Die Planungen laufen

Auf bewährte Kräfte setzen

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Hier steckt er noch im roten Buchloer Trikot, künftig wird Verteidiger Sven Curmann (links) aber wieder in blau-weiß für Landsberg aufs Eis gehen.

Landsberg – Gerade einmal gut fünf Wochen ist es her, dass der HC Landsberg im Viertelfinale der Bayernliga-Playoffs die Segel streichen musste. Doch nicht nur die Augen der Fans richten sich schon wieder auf die nächste Saison, auch hinter den Kulissen wird bereits am Kader gebastelt, verrät HC Landsberg-Vorstand Markus Haschka im Gespräch mit dem KREISBOTE. Ein großes Kommen und Gehen sei erneut nicht zu erwarten, der Kader soll in großen Teilen beisammen bleiben. Dennoch läuft natürlich die Suche nach Verstärkungen.

„Zum allergrößten Teil positiv“ sind die Gespräche verlaufen, die die Verantwortlichen des HC Landsberg in den vergangenen Wochen mit den Spielern des „alten“ Bayernligakaders geführt haben. Denn es sei ein großes Anliegen, „erst mal mit den eigenen Jungs zu sprechen“. Die Akteure der abgelaufenen Bayernligasaison genießen größtenteils das volle Vertrauen. Geht es nach Haschka, werde der HC Landsberg im Sommer nicht über die Maße auf dem Transfermarkt aktiv. „Unsere Spieler lernen jedes Jahr dazu und wir waren kurz davor, den diesjährigen Finalisten Höchstadt aus den Playoffs zu werfen.“ Ergebnisdruck spürten die Riverkings nicht, sich in der Bayernliga zu etablieren, bleibe das Ziel.

Dennoch sieht sich der HCL im Sommer natürlich nach Verstärkungen um. Gespräche mit ersten Kandidaten laufen bereits, es sei durchaus möglich, dass schon in den kommenden Wochen der ein oder andere Vollzug gemeldet wird. Vorab klar definierte Attribute, die ein Neuzugang aufs Eis bringen muss oder Mannschaftsteile, in denen man sich gezielt verstärken wolle, seien indes nur grob abgesteckt. Stabilität vor dem eigenen Tor und „mehr Spaß“ in der Offensive, sprich der ein oder andere Treffer mehr – so lassen sich die Wünsche der Verantwortlichen zusammenfassen.

Bereits fündig geworden sind die Landsberger in Sven Curmann, ihrem ersten Neuzugang. Der 32-jährige Verteidiger, der den damaligen EV Landsberg 2000 vor mehr als zehn Jahren in Richtung Buchloe verließ, kehrt aus dem Allgäu an den Lech zurück. „Wir freuen uns richtig, dass mit Sven ein Landsberger Eigengewächs zu uns stößt. Wir erwarten, dass er seine Erfahrung an unsere jungen Spieler weitergibt. Er wird seinen Mitspielern sicher etwas beibringen.“ Stabilität und Ruhe zählten zu den Stärken des Linksschützen, der sich in Buchloe stets unter den punktbesten Verteidigern einreihte.

Weiter erhalten bleibt den Riverkings auch ihr letztjähriger Topscorer Marcel Juhasz. Wie lange genau, das wollte Haschka nicht verraten. „Der Vertrag geht aber auf jeden Fall länger, als ein Jahr.“ Das sei schon aufgrund Juhasz‘ Funktion als hauptamtlicher Nachwuchstrainer ein großes Anliegen beider Seiten gewesen. In 35 Saisonpartien kam der spielfreudige Deutsch-Kanadier zuletzt auf 51 Scorerpunkte bei 17 selbst erzielten Treffern.

Noch nichts Spruchreifes gebe es derweil in Hinblick auf eine Weiterverpflichtung von Importspieler Craig Gallo zu vermelden. „Wir hatten zuletzt nur sporadisch Kontakt“, so Haschka. Das sei nichts Negatives, vielmehr läge der Fokus zunächst eben auf den einheimischen Kräften. „Die Ausländerstelle hat keine sofortige Priorität.“ So sei derzeit gar nicht klar, ob und inwieweit sich Gallos Planungen in den letzten Wochen verschoben hätten.

Sollte der 27-Jährige mit der wallenden Mähne wieder ins Landsberger Trikot schlüpfen, wird dies auf jeden Fall ein neues Design zieren. Zur kommenden Saison werden die Riverkings erneut in neuem Look antreten. Die Veröffentlichung der alten Tenues als „Trikot 2016/17“ auf der Homepage war ein Fehler.

Definitiv nichts wird in diesem Jahr aus einer Rückkehr Andrew McPhersons. Auch wenn die Landsberger Fans wie in jedem Sommer den Traum hegen – Der in wenigen Tagen 37 Jahre alte Routinier steht weiterhin bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven in der DEL2 unter Vertrag.

Neben der Kadergestaltung nimmt derzeit auch die Etatplanung und die Vorbereitung der anstehenden Mitgliederversammlung viel Zeit in Anspruch. Ein großes Plus an finanziellen Mitteln, die für die Bayernligamannschaft aufgewendet werden können, zeichne sich laut Haschka nicht ab. „Eher positiv“ stelle sich die Sponsorenakquise zwar dar, große Sprünge erwartet er aber nicht.

Erfreulich sei indes auf jeden Fall ein Treffen der Bayernligaclubs vor einigen Tagen abgelaufen: Die Spielplangestaltung sei ein dringend zu verbesserndes Feld, waren sich die meisten Beteiligten einig. Phasen, in denen gleich mehrere Heim- oder Auswärtsspiele am Stück zu absolvieren sind, gehören künftig der Vergangenheit an, hofft Haschka. Denn das sei sportlich ebenso wünschenswert, wie finanziell.

Rasso Schorer

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