Ungeschlagene TSV-Kicker

Marschroute: Klassenerhalt

+
Der Elfmeter ging daneben: Rainer Storhas.

Landsberg – Viel besser kann man nicht in die Saison starten: die Bayernliga-Fußballer des TSV Landsberg hielten sich auch beim Aufsteiger in Erlbach mit 2:0 schadlos und gehören damit zu den sechs Teams, die nach drei Spieltagen mit sieben Punkten in der Tabelle vorne stehen.

Nach dem verdienten Auswärtssieg war Trainer Sven Kresin dementsprechend zufrieden. „Gegen Schwabmünchen waren wir gut, in Wolfratshausen war es schwer, in Erlbach eklig. Wenn man dann sieben Punkte hat und zweimal zu Null gespielt hat, ist man natürlich schon zufrieden.“ 

Gut zehn Kilometer vor der österreichischen Grenze war seine Mannschaft im 1200-Einwohner-Dorf auf den erwarteten Fünfer-Abwehrriegel getroffen, hatte die Defensiv-Strategie der Gastgeber allerdings schnell über den Haufen geworfen. Als gerade einmal eine gute Minute gespielt war, köpften die Erlbacher einen Abschlag von Heiland nicht weit genug weg und Salemovic setzte den Ball aus 25 Metern volley zum 0:1 in den Winkel. „Danach tut man sich dann gegen einen solchen Gegner schon etwas leichter“, befand der Trainer. 

So ließ man sich die Hausherren danach an der eigenen Defensive abarbeiten, die aber nicht viel zuließ. „Der Abwehrverbund mit Knechtel und Nichelmann hat gut gearbeitet, Heiland war gewohnt solide“, meinte Kresin. Im Angriff strahlten die TSV-Kicker zwar keine große Dominanz aus, auch Salemovic ist offenbar noch nicht wieder ganz in der Form der Vorsaison. „Er geht noch nicht in die Dribblings, die wir von ihm kennen“, so der Trainer, „aber er sammelt von Spiel zu Spiel Substanz. Ich bin froh, dass wir ihn haben, er hat seine Qualitäten dann genutzt“. 

Die herausragenden Anlagen des 26-Jährigen reichten, um die Partie zu entscheiden. Nach 85 Spielminuten im Erlbacher Sportpark versenkte der Spielmacher den Ball nach einem direkten Freistoß aus gut 20 Metern zum 2:0 im Torwinkel. Einen noch deutlicheren Sieg vergab in der 89. Minute Rainer Storhas, der mit einem schwach geschossenen Elfmeter an Keeper Malec scheiterte – bereits der zweite vergebene Strafstoß im dritten Saisonspiel. 

Dass SVE-Trainer Robert Berg anschließend kundtat, der Unterschied zwischen „zwei Teams auf Augenhöhe“ sei vor allem Salemovic gewesen, will Sven Kresin nicht stehenlassen. „Wir haben eine gute und kompakte Leistung abgeliefert. Zu den fußballerischen Qualitäten des Gegners möchte ich mich nicht äußern, aber es könnte insgesamt schon eine schwierige Saison für sie werden.“ Dagegen hat man beim TSV die Marschroute, möglichst schnell viele Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, bislang erstklassig umgesetzt. 

Am kommenden Sonntag (17 Uhr) erwartet die noch ungeschlagenen Landsberger allerdings beim FC Pipinsried eine schwere Aufgabe. Zwar verlor die Truppe von Präsident und „Alleinherrscher“ Konrad Höß am Wochenende mit 0:1 in Unterföhring, Kresin macht sich aber über die Höhe der Hürde im Dachauer Hinterland keine Illusionen. „Die haben sich bärenstark verstärkt, unter anderem mit einem Ex-Profi in der Abwehr.“ 

Er selbst habe in der neuen Saison zwar noch keine Möglichkeit gehabt, „Pipi“ spielen zu sehen, „aber dort weiß man auch, was für Qualitäten wir in der Offensive haben. Man wird uns vermutlich kein offenes Spiel anbieten.“ Auch die nächsten Aufgaben haben es in sich. Mit Sonthofen (Mittwoch, 5. August um 18.30 im Hacker-Sportpark) und bei 1860 Rosenheim (Samstag, 8. August) warten zwei Teams, die ebenfalls noch ungeschlagen vorne stehen. Am 15. August kommt dann Regionalliga-Absteiger und Topfavorit Heim- stetten nach Landsberg.

Christoph Kruse

Meistgelesene Artikel

Die heiße Phase beginnt

Landsberg – Nach einem ­Déjà-vu in Geretsried, wo die Partie erneut nicht zu Ende gespielt wurde, schlossen die Eishackler vom HC Landsberg am …
Die heiße Phase beginnt

Endstation Zugspitzfinale

Penzing/Fuchstal – Die Erwartungen der beiden Landkreisvertreter bei den Zugspitzmeisterschaft im Futsal in Fürstenfeldbruck waren im Vorfeld gering. …
Endstation Zugspitzfinale

Olympia als höchstes Ziel

Dießen – „Unsere Sportler repräsentieren Dießen über die Gemeindegrenzen hinaus“, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch anlässlich der Sportlerehrung …
Olympia als höchstes Ziel

Kommentare