Der Grip als Dauerthema

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Der Vorderreifen wird zur Achillesferse: Erneut verpasste Marcel Schrötter in der Moto2-WM eine bessere Platzierung aufgrund seines Materials. Doch auch der Pflugdorfer selbst patzte.

Pflugdorf – Marcel Schrötter erlebte am Sonntag einen ähnlichen Rennverlauf wie vor zwei Wochen in Jerez. Erneut fühlte der Pflugdorfer sich etwas vom Material im Stich gelassen. Doch dieses Mal brachte er zwei Punkte ins Trockene.

Das fünfte Saisonrennen in der Moto2-WM ging bei schönem Wetter über die Bühne. Doch nach der Zielankunft war Marcel Schrötter alles andere als begeistert. Wie schon im letzten Rennen in Spanien konnte er seine starken Leistungen der Anfangsphase nicht bis zum Schluss durchziehen.

Mit nachlassendem Grip ging das Vertrauen in das Motorrad verloren, was auf dem technischen Rundkurs in Le Mans das Hauptkriterium für konstant schnelle Rundenzeit ist. „Ich kann immer nur für ein paar wenige Runden kämpfen und auf höchstem Niveau mithalten. Das war schon in Jerez vor zwei Wochen so und heute wieder“, ärgert sich der Kalex-Pilot. „Mein Start war wieder gut und ebenso die ersten Runden. Nachdem es mir gelang, viele Fahrer zu überholen, versuchte ich wirklich alles, um meine Position zu halten.“ Doch sehr bald sei er in einigen Kurven kurz davor gewesen, von der Strecke zu fliegen.

Am Ende des Rennens musste sich der Pflugdorfer immer wieder der Attacken seines Kontrahenten Luis Salom erwehren. „Er wollte unbedingt vorbei und dabei haben wir uns ein paar Mal berührt“. Bei der letzten Berührung zog eine ganze Gruppe an Fahrern an Schrötter und seinem Verfolger vorbei. „Ich denke, er hätte den Zeitpunkt besser wählen sollen, dann wäre das sowohl für ihn als auch für mich besser ausgegangen.“ Doch in sein Duell vertieft, unterlief auch Schrötter ein Fehler: „Ich bin die letzte Runde etwas gemütlicher angegangen, ohne zu wissen, dass es bereits die letzte war. Mein Plan war es, mir die Jungs im letzten Augenblick wieder zu schnappen.“ Zwei Punkte für Rang 14 waren am Ende eine verbesserungswürdige Ausbeute, zumal Schrötter binnen zwei Wochen zum zweiten Mal ein Top-Ergebnis verpasste.

Auch über sich selbst verärgert, hoffte der Pflugdorfer auf Besserung für das anstehende Rennen in Mugello. „Wir müssen etwas finden, das es mir erlaubt, das Tempo bis zur allerletzten Runde des Rennens zu halten.“

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