In drei Serien ganz vorne

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Volle Konzentration: Luca Göttlicher steigerte seine Rundenzeiten teils deutlich.

Schwifting – Weiter Vollgas gegeben hat Mini-Rennpilot Luca Göttlicher aus Schwifting. Sowohl in Spanien, als auch im Harz gelangen dem Achtjährigen Siege. Gut einen Monat nach Saisonstart übernimmt er damit in drei Rennserien die Gesamtführung. Seine jüngsten Erfolge verdankt Luca einer teils deutlichen Leistungssteigerung.

Luca Göttlicher ist ein „grandioser Saisonstart“ gelungen, wie sein Vater Herwig findet. Nachdem er vor wenigen Wochen in Spanien auf dem Podest gelandet war, gelangen dem Achtjährigen zuletzt gleich mehrere Siege am Stück.

Los ging es mit einem „Rollout“ auf dem Harzring in Reinstedt. Denn neben der spanischen Rennserie fährt „Lucky Luc“, wie schon in der vergangenen Saison, in der Klasse Open 50 mit. Erstmals drückt er künftig auch bei der Open 85 aufs Gas. Sein Rennstall ist weiterhin das Langtuning MZA Racing Team aus Zwickau. Nach seiner Fahrt entschied sich Göttlicher eher kurzfristig für eine Teilnahme am Nachmittagsrennen der Simson Challenge. Das zahlte sich aus, der Schwiftinger schnappte sich den Sieg in der Klasse GP 80.

Die nächsten Kilometer auf dem Harzring standen dann aber erst zwei Wochen später an, denn zunächst ging es wieder nach Spanien. Nach seinem Podiumsplatz beim Auftakt in Alcarras nahm Luca das zweite Saisonrennen in Mora d‘Ebre „hoch motiviert“ in Angriff, teilt Vater Herwig mit.

„Schon beim ersten freien Training zeichnete sich direkt ab, dass Luca wieder ein weiterer Schritt nach vorne gelungen ist und er diesmal wieder ums Podest fahren kann.“ Doch erst einmal galt es, am darauffolgenden Morgen die zwei Qualifikationsläufe zur Startaufstellung zu meistern. Im ersten Durchgang gelang eine bemerkenswerte Zeit von 1,01 Minuten. Im spanischen Starterfeld wäre damit der 2. Startplatz drin gewesen. Doch dann die deutliche Leistungssteigerung: In der ausschlaggebenden zweiten Qualifikation fuhr Luca nochmals gut eine Sekunde schneller. Als einziger Fahrer des mit 23 Kindern besetzten Klassements umrundete der Achtjährige den 1.400 Meter langen Kurs in unter einer Minute. Die Zeitnahme registrierte 59,802 Sekunden – die erste Poleposition für Göttlicher in der spanischen Meisterschaft.„Somit war der Grundstein für die beiden nachfolgenden Rennen gelegt“, freut sich sein Vater.

„Luca fightete von Beginn an in der sechs Teilnehmer umfassenden Spitze mit.“ Sogar eine weitere Verbesserung seiner Rundenzeit gelang ihm. Das letzte Mal, als der Schwiftinger auf der Strecke unterwegs war, hatte er noch dreieinhalb Sekunden länger gebraucht. Der Sieg war Luca in dieser Form nicht zu nehmen. „Das Ergebnis ist fantastisch“, so Herwig Göttlicher. Und es bringt Sohnemann Luca die Führung in der spanischen Meisterschaft, der „Promovelocidad RACC 2-2 T“, ein. Mit 23 Punkten Vorsprung auf den seinen härtesten spanischen Verfolger rangiert der Achtjährige ganz oben im Tableau. „Ein perfektes Wochenende.“

Nachdem der kleine Motorrad-Pilot nach langer Heimreise mit dem Auto samt Wohnanhänger auf heimischem Boden angekommen war, folgte drei Tage später das Wiedersehen mit Reinstedt und dem dort gelegenen Harzring. Die Motivation sei erneut hoch gewesen, und schon im freien Training zeichnete sich in der Klasse Open 50 ab, dass Luca seine Form aus der Vorwoche in Spanien konservieren konnte. Der Schwiftinger fuhr am darauffolgenden Renntag auf dem knapp 1.100 Meter langen Kurs erneut Qualifikations-Bestzeit. Das brachte die Poleposition für die beiden Rennen in der Klasse Open 50 ein. Hier dominierte Lucky Luc und fuhr mit jeweils knapp 12 Sekunden Vorsprung zum Sieg. Somit liegt er neben der spanischen Meisterschaft auch in der Simson GP sowie der Simson Challenge vorne – „und ist damit in drei Serien Gesamtführender“, teilt Herwig Göttlicher mit.

In der Klasse Open 85 landete Luca „im weitaus älteren Fahrerfeld auf dem hervorragenden 6. Platz“. Weiter geht es Mitte Mai. Dann fährt Göttlicher binnen zwei Tagen in Spanien und Tschechien um Punkte.

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