „Kracher“ vor der Brust, die „vergangene Saison lange um den Aufstieg mitgespielt haben“, so Bonfert. Während die Allgäuer vor allem taktisch zu glänzen wüssten, lebe Heimstetten von seinen Einzelspielern. „Wenn wir dagegen halten, ist aber in beiden Spielen etwas drin.“ In Sonthofen tritt der TSV schon am heutigen Mittwoch an, Heimstetten gastiert am Samstag ab 14 Uhr im Hacker-Pschorr-Sportpark.

Rasso Schorer

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