Triathlon-Challenge Roth

Ausrufezeichen in Roth gesetzt

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Starke Leistung bei der Challenge Roth: Stefan Frühauf (Utting) wurde Gesamt 25. und Dritter in seiner Altersklasse.

Utting/Dießen – Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 2015 mit Team auf der Triathlon-Langdistanz hat Steffen Frühauf bei der Challenge Roth erneut für ein Ausrufezeichen gesorgt. Der 34-jährige Uttinger kam beim größten Langdistanz-Triathlon der Welt als 25. über die Ziellinie. Der Sportler vom Post SV Weilheim schaffte es damit in seiner Altersklasse auf Rang 3. Für seinen Dießener Vereinskollegen Dominic Wimmer war es ebenfalls ein ganz besonderes Rennen.

Roth geriet am vergangenen Wochenende nicht nur bundesweit, sondern auch international in die Schlagzeilen. Ironman-Weltmeister Jan Frodeno stellte mit 7:35:39 Stunden eine neue Weltbestzeit auf. Und Steffen Frühauf ging mit den Topstars um Jan Frodeno um 6:30 Uhr in den Main-Donau-Kanal, um die 3,86 Kilometer lange Schwimmstrecke in Angriff zu nehmen. Nach 59:22 Minuten verließ er das Wasser und stieg aufs Rad.

Hatte erhebliche Magenprobleme beim Radfahren: Dominic Wimmer (Dießen) landete dennoch im ersten Drittel.

Die Strecke durch den mittelfränkischen Landkreis Roth gilt als hügelig, aber dennoch sehr schnell. Die 180 Kilometer sind in zwei Runden zu bewältigen und dort legte der Poli­zei­hauptkommissar buchstäblich los wie die Feuerwehr: Frühauf brannte mit 4:40:37 Stunden (rund 38,5 km/h im Durchschnitt) eine super Radzeit auf den Asphalt. Nur 22. Athleten waren schneller als er. Nach dem Radfahren führte Frühauf sogar in seiner Altersklasse.

Der abschließende Marathon (42,195 Kilometer) bereitete dem Uttinger zunächst keine Probleme. Erst auf den letzten zehn Kilometern hatte er einen leichten „Durchhänger“. Mit einer beachtlichen Laufzeit von 3:06:32 Stunden erreichte der Hawaii-Teilnehmer von 2014 nach insgesamt 8:49:56 Stunden die Ziellinie. „Mein persönliches Ziel war wieder eine Zeit von unter neun Stunden. Mit zunehmender Renndauer wuchs die Zuversicht, dass es erneut damit klappen könnte. Aber erst ab Kilometer 21 beim Marathon wusste ich, dass auch eine Schwächephase auf den letzten Kilometern das Ziel nicht mehr gefährden dürfte.“

Absolutes Highlight

Im Ziel musste Frühauf auf seinen Vereinskollegen Dominic Wimmer einige Zeit warten. Der 33-jährige Dießener hatte, wie im KREISBOTEN berichtet, 21 Tage zuvor beim Ironman Austria bereits eine Langdistanz bestritten und ging mit dieser Vorbelastung ins Rennen. Die Auftaktdisziplin Schwimmen bewältigte er in 1:14:18 Stunden und fand auf dem Rad schnell seinen Rhythmus. Alles nach Plan. Auf den letzten 60 Kilometern aber musste Wimmer das Tempo aufgrund starker Bauchschmerzen arg drosseln. „Mir ging es zwischenzeitlich sehr schlecht und ich habe mir gedacht, dass ich mich irgendwie in die zweite Wechselzone retten muss.“ Mit einem Radsplit von 5:30 Stunden (32,5 km/h) wechselte er auf die Laufstrecke.

Den Marathon bewältigte Dominic Wimmer in 3:49:42 und erreichte nach 10:42:22 Stunden auf Rang 710 immerhin noch locker im vorderen Drittel aller Teilnehmer das Ziel. „Zwei Langdistanzen in drei Wochen zu absolvieren ist schon verrückt, aber vor allem das Rennen in Roth war ein absolutes Highlight, das man als Triathlet einfach mal mitgemacht haben muss“, schwärmte Wimmer nach der Challenge.

In der Sonderwertung „Weltmeisterschaft der Feuerwehrleute“ kam der stellvertretende Vorsitzende der Dießener Wehr auf Rang 23

Wolfgang Weinmann

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