Neuer Stall für Schrötter

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Satz mit X: Mit dem Regen kam Marcel Schrötter im tschechischen Brünn überhaupt nicht zurecht.

Pflugdorf – Ein Wechselbad der Gefühle durchläuft Marcel Schrötter derzeit. Nachdem er in der Vorwoche mit Rang 5 in der Steiermark einen seiner bisher erfolgreichsten Momente in der Moto2 feiern durfte, reichte es im tschechischen Brünn nur zu Rang 18. Immerhin neben der Strecke gelang dem Pflugdorfer der vermeintlich nächste Schritt auf der Karriereleiter: Nach nur einem Jahr kehrt Schrötter dem spanischen AGR Team zur kommenden Saison wieder den Rücken und heuert beim deutschen Rennstall Dynavolt Intact GP aus Memmingen an.

„Ein riesengroßes Desaster“, so beschreibt Schrötter das vergangene Wochenende. „Das war bestimmt einer der schlimmsten Sonntage, die ich jemals erlebt habe.“ Beim elften Saisonrennen auf der Brünner Rennstrecke hatte der Pflugdorfer überhaupt keine Chance, seine zuvor erfolgreiche Rennperformance zu wiederholen. Eine Schlechtwetterfront mit zum Teil heftigen Regenfällen führte zu schwierigen Bedingungen. Bereits während des Warm Ups am Sonntagmorgen, der erste Session unter regnerischen Bedingungen an diesem Wochenende, konnte sich Schrötter nicht umstellen. Bis zum Rennen verschlimmerte sich die Situation sogar noch. „Ich hatte absolut kein Gefühl mit dem Bike, weshalb ich nicht wusste, wie stark ich pushen kann.“ Das sei eigentlich ungewöhnlich. „Normalerweise haben wir im Nassen ein konkurrenzfähiges Paket.“ Doch nicht diesmal: „Sogar in der Warm-Up-Lap, als die anderen normalen Speed fuhren, fühlte ich mich bereits am Limit. Das Rennen war schlichtweg eine Katastrophe, die Enttäuschung ist groß.“ Am Ende fuhr Schrötter auf Rang 18 liegend über die Ziellinie. Die Moto2-WM pausiert am kommenden Wochenende – für den 23-Jährigen genau zum richtigen Zeitpunkt: „Ich will schnellstens nur abschalten und die Enttäuschung vergessen. Ein paar Tage Auszeit werden gut tun.“

Abseits der Strecke hat Schrötter jedoch schon einige wichtige Weichen für die kommende Saison gestellt. Er unterschrieb einen Einjahres-Vertrag beim deutschen Rennstall Dynavolt Intact GP und wird Kollege von Sandro Cortese.

Mit seinem Wechsel sieht Schrötter die Chance gekommen, in einem, seiner Meinung nach, „der besten Teams in der Moto2“ zu fahren und sich weiterentwickeln zu können. „Ich freue mich gewaltig auf diese neue Herausforderung und hoffe, dass wir gemeinsam den endgültigen Durchbruch schaffen werden. Mit Dynavolt Intact GP will ich in Zukunft regelmäßig um Podiumsplatzierungen und mehr kämpfen.“

Mit seiner derzeitigen Mannschaft sieht sich Schrötter trotz des Rückschlags in Brünn auf einem guten Weg. „Ich werde auch bis zum Schluss dieser Saison mit allen Kräften versuchen, unsere gemeinsamen Ziele noch zu erreichen. Es tut mir auch ein wenig leid, sie nach nur einem Jahr wieder zu verlassen.“ Die Gelegenheit, wieder Punkte einzuheimsen, bietet sich am ersten September-Wochenende. Dann geht es mit dem British Grand Prix auf der traditionsreichen Strecke im englischen Silverstone weiter.

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