Mit Geduld zum Sieg

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Trainer Sofian Marrague (am Ball) griff in der zweitenHälfte selbst ein. Sein Team erspielte sich so den Sieg gegen Sonthofen. Weitere Fotos: www.kreisbote.de/lokalsport.

Landsberg – Unter schwierigen Bedingungen mussten die Landsberger Handballer zu Hause gegen den TSV Sonthofen antreten. Verletzungsbedingt war der Kader ziemlich geschwächt – kann man gegen den Tabellenletzten natürlich schnell mal schlecht aussehen. So hatte sich Trainer Sofian Marrague entschlossen unter Umständen auch wieder aktiv einzugreifen. Mit Geduld und einer Steigerung im Angriff erspielte man sich einen am Schluss deutlichen Erfolg.

Auch mit der dezimierten Truppe begannen die Landsberger das Spiel erfolgreich. Bald war man mit Gegenstößen und von Kai Roth sicher verwandelten Siebenmetern auf 4:1 (7.) weggezogen. Dann hatte sich der Gegner besser auf den Landsberger Angriff eingestellt. Jetzt taten sich die Lechstädter sichtlich schwer zum Erfolg zu kommen. In der ungewohnten Besetzung gelang es nicht so recht Druck auf die Sonthofer Abwehr aufzubauen. Allerdings war der Gästetorhüter auch nicht so leicht zu überwinden. Sonthofen nutzte das und erarbeitete sich schließlich den Ausgleich (4:4/13.). Aber die Landsberger Abwehr und ein aufmerksamer Dominik Keller im Tor machten nun den Laden dicht. 10 Minuten ließen sie kein Gegentor mehr zu. Auch in Unterzahl hielt man den Kasten sauber und konnte im Angriff sogar noch punkten. Insgesamt war die Partie in dieser Phase torarm (6:4/18.). Die Landsberger blieben jedoch geduldig, arbeiteten weiter und als Dominik Keller noch einen Siebenmeter hielt war die 9:7-Führung zur Pause gesichert.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs griff dann im Angriff Sofian Marrague ein. Landsberg zeigte nun immer mehr sein spielerisches Potential, sogar in doppelter Unterzahl kam man zum Erfolg (10:7/32.). Die heimische Abwehr blieb weiter stabil und im Angriff kam man nun immer besser in Fahrt und brachte die Bälle auch im gegnerischen Tor unter, der Vorsprung begann zu wachsen (14:9/39.). Den Treffer zum 17:10 steuerte der Trainer selbst noch bei (42.). Die aufmerksame Abwehr eroberte immer wieder Bälle, die zu Gegenstößen genutzt wurden (20:10/47.). Souverän spielte man nun die Partie zu Ende und bot den zahlreichen Fans eine unterhaltsame Vorstellung. „Also ich will wirklich kein Spielertrainer werden, davon halte ich gar nichts, das soll die absolute Ausnahme bleiben, aber heute waren wir im Rückraum einfach zu knapp, das war schon fast das letzte Aufgebot“, erläuterte Trainer Sofian Marrague seinen Einsatz. „Auch unter diesen schwierigen Bedingungen haben die Jungs das gut gelöst, sind nicht nervös geworden. Aber jetzt müssen wir nach vorne schauen, in Gröbenzell wird das eine andere Anforderung“.

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