Ausrutscher bleiben verboten

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Dominik Kerber (rechts) trug sich im Heimspiel gegen Pfronten (rot) mit einem Tor und einem Assist in die Scorer-Liste ein.

Landsberg – Der HC Landsberg bleibt Tabellenführer in der weiterhin hart umkämpften Landesliga Süd/West. Mit zwei Energieleistungen holten die Riverkings am vergangenen Wochenende sechs Punkte durch die knappen Erfolge gegen Pfronten (6:4) und beim SC Riessersee (3:2).

Für die Landsberger war es eine anstrengende Woche: Mit der Partie gegen die Collegeauswahl musste man innerhalb von fünf Tagen dreimal aufs Eis, was sich spätestens am Sonntag in Garmisch bemerkbar machte. Ohne Markus Rohde und zahlreiche Juniorenspieler tat sich der Landsberger Kader dort sichtlich schwer. Teilweise war der stets unangenehm zu spielende Tabellenletzte sogar überlegen und verzeichnete – vor allem im Powerplay – mehr Torschüsse; Folk sicherte dann aber in doppelter Überzahl den Landsberger Sieg. Die Tendenz zu immer engeren Ergebnissen setzte der SCR einen Tag später fort und zog Kempten mit dem 3:2-Erfolg mit in den Abstiegsstrudel. 

HCL bleibt Tabellenführer

Dass es auch an der Spitze inzwischen um jedes einzelne Tor geht, hatten die knapp 450 Zuschauer in Landsberg schon beim Heimspiel gegen Pfronten zu sehen bekommen. Dabei hatte es diesmal lange nach einem ungefährdeten Erfolg für den HCL ausgesehen. Die Gastgeber legten druckvoll los, Pfronten konnte das Tempo zunächst nicht mitgehen und kam selbst praktisch zu keinen Chancen. Ganz anders die Riverkings; sowohl die Reihe mit Rohde, Fischer und Christian als auch der Sturm mit Gäbelein sowie Dominic und Stefan Kerber hatte praktisch im Minutentakt Einschussgelegenheiten. 

Mit dem 2:0 durch die beiden sehenswerten Treffer von Dominic Kerber und Fischer waren die Allgäuer nach dem ersten Drittel dementsprechend noch gut bedient – dann allerdings kam schon der erste Sand ins Landsberger Getriebe. Nicht nur einmal rückten einige HCL-Verteidiger geschlossen zu weit auf und mussten dann zusehen, wie zwischen ihnen ein Pfrontener Stürmer im Konter entwischte. Der erste derartige Schnitzer blieb noch folgenlos, nach Barnsteiners Notbremse gegen Böck verschoss dieser den folgenden Penalty. Beim zweiten Versuch ließ sich Böck dann aber nicht noch einmal bitten, zog sogar bei Landsberger Überzahl auf und davon und verkürzte auf 2:1. Die Riverkings hatten zunächst die passende Antwort parat. Nach Rohdes Solo über die gesamte Eisfläche staubte Christian zum 3:1 ab, mit seinem energischen Nachsetzen erhöhte Barnsteiner auf 4:1 und als Grundner, ebenfalls im Nachschuss, auf 5:1 stellte, schien die Partie nach 45 Minuten schon gelaufen. Dann aber mussten die Hausherren scheinbar dem hohen Tempo Tribut zollen. Tor um Tor kamen die Pfrontner noch heran, bis es kurz vor Schluss nur noch 5:4 hieß. Erst mit seinem Gewaltschuss im zweiten Versuch auf das leere Gästetor erlöste Markus Rohde 26 Sekunden vor Schluss Mitspieler und Zuschauer. 

Bad Tölz kommt 

Trotz der beiden Erfolge sieht die Tabellenführung des HCL komfortabler aus, als sie eigentlich ist: Geretsried hat sechs Punkte Rückstand, dabei aber ein Spiel weniger, bei Bad Aibling (sieben Punkte) sind es sogar zwei Spiele. Ausrutscher bleiben damit auch in den verbleibenden Partien verboten. Als nächste Aufgabe hat man im Heimspiel am kommenden Freitag (20 Uhr) den EC Bad Tölz vor der Brust. Die Isarwinkler mussten sich Fürstenfeldbruck zuletzt erst im Penalty­- schießen geschlagen geben, doch nicht nur deshalb dürften die Riverkings gewarnt sein: Nach dem 2:3 im Hinspiel, als man durch eigene Fehler leichtfertig die Punkte in Tölz liegenließ, hat man noch eine Rechnung mit den Gästen offen. Diesmal ist am Sonntag spielfrei, am 17. Januar gastiert dann Forst in Landsberg.

Christoph Kruse

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