Keine Pause für den TSV

Weiterhin hoch motiviert

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Zufrieden mit seiner Mannschaft: Trainer Kresin.

Landsberg – Abgeschenkt wird nichts – auch, wenn der TSV Landsberg seit Wochen als Meister und Aufsteiger in die Fußball-Bayernliga feststeht, siegt er immer weiter. Mit einer locker aussehenden Glanzvorstellung gewann man jetzt 4:0 (2:0) beim TSV Friedberg. Einhellige Meinung: die Partie hätte sogar ein Debakel werden können.

Landsbergs Cheftrainer Sven Kresin hatte fast Mitleid mit seinem Friedberger Kollegen. „Die haben am Samstag erfahren, dass sie abgestiegen sind und so haben sie dann auch gespielt, das war nahe an der völligen Selbstaufgabe. Da kannst du dann als Trainer wenig machen. Das kann auch 12:0 ausgehen.“ Die Gäste stellten schnell klar, wer an diesem Nachmittag Herr im Haus war. Schon in der ersten Hälfte durfte Nuscheler zweimal freistehend einschießen. Nach der Pause bewies Salemovic einmal mehr seine herausragenden technischen Fähigkeiten, ließ sich über den halben Platz von der Friedberger Hintermannschaft nicht aufhalten und erhöhte auf 3:0. 

Fast schon eine Demütigung für den Absteiger: Nach 65 Minuten wurde Stammtorhüter Heiland (sein Vertreter Schmitt verbrachte einen Nachmittag ohne Arbeit) für Stürmer Strohhofer als Feldspieler eingewechselt und verwandelte dann auch noch einen Abpraller zum 4:0-Endstand. Kresin war nicht nur wegen des erneuten Sieges zufrieden. „Die Jungs haben einfach unglaublichen Spaß am Fußball“, freute er sich. „Selbst jetzt fehlen an einem Montag nach einem Spiel nur wenige Spieler aus beruflichen Gründen, wir trainieren weiter mit 16 oder 17 Leuten und da geht es teilweise mehr zur Sache als im Friedberg-Spiel.“ Unter anderem in dieser tadellosen Einstellung sieht er auch ein Erfolgsgeheimnis seiner Truppe, die zwei Spieltage vor Schluss inzwischen sagenhafte 70 Punkte aufweist. „Ich selbst war als Spieler auch immer so, aber wir hatten früher immer acht oder neun dabei, die konntest du Montag und Dienstag nicht gebrauchen. So etwas gibt es bei uns nicht.“ 

Doch auch wenn es zur Zeit dank der Tabellensituation sehr entspannt zugeht, gibt es keinen vorzeitigen Urlaub für die Landsberger Kicker – ganz im Gegenteil: Statt, wie ursprünglich geplant, die Montagseinheiten zu streichen, wird jetzt bis zum Saisonende weiter dreimal trainiert. Dafür gibt es anschließend drei statt der avisierten zwei Wochen Urlaub. Wobei nicht ganz klar ist, wie scharf die einzelnen Akteure darauf wirklich sind. „Viele fiebern schon wieder dem 12. Juli entgegen, das ist kaum zu glauben“, freut sich der Trainer. An diesem Datum beginnt die Bayernliga-Saison 2014/15. Dann könnte auch Dominic Zinner mit an Bord sein. „Er ist ein Thema bei uns“, bestätigte Kresin das Interesse an dem 25-jährigen Stürmer der TSG Thannhausen.

Christoph Kruse

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