Vorbereitung auf der Zielgeraden

"Wir sind stark genug"

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Die beiden Nachwuchsverteidiger Johannes Eckebrecht (Bild) und Moritz Billes sollen an den Bundesliga-Kader der Red Hocks Kaufering herangeführt werden.

Kaufering – Die Saisonvorbereitung der Red Hocks Kaufering biegt auf die Zielgerade ein und die Kaderplanung ist fast abgeschlossen. Talente aus dem eigenen Nachwuchs sollen vier Abgänge gestandener Spieler kompensieren, mit Verstärkungen von außerhalb befindet man sich in Gesprächen. Auch das erste Vorbereitungsturnier ist absolviert: Der Renew Cup in Münster diente als erste Standortbestimmung. Im Pokal geht es wie gewohnt zunächst in die Ferne.

Anfang Juli hat das Team um Kapitän Maxi Falkenberger das Training aufgenommen, um sich auf die vierte Saison in Deutschlands höchster Spielklasse vorzubereiten. Während zunächst vor allem Fitnesstrainer Marc Ullius das Sagen hatte, flossen technische und taktische Elemente erst peu-à-peu und insbesondere seit zwei Trainingslagern in St. Ottilien wieder ein. Der Kader, der die Saison in Angriff nehmen wird, ähnelt dem bisherigen voraussichtlich auf den meisten Positionen, ein größerer Umbruch wie im Vorjahr bleibt aus. Vier Abgängen stehen vor allem Neulinge aus der eigenen Jugend gegenüber.

Mit Dennis Häringer tritt ein Urgestein vorläufig ab, ihn zieht sein Studium nach England. Ein Comeback ist allerdings nicht ausgeschlossen. Ähnlich verhält es sich bei Johannes Weh, der Kaufering in Richtung Köln verlässt. Er verteidigt für die Dragons Bonn in der 2. Bundesliga, könnte aber im Laufe der Saison vereinzelt im Trikot der Red Hocks auflaufen, denn seine Zweitlizenz bleibt in Kaufering. Studienbedingt brechen auch Stefan Bergmair und Kilian Tiefenthaler ihre Zelte ab.

Aufgefangen werden sollen die Abgänge vorrangig mit Nachwuchskräften. Schon im Laufe der letzten Saison war ein größerer Schwung an talentierten Eigengewächsen an den Kader herangeführt worden. Dominik Bürger, Stefan Dott, Leonard Renner, Dominik Stork, Ricardo Wipfler und Albert Sikora gaben allesamt ihr Bundesligadebüt und sollen auch im kommenden Jahr weiter reifen. Dazu gesellen sich seit Juli mit Moritz Billes und Johannes Eckebrecht zwei junge Verteidiger, die ebenfalls dem Nachwuchs entstammen. Während der 16-jährige Billes in der letzten Saison vor allem in der Regionalliga mit vielen Punkten auf sich aufmerksam machte, war der 15-jährige Eckebrecht noch in der Jugendliga unterwegs, wo er sich für die U17-Nationalmannschaft empfahl.

Daneben befindet man sich in Gesprächen mit weiteren möglichen Neuzugängen. „Der momentane Kader ist definitiv stark genug, um den Einzug in die Playoffs schaffen zu können“, blickt Spielertrainer Niels Hauser voraus. Eine erste Standortbestimmung erhielt seine Mannschaft am vergangenen Wochenende beim Renew Cup, wo man ein 2:6 und 8:9 nach Penaltyschießen gegen die Ligarivalen Lilienthal und Schriesheim sowie einem 5:5 und 7:3 gegen die ambitionierten Zweitligisten Bonn und Dümpten einfuhr. Während sich die Offensive in guter Frühform zeigte, präsentierte man sich defensiv noch anfällig und verspielte zum Teil deutliche Führungen. „Wir haben sehr gut gesehen, woran wir in den verbleibenden drei Wochen noch arbeiten müssen“, fasst Spielertrainer Daniel Szirbeck zusammen.

Der Bundesligastartschuss fällt am 17. September in Hamburg, eine Woche später kommen Weißenfels am Samstag und Chemnitz am Sonntag ins Kauferinger Sportzentrum. Ihren Auftakt im Pokalwettbewerb geben die Teams der Red Hocks fast schon traditionell in der Ferne: Die Losfee sah für das Bundesligateam ein Gastspiel bei Zweitligist USV TU Dresden vor. Die Regionalliga-Reserve kämpft in Tübingen um den Einzug in die nächste Runde.

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