Ist der Knoten geplatzt?

Erfolgserlebnis für Schrötter

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Endlich: Beim Rennen auf dem Red Bull Ring fuhr Marcel Schrötter dem Großteil seiner Konkurrenz davon.

Pflugdorf – Herrliches Sommerwetter und eine Rekordzuschauerkulisse mit 95.000 Besuchern am Renntag – die Rückkehr der Motorradweltmeisterschaft in die Steiermark war ein großes Spektakel. Mittendrin war Marcel Schrötter, der nach ver­heißungsvollen Leistungen im Training und Qualifying eine ganz starke Leistung bot und mit Rang 5 sein bisher bestes Ergebnis in der Moto2-WM einfuhr.

Das zehnte Saisonrennen der Moto2 Klasse sorgte für einen echten Thriller bis zur Ziellinie. Unter den Hauptdarstellern dieser Nervenschlacht über 25 Runden war Schrötter. Mit einem guten Start von Platz 4 in der zweiten Reihe aus und geschickter Linienwahl durch die enge erste Kurve, reihte sich der 23-Jährige gleich an 2. Stelle im Feld ein. Es dauerte allerdings nicht lange, bis Schrötter von Weltmeister Johann Zarco und dem erfahrenen Schweizer Thomas Lüthi hart bedrängt wurde. Bei unzähligen Positionswechseln hielt er wacker dagegen, ehe er sich von seinen direkten Gegnern etwas lösen konnte und im Alleingang die Verfolgung auf den Führenden Franco Morbidelli aufnahm. Kurz vor Halbzeit griff Schrötter diesen erfolgreich an. Doch wenige Kurven später zeigte sich der Bayer als fairer Sportsmann, indem er den Italiener vorbeiwinkte. Schrötter hatte unter gelben Flaggensignalen überholt. Ab diesem Zeitpunkt musste der Kalex-Pilot des spanischen AGR Teams wegen auftretender Schwierigkeiten am Fahrverhalten seiner Maschine etwas Tempo rausnehmen. „Einerseits wollte ich bis zum Schluss mit den Jungs mithalten und auf der anderen Seite wollte ich auf keinen Fall einen dummen Fehler machen. Entweder muss man pushen und diese ein, zwei Zehntel schneller fahren, oder man steckt etwas zurück.“ Schrötter fuhr die restliche Distanz immer in Reichweite der Spitzengruppe und mit gut dosiertem Risiko zu Ende.

Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte ist dem Pfludorfer mit dem 5. Rang geglückt: „Ich freue mich riesig über mein bestes Ergebnis in der Moto2. Auf der andere Seite ist es ein wenig schade, dass es nicht für ein Podium gereicht hat. Insgesamt überwiegt aber die Freude. Es war ein unglaubliches Rennen und ein dermaßen großartiges Gefühl, über die gesamte Distanz in der Spitzengruppe mitzumischen.“

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