DM: 100 Kilometer Speedskaten

Mit Tempo 45 auf Goldkurs

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Ebenso wie bei Radrennen ist das Windschattenfahren auch beim Speedskaten über Langstrecken von großer Bedeutung. Claudia Bregulla-Linke (vorne) führt hier gerade den Meisterschaftslauf in Oberschleißheim an.

Utting – Fest in der Hand der Speedskater war kürzlich die Ruderregattastrecke in Oberschleißheim. Die deutsche Meisterschaft über die Langdistanz (100 Kilometer) fanden dort kürzlich statt und eine Teilnehmerin aus dem Landkreis trug sich einmal mehr in die Siegerliste ein: Claudia Bregulla-Linke aus Utting. Sie gewann Gold in ihrer Altersklasse.

Die äußeren Bedingungen waren nicht gerade optimal. Nach einem kurzen Regenguss war der Rundkurs zu Rennbeginn sehr rutschig, doch der teils böige Wind „föhnte“ die Regenspritzer von der Strecke. „Der Natur kann für Dich oder gegen Dich arbeiten“, meinte Bregulla-Linke nach dem Rennen, mal ging’s mit Rücken- und dann wieder mit Gegenwind auf der zwei Kilometer langen Geraden zum Zielbogen dahin. Lange Windschattenzüge mit häufigen Wechseln versuchten der natürlichen Geschwindigkeitsbremse alles entgegenzusetzen.

Verbündete

So fanden sich „Verbündete unter Rennbedingungen“ und sobald es auf die Rückenwindgerade ging, erreichten sie Geschwindigkeiten bis zu 45 Kilometer pro Stunde. Keine leichte Aufgabe sei es dann gewesen, in diesem Tempo die Schlusskurve vor dem Ziel unfallfrei zu nehmen und sich danach eine günstige Windschattenposition zu erkämpfen. „Langstreckenrennen haben da ihre ganz besondere Eigenart und verlangen von den Sportlern alles ab, weil der Wettkampf aufgrund von Windschattenpositionen meistens erst in einem Schlusssprint entschieden wird“, weiß Bregulla-Linke aus Erfahrung.

Im stark besetzten Feld der „Masters-Skaterinnen“ behielt Claudia Bregulla-Linke, die für den Skate-Club Allgäu/Team Erdinger alkoholfrei startete, den Überblick und die Oberhand und sicherte sich den deutschen Meistertitel: Mit 3:40 Stunden über die 100 Kilometer landete sie zudem im Gesamtfeld der internationalen Elite auf Platz 6.

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