Spiel und Quarterback verloren

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Nach einem letzten Spurt übers Feld zum 38:20 war’s vorbei: Quarterback Brandon Watkins musste wegen einer Oberschenkelverletzung das Spiel vorzeitig beenden.

Landsberg – Das Spiel und den Quarterback verloren: der Landsberg X-Press kehrte eindeutig unzufrieden vom Derby der Football-Regionalliga aus Fürstenfeldbruck zurück. Schon nach dem ersten Viertel war klar, dass es auch diesmal gegen die Razorbacks wieder schwer werden würde. Die Gastgeber behielten denn auch klar die Oberhand und siegten mit 44:20 Punkten.

Meter für Meter marschierten die Razorbacks nach vorne, kamen prompt zu zwei Touchdowns und ließen zu Beginn des zweiten Quarters gleich das 21:0 folgen. „Da sind wir regelrecht überrannt worden“, sagt X-Press-Präsident Knut Dins, „da hat Fürstenfeldbruck im Laufspiel gemacht, was sie wollten und unsere Defense hatte dem leider nichts entgegenzusetzen.“ Auch im Angriff lief es erst einmal nicht richtig rund. Als man dann tatsächlich in aussichtsreicher Position war, handelte man sich durch einen misslungenen Snap 15 Yard Raumverlust ein und brachte zunächst nichts Zählbares mehr zustande.

Machtlos gegen die Razorbacks 

Anschließend stabilisierte sich der X-Press zusehends in der Abwehr, ließ bis zur Halbzeit nur noch ein Fieldgoal der Gastgeber zu, während man selbst mit zwei Touchdowns durch Quarterback Brandon Watkins punktete.

„Mit 24:14 zur Halbzeit waren wir eigentlich guten Mutes, dass wir doch noch herankommen“, sagt Dins, „aber dann ist der Gegner mit dem ersten Big Play leider auf 31:14 davongezogen.“ Ähnlich ging es weiter; immer wenn die X-Men am Drücker zu sein schienen, ging irgendetwas schief – wie etwa die Interception, die man sich kurz vor der Razorbacks-Endzone leistete. Dins will seinem Spielmacher deshalb allerdings keinen Vorwurf machen. „Es waren viele fangbare Bälle dabei, die nicht gefangen wurden.“

Selbst nach dem 38:14 gaben sich die Landsberger aber noch nicht geschlagen. Watkins spurtete wieder einmal in unnachahmlicher Art 85 Yards zum 38:20 über das Feld, fasste sich danach aber gleich an den Oberschenkel. Anfang des letzten Viertels musste der Amerikaner endgültig passen. „Wir hoffen, dass es nur eine Zerrung ist“, sagt Dins; Aufschluss sollen ärztliche Untersuchungen in dieser Woche bringen.

Damit war die Partie entschieden, da sich mit Antonio Harris und Christian Raphael fortan Spieler als Quarterback versuchen mussten, die auf dieser Position nie trainieren. Fürstenfeldbruck brachte den Sieg mit 44:20 letztlich sicher nach Hause und war unter dem Strich auch die bessere Mannschaft, wie Dins einräumt.

Noch zwei Spiele Ohne Gegenwehr will man sich dennoch in den beiden letzten Spielen nicht aus der Saison verabschieden, wie der X-Press-Chef betont. Zunächst geht es am Samstag (16 Uhr), dann voraussichtlich wieder mit den Angreifern Inglikov und Saul, zu den Neu-Ulm Spartans. Dass diese durchaus schlagbar sind, bewiesen die Straubing Spiders bei ihrem 57:28-Heimsieg.

Damit wird das Rennen um die Play-Off-Plätze zwischen Neu-Ulm (14:2), Fürstenfeldbruck und Straubing (beide 12:4) noch einmal richtig eng. Der X-Press könnte das Zünglein an der Waage spielen, da man am letzten Spieltag (1. August) auch Straubing noch zu Gast hat.

Christoph Kruse

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