Nachbarschaftshilfe

"Joker" bauen auf Landsberg

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Ihre „Heimspiel“-Tore dürfen die Cracks des ESV Kaufbeuren im Zuge einer beispiellosen Nachbarschaftshilfe auch im Landsberger Eisstadion bejubeln.

Landsberg – „Es läuft, bloß wie?“ Für Ken Latta, Trainer der Joker aus Kaufbeuren, sieht die Normalität nach der Schließung des dortigen Eisstadions ganz anders aus. „Ich habe höchsten Respekt vor den Vereinen, die uns helfen und Eiszeit geben“, betont Latta und blickt dabei dankbar nach Landsberg. 

Mit vereinten Kräften haben FUN-Leiter Anton Sirch und Stefan Schindler vom HC Landsberg alles in Bewegung gesetzt, um den ESV Kaufbeuren in der mehr als prekären Phase ohne Stadion zu helfen. Sechs Spiele in der 2. Bundesliga und zwei DNL-Partien werden in nächster Zeit in der städtischen Eissporthalle über die Bühne gehen. Das erste findet am Sonntag. 23. Dezember, um 20 Uhr gegen die Eislöwen aus Dresden statt. Anton Sirch auf Anfrage des Kreisboten: „Mehr geht leider nicht, weil auch die Spielgemeinschaft Denklingen noch Eiszeiten hat.“

Auf Verständnis hofft der FUN-Leiter nicht nur bei den zahlreichen Hobby-Teams, die reich­lich Eiszeit beanspruchen. „Auch der Publikumslauf wird eingeschränkt werden“. Sportsachbearbeiterin Kathrina Britzger hängt sich in dieser Sache ebenso rein wie Stefan Schindler, beim HC Landsberg zuständig für den Spielbetrieb. „Die Bereitschaft des HCL zu eigenen Lasten zu helfen, ist aus meiner Sicht sportlich sehr fair. Ich bin überzeugt, dass dies auch der ESVK sieht“, betont Sirch.

Zu den Spielen in Landsberg bringt der ESVK sein Ordnerpersonal mit. Auch das Abrechnungssystem wird in die Lechstadt gebracht. Derweil stellt FUN die Kassenhäuschen und die Systeme zur Verfügung. Wie Sirch noch bestätigte, habe der ESVK auch mit Walter Ott, Pächter der Sportgaststätte, Kontakt aufgenommen.

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