Aus Rott in die Welt

Der ganze Landkreis trägt Silber

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So schaut sie aus, die olympische Silbermedaille. Rotts Schützenmeisterin Centa Glöckler freute sich mit Monika Karsch (rechts) um die Wette.

Rott – Eine Woche nach ihrer Rückkehr von den olympischen Spielen in Rio de Janeiro ließ Rott seine Medaillengewinnerin Monika Karsch hochleben. Bei einem großen Empfang im Seefeststadl mit über 300 Gästen, darunter einem Bus aus Regensburg, würdigten die Rotter Vereine, die Politik und die Führung der Schützen die 33-jährige Sportsoldatin aus Rott, die aus Brasilien mit der Silbermedaille in der Sportpistole zurückkehrte.

„Du hast Rott in der ganzen Welt bekannt gemacht“, lobte Rotts Bürgermeister Quirin Krötz, die erfolgreiche Schützin, die mit einem Spalier aus Vereinskameraden des Schützenvereins und mit Salutschüssen der Reservistenkameradschaft, der sie ebenfalls angehört, begrüßt wurde. Rotts Schützenmeisterin Centa Glöckler gab die Stimmung in der Heimatgemeinde von Karsch beim erfolgreichen Silber-Wettbewerb wieder. „Wir haben alle gezittert und beim Daumendrücken haben wir uns fast die Finger zerquetscht“, gestand Glöckler, die zudem auf die Anfänge der Sportschützenkarriere der Medaillengewinnerin einging. „Und jetzt sind wir unheimlich stolz, berührt und glücklich“, erklärte Glöckler, die Karsch einen Gutschein für ein Wellness-Hotel als Geschenk überreichte. „Damit du dich mit deinem Mann von den Strapazen in Rio erholen kannst“, so Glöckler abschließend.

Ehemann Thomas Karsch und die beiden Kinder Lina (5) und Bruno (3), stellte zudem Bürgermeister Krötz, der zusammen mit der Mutter von Monika die Schulbank drückte, heraus. „Mit deiner Familie hat du bestimmt die Goldmedaille gewonnen“, schmunzelte Krötz, der vor ein paar Jahren das Ehepaar Karsch standesamtlich traute.

Großer Bahnhof für die "Silber-Moni"

Sichtlich stolz zeigte sich auch Landrat Thomas Eichinger. „Unser Landkreis trägt Silber, schließlich ist so eine Medaille eine Seltenheit“, meinte Eichinger, der mit silberner Krawatte erschienen war. Gauschützenmeisterin Andrea Schmelzer ging sogar noch weiter. „Eine olympische Medaille hatten wir noch nie“, strahlte sie. Karsch nahm die vielen Gratulationsreden und die fast nicht enden wollende Schar an Gratulanten – viele davon mit phantasievollen Geschenken – die ihr persönlich die Hand schütteln wollten, gut gelaunt und stets mit einem Lächeln entgegen.

Wobei sie die Größe der Feier überraschte. „Ich dachte, wir gehen wieder in die Pizzeria“, scherzte sie auf der Bühne, ehe sie unterstützt von ihren Mann von ihren Erlebnissen in Brasilien in Wort und Bild berichtete. „Für die Siegerehrung gab es sogar silberne Schuhbändchen für die Schuhe“, erzählte sie unter anderem von der bis ins Detail durchgeplanten und vorgegebenen Kleiderordnung für die Olympioniken.

"Ganz großes Kino"

Mit ihrer Lockerheit und Ungezwungenheit sorgte sie bei ihrer Schilderung, die mit dem Video ihrer Finalkampfes abgerundet wurde, immer wieder für lautstarken Applaus. Auch die eine oder andere Freudenträne lösten die Bilder aus. „Das war ganz großes Kino“, schloss Karsch ihre Ausführung, um im Anschluss weiter fleißig Glückwünschen entgegenzunehmen.

Zur Musik der Blaskapelle Rott, die Karsch zwischendurch auch dirigierte, wurde danach bei Rollbraten und vielen Gesprächen rund um die Schützen und Olympia zusammen mit hochkarätigen Gästen wie den Weltklasseschützinnen Petra Horneber und Sonja Pfeilschifter bis spät in die Nacht gefeiert. „So ein Fest gibt es nur auf dem Dorf“, gab es hinterher von Thomas Karsch Lob für die Organisatoren von den Hubertusschützen, den Reservisten und der Gemeinde. „Auch beim Feiern ist Rott medaillenwürdig“, fügte ein Gast treffend an.

Roland Halmel

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