Starterfeld mit 360 Athleten

Optimale Bedingungen

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Die Landesliga-Teilnehmer sorgten beim Ammersee Triathlon für ein hohes Niveau.

Dießen – Nicht kälter als 20 und nicht wärmer als 30 Grad. So liebt es der Triathlet. Diese optimalen Bedingungen waren beim Ammersee-Triathlon in Dießen geboten. Die Lufttemperaturen pendelten sich in der Mitte der beiden Grenzwerte ein und auch der Ammersee bot mit 21,5 Grad Wassertemperaturen ideale Voraussetzungen für einen tollen Wettbewerb. „Das Wetter hat hervorragend mitgespielt“, urteilte Charlotte Ahrens nach dem Zieleinlauf stellvertretend für die insgesamt 360 Starter, die Teilnehmerrekord für den kleinen „Ironman“ in Dießen bedeuteten.

Die 19-jährige Nürnbergerin, die für den SC Neubrandenburg startet, war eine der bekanntesten Teilnehmerinnen. Die Deutsche Meisterin der Junioren des Vorjahres, die in der Vorwoche Platz 6 bei der DM der Erwachsenen belegte, dominierte auch das Geschehen bei den Damen. Für die 750 Meter Schwimmen, 20,5 Kilometer auf dem Rad und den abschließenden 5.000 Meter Lauf benötigte Ahrens nur 1:07:10,8 Stunden. Auf den schnellsten Mann auf dieser Distanz, Alex Steffens (Vollast TriTeam Schongau), hatte sie damit nur eine gute Minute Rückstand.

Bis es durch den Zielbogen auf den Hartplatz am Ammersee Gymnasium ging, musste sie und die anderen Teilnehmer aber erst einmal die Schwimmdistanz beim Strandbad St. Alban hinter sich bringen. Im Anschluss hieß es, rund 300 Meter zur Wechselzone zu laufen und dabei die Bahnlinie zu unterqueren. Die Devise war dann, möglichst schnell in die 4,2 km lange Radrunde zu starten, die auf der Kreisstraße zwischen Dießen und Riederau zu absolvieren war. Danach ging es zurück ans Ammerseegymnasium, um in die Laufschuhe zu schlüpfen und den abschließende Lauf mit mehreren Runden entlang des Schulgeländes hinter sich zu bringen. 50 Helfer des SC Riederau und der Feuerwehr sorgten dabei als Streckenposten, Einweiser oder an einem Verpflegungsstand für einen reibungslosen Ablauf. Angesichts der steigenden Temperaturen im Laufe des Vormittags erwies sich vor allem der Getränkestand als willkommene Gelegenheit, sich innerlich und äußerlich zu erfrischen. Entsprechend reißenden Absatz gab es bei den Bechern mit Wasser oder isotonischen Getränken. In der Gruppe laufend war es dabei manchmal gar nicht so einfach, einen Becher zu fassen zu bekommen.

Ein echter Triathlon-Genuss

Solche Probleme kannte Steffens bei der Elite Männer allerdings nicht. Der Schongauer führte das Feld nach einer starken Vorstellung auf dem Rad deutlich an. Beim Laufen hatte er schließlich eine Runde Vorsprung auf die Verfolger, so dass er deutlich vor der Konkurrenz ins Ziel kam. „Ich habe heute einen guten Tag erwischt“, grinste Steffens danach zufrieden. Weniger glücklich zeigte sich dagegen Lokalmatador Jules Rau (SC Riederau), der in 1:11:29,2 Stunden Rang 2 belegte. „Ich habe viel zu wenig trainiert“, gestand Rau, der seinen Teamkollegen Max Eibl auf den 3. Platz verwies. Luca Lang, ebenfalls vom SCR, belegte Rang vier. Nachdem zeitweise bis zu vier Wettbewerbe (Sprint, Landesliga-Rennen, Elite-Rennen und Volkstriathlon) gleichzeitig liefen, war es nicht immer leicht zu erkennen, wer auf der Strecke welche Position belegte. Beim Landesliga-Bewerb hatte der obligatorische Führungsradler, der den Läufern vorne weg fährt, einige Runden lang sogar den Falschen im Schlepptau. Steffen Frühauf, der Schnellste bei den Landesliga-Startern, bekam so erst kurz vor dem Ziel die richtige Begleitung durch den Führungsradler. „Ich wollte richtig Gas geben und habe mich nicht geschont, obwohl ich nächste Woche in Roth beim Ironman starte“, erklärte der Triathlet vom Post SV Weilheim, der für die gleiche Distanz wie die „Elite“ 1:05,36,5 Minuten brauchte.

Nicht ganz so lang war dagegen die Strecke für den Volkstriathlon und den Staffelbewerb, der erstmals ausgetragen wurde. Hier galt es, 400 Meter zu schwimmen, 16,5 Kilometer zu radeln und schließlich noch 4.000 Meter zu laufen. „Beim Volkstriathlon haben sie ja zum Teil bessere Räder wie bei den anderen Bewerben“, staunte der Streckensprecher angesichts der hochwertigen und teuren Carbonflitzer, die dabei zum Einsatz kamen. Beim Volkstriathlon hatte schließlich Patrick Jakob (VfL Kaufering) in 52:03,4 Minuten die Nase vorne. Platz 2 unter den 55 Finishern ging an Werner Deuringer (Jahn Landsberg). In der 14 Teams umfassenden Staffelwertung siegten die Lokalmatadore vom SC Riederau mit Constantin Enzenberger, Julian Willner und Dominik Geiling.

Die guten Ergebnisse der heimischen Starter, aber auch der gute Zuspruch freute am Ende den veranstaltenden SCR: „Wir sind sehr zufrieden“, urteilte Organisator Gerhard Linke, nicht zuletzt auch wegen des regen Zuspruchs beim Volkstriathlon und der Staffel.

Roland Halmel

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