Frust weicht Freude

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Momentan stehen die Red Hocks – hier Andreas Finkenzeller – auf Platz 5. Am Samstag erwarten sie den ungeschlagenen UHC Weißenfels auf Kauferinger Boden.

Kaufering – Am Ostersonntag waren die Löwen vom MFBC Leipzig im Kauferinger Sportzentrum zu Gast. Trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung unterlagen die Red Hocks im direkten Duell um die Playoffteilnahme, qualifizierten sich aber dennoch für die Meisterschaftsspiele.

Vor Anpfiff der Partie deutete vieles auf ein Endspiel für beide Teams hin. Kaufering konnte mit einem Sieg den vierten Tabellenplatz und damit eine hervorragende Ausgangslage für die Playoffs sichern, mit einer Niederlage sogar noch ganz aus den Playoffs rausrutschen. Für Leipzig sah die Situation ähnlich aus.

Mit Niederlage in die Playoffs

Von Beginn an agierten beide Teams sehr konzentriert, riskierten nach vorne wenig und waren auf eine stabile Defensive bedacht. Obwohl Leipzig das Spiel zu kontrollieren schien, gelang der erste Treffer den Red Hocks. Die Messestädter brachten den Ball vor dem eigenen Tor nicht weg, Dennis Häringer schaltete am schnellsten und überwand Gäste-Goalie Patrick Schmidt. In der 10. Minute zappelte der Lochball dann auch zum ersten Mal im Tor der Gastgeber. Damit begann, ähnlich wie in den Spielen zuvor, Kauferings einzige größere Schwächephase mit einigen Unkonzentriertheiten, die dem MFBC bis zur 19. Minute eine komfortable 1:4-Führung ermöglichte.

Das zweite Drittel startete ähnlich wie die ersten 20 Minuten. Die Löwen wirkten leicht überlegen, die Gastgeber spielten jedoch gut mit und ließen nur wenig zu, sodass die Führung zunächst nicht ausgebaut werden konnte. In der 30. Minute bekamen die Red Hocks einen Penalty zugesprochen, den Kapitän Maxi Falkenberger souverän verwandelte. Defensiv weiter konzentriert agierend, erspielten sich die Roten nun auch vorne immer mehr gute Chancen. Ein Doppelschlag innerhalb von 15 Sekunden bedeutete dann sogar den Ausgleich.

Zunächst lief Johannes Weh bei einem Konter sämtlichen Gegenspielern davon und vollendete mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck. Den Ausgleich besorgte dann Dennis Häringer mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag. Das 4:4 währte allerdings nicht lange. Eine schlechte Absprache in der Hintermannschaft der Gastgeber ließ den Mitteldeutschen Floorballclub wieder auf 4:5 vorlegen. Mit einem starken 3:1-Mitteldrittel kam wieder die Hoffnung zurück, dass man die gut aufgelegten Leipziger doch noch bezwingen könnte. Auch im letzten Drittel waren die Red Hocks zu Beginn auf Augenhöhe. Den ersten guten Leipziger Angriff konnte Tobias Hutter gerade noch vereiteln, als er für den schon geschlagenen Rudolf Heidu auf der Torlinie rettete. Da Hutter aber mit dem Fuß im Schutzraum stand, entschieden die Schweizer Schiedsrichter auf Penalty, den Ronkanen versenkte – 4:6.

Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beirren, spielten weiter munter nach vorne und erspielten sich ein Chancenplus, waren aber zu uneffektiv, mehrfach vergab man aus aussichtsreichen Positionen. Auch das Powerplay, das in den letzten Wochen für einige Tore sorgte, konnte wenige Minuten vor Ende nicht genutzt werden. So blieb als letzte Option nur noch das Herausnehmen von Rudolf Heidu zugunsten eines weiteren Feldspielers. Auch hier wollte kein Tor für die Roten fallen. Vielmehr schlug eine Bogenlampe von Novotny von der Mittellinie im verwaisten Kasten zum 4:7 ein. Ein weiteres Powerplay konnte Julian Rüger Sekunden vor Schluss noch zum 5:7 verwerten, damit war die Niederlage besiegelt.

Der Frust hielt sich jedoch nicht lange, denn zeitgleich zum Schlusspfiff in Kaufering wurde auch bekannt, dass Wernigerode Hamburg geschlagen hatte, sodass mit den Hanseaten der letzte Playdown-Teilnehmer gefunden war und die Red Hocks gleichzeitig den Sprung in die Playoffs trotz der Niederlage geschafft hatten.

Momentan stehen die Roten nun auf Platz 5, spielen am kommenden Samstag ab 18 Uhr aber zu Hause gegen den übermächtigen und noch ungeschlagenen UHC Weißenfels. BAT Berlin – derzeit Sechster mit einem Punkt Rückstand auf die Kauferinger – hat mit dem Tabellenachten Chemnitz einen vermeintlich leichten Gegner vor der Brust, sodass es nicht unwahrscheinlich ist, dass die Red Hocks noch auf den sechsten Platz zurückfallen.

Dennoch ist sicher, dass die Mannschaft von Trainer Rasso Schorer in den Playoffs dabei ist. Was dort möglich ist, weiß Schorer: „Zunächst mal können wir stolz sein, mit dieser sehr jungen Mannschaft den Klassenerhalt nun sicher geschafft zu haben und zum dritten Mal in Folge in den Playoffs dabei sind. Dort geht es höchstwahrscheinlich gegen Leipzig oder Wernigerode, beide haben wir in dieser Saison schon geschlagen.“

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