Red Hocks richten DM aus

Zuhause soll der Titel her

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Albert Sikora, Johannes Eckebrecht, Ricardo Wipfler (hinten v. links) und David Winzinger starten mit der U15 der Red Hocks ins Rennen um die deutsche Meisterschaft.

Kaufering – Zum dritten Mal nach 2010 und 2015 wird am kommenden Wochenende die Endrunde einer deutschen Floorball-Meisterschaft im Kauferinger Sportzentrum ausgetragen. Am Samstag und Sonntag, 25./26. Juni, tummeln sich insgesamt acht Teams aus allen Ecken der Bundesrepublik in der Marktgemeinde, um die beste U15-Mannschaft Deutschlands zu ermitteln. Mit dabei sind auch die Red Hocks, die mit ihrer Mannschaft den Sprung ganz oben aufs Treppchen packen wollen.

„Organisatorisch und sportlich haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, blickt Trainer Rasso Schorer auf die „Stena Line U15 Deutsche Floorball Meisterschaft“, wie das Turnier offiziell heißt, voraus. „Wir wollen unseren Gästen ein stimmiges Event bieten, an das sie sich gerne erinnern werden.“ Das Kauferinger Team geht ambitioniert in das Turnier, der Titelgewinn ist das erklärte Ziel. „Das klingt natürlich erst einmal sehr hoch gegriffen. Im Endeffekt denke ich, dass die vorderen Plätze wahnsinnig umkämpft sein werden. Fünf, sechs Teams haben mit Sicherheit das Zeug dazu, ganz vorne dabei zu sein. Sich in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen immer wieder durchzusetzen, wird eine riesige Herausforderung. Ich denke aber auch, dass wir das Zeug dazu haben, eine gute Figur abzugeben. Welche Platzierung dann tatsächlich raus springt, wird die Tagesform zeigen.“

Als Kauferinger Stärke gilt unter anderem die schlagkräftige Offensive. „Alle unserer Spieler wissen, wo das Tor steht.“ Trifft ein Angreifer mal nicht, spränge direkt ein anderer in die Bresche. „Das ist allerdings bei allen anderen Teams, die zur DM kommen, genau so. An Durchschlagskraft mangelt es da sicher niemandem.“ Aus diesem Grund habe sich sein Team samt Trainerstab in den letzten Wochen nochmals besonders auf die Defensive konzentriert. Denn da käme voraussichtlich einiges auf die Kauferinger zu. „Bei der DM kann es einfach auch mal schnell gehen und ‚zack‘, liegst du deutlich zurück. Ausrutscher werden auf diesem Level schnell bestraft. Das hohe Tempo macht ja auch den Reiz der Sportart aus.“ Insgesamt sieht Schorer die Mannschaft der Red Hocks aber „sehr gut vorbereitet“.

Nach der Eröffnungsfeier am Samstagmorgen um 8 Uhr stehen zunächst die Vorrundenspiele an. Dabei geht es in zwei Gruppen im Modus Jeder-gegen-Jeden darum, unter die ersten zwei Plätze zu rutschen, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. In Gruppe A treffen der TV Schriesheim, die SSF Dragons Bonn, die Red Devils Wernigerode und BW 96 Schenefeld aufeinander. In der anderen Vorrundengruppe duellieren sich die Kauferinger Gastgeber mit der TSG Erlensee (10 Uhr), BAT Berlin (14 Uhr) und den ETV Piranhhas Hamburg (20 Uhr). Die Final- und Platzierungsspiele werden am Sonntag abgehalten.

„Unser zahlreiches Publikum und die Stimmung im Sportzentrum sind mittlerweile deutschlandweit bekannt. Wir würden uns freuen, wenn bei einem Nachwuchs-Event eine genauso tolle Kulisse herrschen würde, wie bei unseren Bundesligaspielen“, hofft Schorer. Der Eintritt ist während der kompletten Deutschen Meisterschaft frei.

Die Gegner der Red Hocks bei der Stena Line U15 DM im Floorball

TV Schriesheim: Die Jugend des Bundesligaaufsteigers überzeugt in allen Altersklassen und ist bei deutschen Meisterschaften meist auf dem Treppchen zu finden. Auch diesmal sind die Baden-Württemberger Mitfavorit, obwohl das Team zu den jüngsten des Feldes gehört.

SSF Dragons Bonn: Die Drachen aus der ehemaligen Hauptstadt haben erneut den Meistertitel auf Landesebene geholt und liegen bei deutschen Endrunden meist weit vorne. Auch diesmal wurde das Halbfinale als Minimalziel ausgegeben.

Red Devils Wernigerode: Die Harzer sind nicht nur durch ihr Bundesligateam bekannt, auch der Nachwuchs zählt zu den talentiertesten im Osten. In Sachsen-Anhalt, wo die Dichte an starken U15-Floorballmannschaften am größten ist, haben sich die Devils auch in diesem Jahr durchgesetzt – und das mit beeindruckenden 19,5 Toren im Schnitt pro Spiel!

BW 96 Schenefeld: Die Blau-Weißen aus dem Norden von Hamburg sind das unbekannteste Team des Klassements. Obwohl die Herrenmannschaft sich in der 2. Bundesliga etabliert hat, war die Jugend bei DMs eher selten zu finden. Die 96er sind somit die große Wundertüte, sollten aber keinesfalls unterschätzt werden.

BAT Berlin: Die Berliner waren in ihrer Heimatliga vor keine große Konkurrenz gestellt. Dass sich das Team, das ebenfalls Bundesliganachwuchs ist, in der Qualifikation gegen den Zweiten der Ost-Liga durchgesetzt hat, ist sicherlich ein Qualitätsmerkmal.

TSG Erlensee: Die Hessen haben ihre Liga, ähnlich wie die Berliner, konkurrenzlos dominiert und gewannen im Schnitt mit 15:2. In der Qualifikation mit Nordrhein-Westfalen ging es schon deutlich knapper zu. Auch bei Erlensee darf man gespannt sein, wie sich das Team auf der ganz großen Bühne schlägt.

ETV Hamburg: Die Piranhhas sind das älteste Team der Gruppe B und haben mit Mathis Wittneben einen Nachwuchs-Bundestrainer an der Bande stehen. Auch die Elbstädter reisen mit dem Ziel „Halbfinaleinzug“ an.

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