Spannend und emotional

+
„Der totale Wahnsinn“: Coach Roman Gese ist mit der Leistung seiner Mannschaft trotz Niederlage zufrieden.

Landsberg – Als vermeintlich leichte Aufgabe – so hatten die Spurs die Gäste aus Landsberg angekündigt – empfingen der Absteiger und momentane Tabellenzweite, die Dachau Spurs, das Schlusslicht aus der Lechstadt. Doch die Jungs von Coach Roman Gese waren nicht angereist um kampflos die Punkte abzuliefern.

Von Beginn an spielten die Landsberger aggressiv und hochkonzentriert. Nach Zuspiel von Kapitän Michi Teichner gelangen Marc-Oliver Siegwardt die ersten Punkte für die Gäste aus der Landsberg. Bis Mitte des ersten Viertels konnten die Gäste durch weitere Treffer von Niklas Brakel und Michi Teichner sowie zweier Erfolge von der Drei-Punkte-Linie in Folge von Mateusz Bobrowski und Marc-Oliver Siegwardt sogar auf 5:17 davonziehen. Dachau kam jedoch im Anschluss besser in Tritt.

Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts verkürzten die Hausherren auf 23:24, doch mit der shot clock versenkte Magnus Sauter den fünften Dreier der Lechstädter im ersten Abschnitt zum Spielstand von 23:27. Die ersten Punkte im zweiten Durchgang gehörten den Gastgebern, aber die Heimerer Truppe blieb am Ball, vor allem dank Kapitän Michi Teichner. Aber wie schon in der Vergangenheit wurden wieder zu viele gute Chancen einfach nicht konsequent genutzt. Mit einem 7:0 Lauf beendeten die Spurs diesen Abschnitt und beim Spielstand von 35:39 für die Lechstädter ging es in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel gehörten die ersten Punkte den Baskets aus Landsberg. Chris Hoffmann erhöhte nach Zuspiel von Willi Dressler auf 35:41. Aber die Dachauer wurden stärker und konnten in der 23. Spielminute durch zwei Freiwürfe erstmals in Führung gehen (42:41). Im Gegenzug stellte Pierre Welz mit einem Treffer von der Freiwurflinie wieder den Gleichstand her. Die Führung wechselte nun mehrmals, jedoch ließen die Landsberger in dieser Phase des Spiels zu viele Punkte an der Linie liegen und Dachau konnte sich gegen Ende des Viertels leicht mit 56:49 absetzen.

Mit einer famosen kämpferischen Leistung konnten die Mannen um Kapitän Michi Teichner im Schlussabschnitt Punkt um Punkt verkürzen. Nach einem Fastbreak von Niklas Brakel und einem Dreipunktspiel von Mateusz Bobrowski waren die Lechstädter wieder auf 62:60 heran. Die Heimerer Truppe glich aus und ging im Anschluss sogar wieder in Führung, doch kurz nacheinander mussten sowohl Mateusz Bobrowski als auch Niklas Brakel nach ihrem fünften persönlichen Foul vom Parkett. Dachau erhöhte auf 73:69 ehe Willi Dressler und Michi Teichner von der Linie auf 73:72 verkürzen. Im Gegenzug, acht Sekunden vor Ende erhöhte Dachau mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 75:72. Landsbergs Coach nahm die Auszeit und mit dem letzten Spielzug – Einwurf Marc-Oliver Siegwardt, Block Michi Teichner und Wurf von der Dreierlinie – gelang Chris Hoffmann mit der shot clock der Ausgleich zum 75.75. Nun war der Krimi für Spieler und Zuschauer auf beiden Seiten perfekt.

In der Overtime hatte Dachau die besseren Karten und das Glück auf seiner Seite, zumal auch noch Landsbergs Magnus Sauter mit seinem fünften Foul auf die Bank musste. Die Gastgeber gewannen, wenn auch mehr als glücklich, mit 91:86. „Das was meine Jungs hier geboten haben war der totale Wahnsinn“ so Coach Roman Gese nach der Partie, die auch ihm offensichtlich alles abverlangt hatte.

Meistgelesene Artikel

Turbulenter Auftakt

Landsberg – Gleich am ersten Wochenende der Verzahnungsrunde mussten sich die Riverkings mit den beiden Oberligsten aus Lindau und Waldkraiburg …
Turbulenter Auftakt

"Beste Saisonleistung"

Kaufering – Es war für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie im Hinblick auf die Playoffs. Zuletzt rangierten der ETV Hamburg und die Red …
"Beste Saisonleistung"

Die heiße Phase beginnt

Landsberg – Nach einem ­Déjà-vu in Geretsried, wo die Partie erneut nicht zu Ende gespielt wurde, schlossen die Eishackler vom HC Landsberg am …
Die heiße Phase beginnt

Kommentare