Tapfer erkämpfte Punkte

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Ein echter Kämpfer aus Oberbayern: Nach einem schlimmen Trainingssturz gab Marcel Schrötter (23) beim WM-Lauf in Australien wieder Vollgas und wurde Zwölfter.

Pflugdorf – Keine Top-Ten-Platzierung, aber Punkte für Moto2-WM-Gesamtwertung: Marcel Schrötter ist am Sonntag beim Granz Prix im australischen Cowes Zwölfter geworden. Trotz Behinderung nach seinem schlimmen Trainingssturz zeigte der 22-jährige Pflugdorfer eine „tapfere Leistung“ und rangiert jetzt auf WM-Position 19.

Schrötter hat schon mehrmals bewiesen, dass er hart im Nehmen ist. So auch am Sonntagvormittag, als er fürs Warm Up auf schmerzstillende Mittel hinsichtlich seiner Ellbogenprellung verzichtete. Für das Rennen zeigte sich Schrötter allerdings einsichtiger und folgte den Rat der Ärztecrew der Clinica Mobile, was sich schließlich als richtig erwies. Nach einem guten Start arbeitete sich der Tech-3-Pilot schnell bis in die Punkteränge vor und holte im Finish sogar noch eine Position gegenüber seinem Weggefährten über die Distanz, dem Italiener Simone Corsi, auf.

„Angesichts der Umstände muss ich mit diesem zwölften Rang und vier WM-Punkten zufrieden sein“, zeigte sich Marcel Schrötter nach dem Rennen erleichtert. Am Vormittag nach dem Warm Up sei er sich nicht sicher gewesen, ob er die Distanz überstehen werde, räumt er im Gespräch mit dem KREISBOTEN ein. „Ich bin diese Session ohne Painkiller gefahren, und nach drei, vier Runden musste ich jedes Mal etwas langsamer machen, um meiner Hand eine Ruhepause zu gönnen.“

Eine Ruhepause im WM-Geschehen gibt es indes nicht. Bereits am kommenden Sonntag ist Marcel Schrötter schon wieder gefordert: In Sepang auf Malaysia.

Toni Schwaiger

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