Riverkings verlieren:

Verkorkstes Wochenende

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Zahlreiche Chancen haben die Riverkings um Spielertrainer Alex Wedl (rechts) am Wochenende verspielt: Sowohl Geretsried als auch Oberstdorf gingen als Sieger gegen die Landsberger vom Eis.

Landsberg – 1:4 gegen Oberstdorf und 3:4 in Geretsried, somit null Punkte – die einzig positive Erkenntnis aus dem vergangenen Wochenende ist für den HC Landsberg ist, dass man genau weiß wo es hakt. Und wenn es nach Trainer Alex Wedl geht, soll so schnell wie möglich ein weiterer Stürmer her.

„Wir haben vorne keine Durchschlagskraft“, so der 44-Jährige, „es sind zu wenige Spieler, die dann auch Tore schießen.“ Wer das Heimspiel gegen Oberstdorf verfolgte, kann ihm kaum widersprechen. Schon nach acht Minuten hätten die Riverkings deutlich führen müssen, versiebten aber mehrere beste Chancen. Aus dem Nichts gingen stattdessen die Gäste 2:0 in Führung.

Kienle im Landsberger Tor machte nicht nur bei beiden Treffern keine gute Figur und musste noch vor der ersten Pause für Stammtorhüter Schedlbauer Platz machen. „Ich wollte ihm eine Chance geben, Spielpraxis zu sammeln“, so Wedl, „insofern geht das auch auf meine Kappe.“ Seine Truppe hätte dennoch durchaus noch die Möglichkeit gehabt, die Partie zu drehen, agierte aber meist zu hektisch und unkonzentriert. Mit einem Abstauber stellten die Allgäuer stattdessen auf 0:3 (32.).

Was die Riverkings nach dem Anschlusstreffer durch Dominic Kerber dann an Chancen vergaben, war nur noch als haarsträubend zu beschreiben. Das 1:4 per Empty-Net-Goal zwanzig Sekunden vor Schluss überraschte dann auch kaum jemanden im Stadion. Mit einer komplett anderen Gemengelage musste man sich zwei Tage später in Geretsried auseinandersetzen. Bei den River Rats hatte man nicht nur die Gastgeber, sondern auch die Schiedsrichter gegen sich. 

Die Unparteiischen schickten sowohl Adrian Weis, als auch Alex Wedl mit Spieldauerstrafen vom Eis – was in seinem Fall nicht nur der Spielertrainer selbst kurios fand. „Das ist mir in meiner langen Karriere auch noch nicht passiert, dass jemand wegen Hakens vom Eis muss.“ Für Wedl gab es außerdem noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe, ebenso für Geisberger und Folk. Die beiden letzten Landsberger Treffer erzielten Schäffler und Fischer somit fast zwangsläufig in Unterzahl, da der HCL selten vollzählig spielen konnte. 

„Chancen bekommst du in dieser Liga trotzdem immer, selbst wenn dich die Schiedsrichter benachteiligen“, so Wedls Resümee, „aber du musst sie dann auch mal nützen.“ Dazu will erhofft er sich Unterstützung durch einen hochkarätigen Zugang, der durchaus auch die Ausländerstelle besetzen darf. „Ich muss natürlich mit dem Vorstand reden, ob das finanzierbar ist, möglicherweise brauchen wir auch Unterstützung von außen. Aber wenn es nach mir geht, handeln wir schnell.“

Auch ohne einen möglichen Neuzugang sollte die Mannschaft in den nächsten Spielen Siege abliefern: Durch die zwei Niederlagen ist man auf Rang drei zurückgefallen und hat auch noch Bad Aibling im Nacken. Vor dem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen Fürstenfeldbruck gibt es daher laut Alex Wedl eine klare Zielsetzung: „Mund abputzen und bis Weihnachten Punkte machen.“

Christoph Kruse

Chancen vertan

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