Landsberg tritt auf der Stelle

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Kampf war beim Aufeinandertreffen mit Hankofen-Hailing Trumpf für Rainer Storhas (schwarz) und den TSV Landsberg. Dabei kam das spielerische Element aber zu kurz.

Landsberg – Spielerisches Stückwerk hat der TSV Landsberg seinen Fans beim Aufeinandertreffen mit der SpVgg Hankofen-Hailing geboten. Gegen einen unangenehmen Kontrahenten nutzte die Krötz-Elf ihre Drangphase in der ersten Halbzeit nicht aus. Gute 20 Minuten spielte man sogar in Überzahl, doch erneut fehlte es an Struktur in den Offensivbemühungen.

Verwundert rieben sich die rund 350 Zuschauer am Samstag im 3C-Sportpark die Augen: Nach einer weitestgehend ereignislosen Auftakt-Viertelstunde nahm urplötzlich der TSV Landsberg das Heft in die Hand und erspielte sich hochkarätige Chancen im Minutentakt. Eine sehenswerte Kombination zusammen mit Charly Fülla, Daniel Jais und Sebastian Bonfert schloss Philipp Siegwart ab, doch sein Abschluss ging links vorbei. Unmittelbar darauf trat Bonfert einen Freistoß vor das gegnerische Tor. Jais reagierte nach einem Abpraller am schnellsten, drosch das Leder aber über die Latte (16.). Der Angreifer war es auch, der die nächste Großchance vergab: Nach einer Ecke setzte er einen Kopfball neben das Gehäuse.

Die Gastgeber präsentierten sich im Spiel gegen den Ball gut sortiert und durchsetzungsstark auf dem Weg nach vorne – das 1:0 lag in der Luft. Doch dann der Bruch: Technische Fehler und Ungenauigkeiten schlichen sich ein. Die Unruhe, die der unentwegt lamentierende Gästetrainer Vitus Nagorny an der Seitenlinie verbreitete, schien auf das gesamte Geschehen abzufärben. Symptomatisch war die Leistung Bonferts an diesem Tag: Ohne ihn kam kaum ein Angriff zustande, doch auch er rannte sich immer wieder fest oder wurde hart angegangen. Kurz vor der Pause war es der spielende Co-Trainer dann selbst, der die beste Chance vergab: Nachdem Fülla clever durchgesteckt hatte, verlud Bonfert Keeper Mathias Loibl, traf aber statt des leeren Tores nur das Außennetz.

Im zweiten Durchgang flachte das Geschehen weiter ab. Hankofen-Hailing investierte kaum etwas ins Spiel nach vorne, Landsberg fehlten die zündenden Ideen. „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, bemängelt TSV-Coach Roland Krötz. Daran änderte auch ein Platzverweis in der 68. Minute gegen Gäste-Stürmer Mateusz Krawiec nichts. „Wir spielen zu kompliziert durch die Mitte, statt das Spiel breit zu machen.“ So blieb es schlussendlich beim torlosen Remis, das vor allem Landsberg nicht weiterbringt. „Gefühlt war das eine Niederlage“, trauert Krötz dem verpassten Sprung in der Tabelle nach. „Wir nehmen einen Punkt mit, der nicht viel wert ist.“

Zeit für Wehmut bleibt allerdings kaum, am Sonntag bittet der TSV Schwabmünchen ab 15 Uhr zum Derby. „Sie haben sich spielerisch sehr weiterentwickelt und erzielen gute Ergebnisse“, blickt der Trainer auf die Auswärtspartie voraus. Verzichten muss er dann womöglich weiterhin auf den am Knie verletzten Sebastian Gilg, ein Einsatz scheint noch zu früh zu kommen.

Rasso Schorer

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