Sommerlicher Hochbetrieb

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Oldies but Goldies: Nur mindestens 30 Jahre alte Holzboote dürfen am Wochenende bei den „Ammersee Classics“ des Augsburger Segler-Clubs teilnehmen.

Utting – Ein richtiges Mammutprogramm hat man sich beim Augsburger Segler-Club (ASC) aufgeladen, allen voran Sportwart Florian Bauer, selbst erfolgreicher Regattasegler und Gewinner diverser Meisterschaften. Anlass ist auch der 110. Geburtstag des Clubs in diesem Jahr.

Los ging es mit der clubinternen Langstrecken-Regatta. Bei sonnigem Wetter und gerade noch ausreichendem Wind segelten 40 Schiffe des Clubs rund um den Ammersee. Schnellstes Schiff nach gesegelter Zeit wurde der von Klaus Dieter Höltzcke mit seiner Mannschaft gesteuerte Joker. In der Yardstick-Wertung, bei der die baubedingten Vor- und Nachteile der einzelnen Bootsklassen bei der Reihenfolge berücksichtigt werden, gewann der 16-jährige Justus Kreutzer mit seiner Mannschaft auf einem Jollen-Kreuzer. 

Danach folgte die traditionelle Jugend-Woche. 65 Kinder und Jugendliche waren auf dem Ammersee unterwegs, eingeteilt in sieben Gruppen: von den Anfängern auf den Optimisten, über die 420 Jollen, die sportlichen Laser, bis zur Trainingsgruppe der anspruchsvollen 29er Rennmaschinen, für welche der ASC im Herbst noch die Internationale Deutsche Meisterschaft ausrichten wird. ASC-Jugendleiter Adrian Bleninger und 25 Helfer sorgten dafür, dass die jugendlichen Teilnehmer richtig trainiert, wohl behütet und ordentlich verköstigt wurden und auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Damit auch ausgewachsene Segler ihre Regattafähigkeiten ausbauen können, veranstaltete der ASC daran anschließend erstmals eine Trainingswoche. In verschiedenen Workshops gaben erfolgreiche Regattasegler, wie der mehrfache Europa-Meister und zweite Vorsitzende des Vereins, Michael Erhard, ihre sportlichen Erfahrungen weiter. Abgerundet wurde die Trainingswoche mit Kursen für Motorboote und Tipps für Regattahelfer.

Am heutigen Mittwoch geht’s in die nächste Runde, der ASC empfängt die 22 Quadratmeter Rennjollen zum Europa-Cup und hat damit die Ehre in dieser Saison bereits die zweite inoffizielle Europameisterschaft ausrichten zu dürfen. 15 Boote dieser Oldtimer haben zu dieser Wettfahrtserie gemeldet.

Unmittelbar danach geht es am kommenden Wochenende, 17. und 18. August, weniger international aber fast noch traditioneller mit den Oldies weiter. Bei der von den vier am Ammersee beheimateten Vereinen ausgetragenen Regattaserie „Ammersee Classics“ dürfen nur mindestens 30 Jahre alte Holzboote in Originalbauweise teilnehmen – etwa 35 werden nun in Utting erwartet. Und schließlich wird noch vom 23. bis 25. August im ASC um den Drachen-Humpen gesegelt – wie seit über 40 Jahren. Auch dies ist eine hochrangig besetzte Regattaserie, zu der etwa 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden.

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