Kein Befreiungsschlag

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Die FCP-Mädels konnten sich wichtige Punkte gegen den FSV Marktoffingen nicht sichern und müssen nun weiter im Abstiegskampf zittern.

Penzing – Es scheint wie verhext, am Samstag konnten die Penzinger Volleyball-Damen zum wiederholten Male in dieser Saison nicht die Leistung abrufen, die eigentlich möglich wäre. Und dieses Mal wäre es besonders wichtig gewesen, denn mit einem Sieg gegen den FSV Marktoffingen hätte man sich ein wichtiges Polster im Kampf gegen den Abstieg geholt.

Entschlossen ging man in den ersten Satz und zeigte bei den ersten Aktionen den Gegnerinnen und den vielen heimischen Fans, dass Penzing heute ein Wörtchen mitzureden hatte. Beide Mannschaften stecken tief im Abstiegssumpf und ein Sieg wäre ein großer Befreiungsschlag. Die ersten paar Punkte liefen eigentlich nach Plan, aber trotzdem kam es Mitte des Satzes zu einem für Außenstehende wohl unverständlichen Bruch. 

Auf einmal sollte den Penzinger Angreiferinnen nichts mehr gelingen – zu zaghaft gingen sie ans Werk. Und genau das baute natürlich die Heimmannschaft auf. Sie arbeiteten sehr gut in der Abwehr und je mehr Bälle sie vom Boden kratzten, desto besser fanden sie ins eigene Spiel. Marktoffingen nutzte in dieser Situation die Unsicherheit auf Penzinger Seite schamlos aus und holte den ersten Satz verdient mit 25:16. Phasenweise war allerdings schon zu sehen, dass mehr in den FCP-Mädels steckte. 

Das sah auch Trainer Achim Gelhaar so und baute sein Team auf: „Wenn wir die Schwächephase Mitte des Satzes weglassen, ist hier alles drin.“ Umso mehr schaute man nach dem Verlust des zweiten Satzes mit desaströsen 25:13 Punkten in ratlose Gesichter auf Seiten des FC. Man hatte keine Gegenwehr gezeigt, vor allem gegen die starken Aufschläge der Heimmannschaft fand man kein geeignetes Mittel. Wenn der Ball dann trotzdem mal zur Zuspielerin kam, war das Spiel zu brav und die Angriffe zu unplatziert und schwach. 

Jetzt musste der dritte Satz geholt werden, um hier im Spiel zu bleiben. Besonders Andi Epp ging in dieser Phase mutig voraus, machte harte Aufschläge und erzielte einige clevere Punkte im Angriff über Außen. Auf einmal schien das Eis gebrochen, es entwickelte sich ein harter Schlagabtausch mit sehenswerten Aktionen – endlich sah das Penzinger Spiel wieder nach Volleyball aus. Belohnt wurden am Schluss trotzdem die FSVler, sie holten mit 29:27 den Satz und damit überraschend deutlich die drei Punkte auf ihr Konto. Am Heimspieltag gibt es nun für den FCP gegen Ingolstadt und Schwabing zwei alles entscheidende Endspiele um die letzten und rettenden Punkte in der Landesliga.

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