X-Press im Abstiegskampf

Für den heißen Tanz rüsten

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Wenn’s doch immer so gut geklappt hätte… Der Landsberg X-Press (grünes Trikot) verlor das Heimspiel gegen Feldkirchen mit 22:27.

Landsberg – Eigentlich wollte man beim Landsberg X-Press mit Spannung im Abstiegskampf erst gar nichts zu tun haben. „Ich hoffe, das machen die anderen unter sich aus“, meinte Präsident Knut Dins noch vor dem Anpfiff gegen Feldkirchen. Daraus wurde nichts, die X-Men verloren auch ihr fünftes Spiel in Folge und müssen sich für ihr letztes Heimspiel gegen Starnberg auf einen heißen Tanz gefasst machen.

Dabei hatte Dins extra für die Schlussphase der Saison noch personelle Verstärkung einfliegen lassen. Clayton Schleusner war bereit, für kleines Geld einzuspringen und sollte helfen, die personellen Probleme in der Defensive zu lösen. Der 28-jährige US-Amerikaner, der zuletzt für die Black Hills State University (South Dakota) spielte, wurde von Dins sofort nach der Ankunft zum Verband gefahren und konnte nach Erledigung der Passformalitäten bereits gegen Feldkirchen als Cornerback auflaufen.

X-Press rüstet für den heißen Tanz

Schleusner, der später mit einer Interception glänzte, sah allerdings zunächst nur, wie es an der ihm gegenüberliegenden Außenlinie im ersten Viertel zweimal einschlug. Schon im ersten Drive kam der Receiver der Gäste völlig frei in der Endzone an den Ball, wenig später griff der Landsberger Verteidiger beim nächsten weiten Pass nicht ein – mit 0:14 ging es in das zweite Viertel.

Gewaltlauf ins Leere

Danach bemühten sich die Landsberger nach Kräften, das Ergebnis noch zu drehen, kamen an diesem Nachmittag aber zu selten zu Erfolgserlebnissen. Symptomatisch dafür war ein Versuch von Jason Bertrand, die Dinge dann selbst in die Hand zu nehmen: bei einem Gewaltlauf über 20 Yards riss sich der Quarterback dreimal noch von seinen Gegenspielern los, verlor zum Schluss aber den Ball – den nächsten Spielzug nutzten die Lions zu einem Fieldgoal zum 0:17.

Auch die nächsten Versuche der X-Men, zu Punkten zu kommen, gingen auf die eine oder andere Weise schief. Die Receiver ließen den Ball in der Endzone durch die Hände rutschen oder ihn sich vom Gegner noch einmal abnehmen, bevor Sam Schwab mit einem sehenswerten Catch in der Endzone dann doch die ersten Zähler für Landsberg auf die Tafel brachte. Die stärkste Phase hatten die Gastgeber wenig später im dritten Viertel. Michael Amberger fing das Ei zunächst – trotz scharfer Bewachung durch seinen Gegenspieler – spektakulär an der 2-Yard-Linie, Borchert stellte nach einem kurzen Pass wenig später auf 13:17.

Die Feldkirchener machten den Hoffnungen der Landsberger aber dann ein schnelles Ende, wenn auch erst im vierten Versuch. Mit einem Pitch (Ballweitergabe) überraschten sie die Defensive des X-Press, Fröhlich mogelte sich an zwei Verteidigern vorbei in die Endzone, mit dem Extrapunkt hieß es 13:24. Anschließend kamen beide Teams von der 2-Yard-Linie auch mit vier Versuchen nicht zum Touchdown und mussten sich letztlich mit je einem Fieldgoal zufrieden geben.

Erst gegen Ende der Partie konnten die Gastgeber den Lions dann noch einmal richtig zuleibe rücken. Borchert ließ sich auch von seinem Gegenspieler nicht irritieren und pflückte den Ball zu einem weiteren Touchdown zum 22:27 herunter. Direkt im Anschluss waren die Landsberger wieder einmal mit einem „onside kick“ erfolgreich und holten sich den Ball sofort zurück. Doch auch mit weiteren vier Versuchen von der 26-Yard-Linie brachte man nichts Zählbares mehr zustande. In den letzten sechs Sekunden versuchten es die Wide Receiver Schwab und Borchert ebenfalls mit einem „Pitch“, die Feldkirchener ließen sich aber nicht überrumpeln und entführten die Punkte aus dem Sportzentrum.

Noch zwei Punkte Damit haben die X-Men seit Ende Mai nicht mehr gewonnen und brauchen möglichst noch zwei Punkte, um den Klassenerhalt in der Regionalliga definitiv zu sichern – unabhängig davon, wie die anderen Teams spielen. Dabei dürften die Trauben bei den beiden Auswärtsspielen in Ingolstadt (16. August) und München (31. August) vermutlich eher hoch hängen. Der X-Press hofft deshalb auf zahlreiche Unterstützung im letzten Heimspiel der Saison – am 2. August (17 Uhr) ist dann der Tabellennachbar aus Starnberg im Sportzentrum zu Gast.

Christoph Kruse

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