Knapp an den Top 10 vorbei

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Im Großen und Ganzen ist Marcel Schrötter mit Rang elf zufrieden. Für das nächste Mal gilt aber: „Ellenbogen ausfahren“.

Pflugdorf – Nach einer chaotischen Startrunde konnte Marcel Schrötter beim Motorrad-Grand-Prix auf dem Autodromo Termas de Rio Hondo in Argentinien doch noch einiges gut machen. Am Ende reichte es für den 21-Jährigen aus Pflugdorf am vergangenen Sonntag für Rang 11. 

Obwohl er mit dem Ausgang des Moto2-Rennens zufrieden sei, „hätte es aber durchaus wieder ein Top-10-Ergebnis werden können“, so der Tech-3-Pilot. Aber der Start war wohl nicht optimal: In den ersten Kurven sei es dermaßen eng zugegangen. Einige Fahrer hätten auch immer wieder haarsträubende Manöver riskiert: „Da entscheidet man in diesem Bruchteil einer Sekunde auf Nummer sicher zu gehen“, erklärt Schrötter, „klar geht es um Kampf und Gewinnen von Positionen, trotzdem denke ich mir dabei, ich will doch das Rennen zu Ende fahren und nicht gleich in der erste Kurve stürzen.“ 

Nach dem Warm Up habe sich der Zustand der Piste nicht mehr geändert. Zum Zeitpunkt des Rennens sei es deshalb abseits der Ideallinie genauso sandig, schmutzig und rutschig gewesen wie schon am Vormittag. „Einigen war das anscheinend egal oder traf für sie nicht zu“, kommentiert Schrötter das Verhalten seiner Mitstreiter, „Von dem her muss man unweigerlich vom Gas gehen, wenn innen einer daher gesegelt kommt. Doch dem ist nicht genug, weil außen ein Anderer versucht sich berühmt zu machen.“ 

Dieses Chaos auf der Rennstrecke führte für den 21-Jährigen dazu, dass er in den ersten Runden viele Positionen verlor. Der Start selbst sei auch nicht unbedingt ein „Vorzeigebeispiel“ gewesen: „Daran muss ich noch arbeiten, genauso wie an dem Punkt von Beginn an angriffsfreudiger zu agieren. Daran führt in der Moto2 eben kein Weg vorbei. “ Ab Runde zwei war das Rennen für Schrötter aber in Ordnung: „Ich bin dieses Mal besser in meinen Rhythmus gekommen und habe dann viele Zweikämpfe gewonnen. Später hatte ich freie Bahn und kam der Gruppe vor mir näher, obwohl es nicht mehr gereicht hat aufzuschließen. Manchmal hatte ich beim Schalten Schwierigkeiten, deshalb konnte ich nicht kontinuierlich aufholen“, berichtet der 21-Jährige. Außerdem freue er sich auch sehr über die Tatsache, dass sein Motorrad, eine Mistral 610, gut für die Distanz abgestimmt war. 

Der Reifenverschleiß ein besonders großes Fragezeichen an diesem Wochenende – habe sich in Grenzen gehalten: „Mit dem weichen Reifen hatten wir klarerweise nicht den super Grip, aber dafür über die gesamte Distanz bis auf geringen Abbau konstant gleichbleibend. In der letzten Runde bin ich meine schnellste Rennrunde gefahren“, so Marcel Schrötter. „Das unterstreicht, dass das Motorrad gut vorbereitet war, dass meine Fitness passt und das wir mit dem Gesamtpaket auf dem richtigen Weg sind. Am Ende geht das heutige Ergebnis in Ordnung, zumal ich dieses ohne viele Ausfälle vorne aus eigener Kraft erreicht habe. Beim nächsten Mal werde ich in der Anfangsphase meine Ellbogen mehr ausfahren und im Zweikampf härter agieren. Dann werde ich bestimmt bald wieder unter den ersten Zehn ins Ziel kommen“, berichtet Schrötter optimistisch. Nach diesem Rennen liegt Marcel Schrötter im Moto2-WM-Stand 2014 auf Platz 12. Der nächste Grand Prix findet am kommenden Sonntag in Spanien statt.

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