Bayernliga-Auftakt missglückt

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Auch eine etwas härtere Gangart änderte nichts daran, dass die Riverkings des HC Landsberg gegen Dorfen mit 4:0 unter die Räder kamen.

Landsberg – Ordentlich in die Hose gegangen ist das Bayernliga-Auftaktwochenende des HC Landsberg. Die Riverkings unterlagen zunächst mit 4:3 (1:1/1:1/2:1) in Miesbach und kamen dann vor heimischem Publikum gegen den ESC Dorfen unter die Räder. Mit 0:4 (0:2/0:0/0:2) unterlag man den Eispiraten.

Für Headcoach Andreas Zeck ist das kein Beinbruch, haben doch in Miesbach gleich fünf Stammspieler gefehlt; um überhaupt eine vernünftige Abwehr auf die Beine zu stellen mussten Marcel Juhasz und Dennis Tausend sich mit der Rolle als Verteidiger anfreunden. Ebenfalls nicht im Einsatz aber mit dabei war Christoph Schedlbauer. Für ihn stand wieder der 18-jährige Maximilian Güßbacher im HCL-Kasten.

Beide Mannschaften agierten in einem temporeichen und weitestgehend fairen Spiel auf Augenhöhe. Landsberg begann zwar holprig, kam aber nach der 1:0-Führung durch Stephan Stiebinger immer besser ins Spiel. Durch die beiden Tore in Überzahl von Dennis Tausend (10.) und Tobias Turner (27.) drehte man das Spiel komplett um. Zwar glich der TEV durch Marinus Kritzenberger in der 35. Spielminute wieder aus, aber Dennis Sturm sorgte in der 50. Spielminute erneut für die Führung.

Die gut 320 Zuschauer in Miesbach bekamen Eishockey vom feinsten zu sehen. Leider, aus Sicht der Riverkings, konnten die Gastgeber durch den erfahrenen Josef Kottmair erneut zum 3:3 (52.) ausgleichen. Beide Mannschaften wollten dann die Entscheidung in der regulären Spielzeit erzwingen. So ergaben sich Torchancen hüben wie drüben und beide Torhüter konnten mit tollen Paraden glänzen. Die Uhr lief in Richtung Overtime, doch 40 Sekunden vor Schluss jubelten plötzlich die Miesbacher. Für den TEV hatte Thomas Amann die Scheibe in einem großen Getümmel vor dem HCL-Kasten über die Torlinie zum 4:3-Endstand gestochert und die Riverkings um den verdienten Punkt gebracht.

Nervös und schnell

Ganz anders verlief die Partie am Sonntagabend vor 580 Zuschauern im heimischen Eisstadion. Schedlbauer stand wieder im Tor der Riverkings. Niklas Arnold, Robin Maag und der für ein Spiel gesperrte Tobias Wedl waren wieder mit an Bord. Eigentlich eine gute Ausgangslage für die Riverkings, doch da hatte man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Landsberg begann auch hier nervös aber versuchte von Beginn an das Tempo hoch zu halten. Doch schon in der zweiten Spielminute nutzte Florian Brenninger eine kurzzeitige Verwirrung im der Verteidigungszone aus und brachte Dorfen mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später wurde der Schuss von Marcel Juhasz direkt nach dem Bully in im Dorfner Drittel von Tobias Feilmeier geblockt, der sofort den Konter einleitete, auf Florian Fischer passte und dieser nur noch zum 0:2 einnetzen musste.

Das zweite Drittel spielte sich dann fast nur noch im Drittel der Gäste ab. Landsberg setzte Dorfen unter Druck, doch entweder war es ein Verteidiger, der den Schuss blockte, oder der hervorragend aufgelegte Andreas Tanzer verhinderte das Tor für Landsberg. Egal was die Riverkings auch anstellten, immer war ein Schläger, Schlittschuh oder eben Tanzer im Weg. Dorfen war eigentlich nur noch damit beschäftigt, den Puck aus der eigenen Zone zu bekommen.

In der 50. Spielminute jedoch erreichte ein Querpass von Michael Fischer nicht Marcel Juhasz, sondern landete über die Bande direkt beim heranstürmenden Lukas Miculka. Wie beim 0:2 war Fischer wieder mitgelaufen und bekam den entscheidenden Pass, den er zum 0:3 ausnützte. Andreas Zeck reagierte und nahm schon für den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch nutzen die Gäste durch das Empty Net Goal von Daniel Kreß zum 0:4-Endstand.

Gästetrainer Heinz Feilmeier scherzte erst, dass Landsberg noch in zwei Stunden kein Tor geschossen hätte, kommentierte dann aber mit Ernsthaftigkeit, dass dieses Spiel auch genau anders herum laufen hätte können. Landsberg sei immer gefährlich gewesen. So sah das auch HCL-Coach Andreas Zeck: „Dorfen hatte vier Chancen und machten daraus drei Tore. Wir scheiterten dagegen immer wieder am glänzend parierenden Tanzer.“

Am Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr empfangen die Riverkings mit Peißenberg keinen leichter Gegner und am Sonntag steigt das Derby gegen Memmingen im Hühnerberg. Da war doch noch was? Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.

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