Verschenkter Sieg

+
Wurfgewaltig präsentierte sich Benjamin Röck vom TSV Landsberg zwar im heimischen Sportzentrum – zu einem Sieg für die Landsberger reichte es aber nicht ganz.

Landsberg – „Fürstenfeldbruck war heute zu schlagen“, urteilte TSV Trainer Wiggerl Hoffman. Die Lechstädter haben sich zwar gegen den TuS Fürstenfeldbruck gute Chancen erspielt, diese aber zu wenig genutzt. So stand im Heimspiel am vergangenen Wochenende eine 21:26-Nieder-lage für den TSV zu Buche.

Dabei begann das Heimspiel gegen den TuS Fürstenfeldbruck III in der Bezirksoberliga aus Landsberger Sicht recht gut. Gleich in der ersten Minute hielt Axel Imhof im Landsberger Kasten einen Siebenmeter und im Gegenzug fiel das 1:0. Man hielt den Brucker Rückraum mit einer aktiven Abwehr gut auf Distanz. Den immer noch wurfgewaltigen Robert Vargas, der ja selbst lange für Landsberg aktiv war, hatte man ganz gut im Griff.

Handballer verschenken den Sieg

Gute Gelegenheiten erspielten sich die Landsberger auch im eigenen Angriff: So hatte man sich bald einen Vorsprung von vier Toren erarbeitet (13.). Aber statt die Mannschaft weiter zu beflügeln, konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Vorsprung eher die Begeisterung dämpfte. Die mit hochklassig erfahrenen Spielern besetzte Gästemannschaft begann jetzt langsam aufzuwachen und steigerte sich in der Abwehr zusehends. Trotzdem blieb der TSV mit schönen Toren in Front (11:7/19.). Doch mit ein paar schönen Anspielen an den Kreis, wurde die Landsberger Abwehr ausgehebelt. Die Angriffe des TSV verloren an Präzision und Druck, sichere Chancen wurden vergeben und schon war der Vorsprung weg. Bruck legte in Landsberger Unterzahl noch nach, so dass es mit einem 12:13 in die Pause ging.

In der zweiten Hälfte fehlte den Angriffen der Gastgeber ebenfalls das Tempo, so brachte man die Außen nur selten in gute Wurfpositionen und es fehlte an der Chancenverwertung. Die Gäste nutzten dann ihre Erfahrung und ihr technisches Können zum Ausbau der Führung. Der erfahrene Mittelmann der Gäste, Martin Wild, brachte mit ein paar Zuckerpässen die Landsberger Abwehr an ihre Grenzen (15:20/41.), da war man einfach zu langsam auf den Beinen. Die Gastgeber kämpften zwar, kamen aber nicht mehr so richtig in Schwung. Sie hielten zwar den Abstand, kam en aber erst in der 51. Minute wieder auf 21:23 heran. In überhasteten Aktionen hatte der TSV dann auch noch Pech und Bruck reagierte clever, sodass die Partie beim 21:26 (54.) gelaufen war.

Die Lechstädter bemühten sich zwar unermüdlich weiter, aber die Gäste ließen nichts mehr anbrennen und brachten den Sieg sicher nach Hause. „Das war ein verschenkter Sieg, ich kann mir das jetzt auch nicht so recht erklären warum die Mannschaft diese Gelegenheit nicht genützt hat, da fehlte das Tempo und vor allem die Emotion und die Begeisterung im Spiel“, meinte Trainer Wiggerl Hofmann nach der verschenkten Partie. 

Meistgelesene Artikel

"Beste Saisonleistung"

Kaufering – Es war für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie im Hinblick auf die Playoffs. Zuletzt rangierten der ETV Hamburg und die Red …
"Beste Saisonleistung"

Die heiße Phase beginnt

Landsberg – Nach einem ­Déjà-vu in Geretsried, wo die Partie erneut nicht zu Ende gespielt wurde, schlossen die Eishackler vom HC Landsberg am …
Die heiße Phase beginnt

Olympia als höchstes Ziel

Dießen – „Unsere Sportler repräsentieren Dießen über die Gemeindegrenzen hinaus“, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch anlässlich der Sportlerehrung …
Olympia als höchstes Ziel

Kommentare