Tolle Moral, aber kein Sieg

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Trotz der neun Tore von Alex Neumeyer (Foto) verloren die Handballer des TSV Landsberg gegen den SC Gröbenzell mit 34:35.

Landsberg – Da lagen aber Licht und Schatten sehr nah beieinander, beim ersten Heimspiel der TSV-Handballer in der Bezirksoberliga. Zunächst hielten sie gegen den SC Gröbenzell gut mit, gerieten dann man völlig ins Hintertreffen und hätten zum Schluss das Spiel fast noch gedreht. So aber blieb es bei einer schmerzlichen 34:35-Nie­derlage.

Beide Teams begannen mit Volldampf, Gröbenzell war zunächst erfolgreicher, dann glich Landsberg in der zehnten Minute zum 6:6 aus. Der TSV-Angriff funktionierte, man war regelmäßig erfolgreich, Gröbenzell überzeugte jedoch mit schnellem Umschaltspiel und kam so meist postwendend zum Gegentreffer. Dann ließ die Chancenverwertung der Lechstädter nach und in der Abwehr tat man sich zunehmend schwer mit dem schnellen, beweglichen Spiel der Gäste. So begannen diese einen Vorsprung auszubauen.

Die Mannen um Coach Sofian Marrague kämpften, doch im Angriff ging immer weniger und wenn es einmal gut lief, dann krachte der Ball an den Pfosten. Gröbenzell dagegen schaffte immer wieder die offensive Landsberger Abwehr so in Begegnung zu bringen, dass sich Lücken auftaten, die sie effektiv nutzen. So wuchs der Vorsprung weiter: mit einem 14:21 ging’s in die Pause.

Aufgeben gab es für Lechstädter natürlich nicht. In der zweiten Hälfte kamen sie mit großen Einsatz ins Spiel zurück und begannen den Vorsprung zu verkürzen. Aber näher als fünf Punkte kam man zunächst nicht heran. Die Gäste zeigten sich weiter treffsicher und nutzen jeden Ballverlust zu schnellen Gegenangriffen. In der 45. Minute konnten sie sogar wieder auf 21:29 vorlegen.

Nach einer Auszeit zeigte sich die Landsberger Abwehr immer stabiler und störte mit großen Engagement die Gröbenzeller Angriffe. Beim Treffer zum 25:29 (50.) tobte die voll besetzte Halle. Mit dem Publikum im Rücken ging die Landsberger Aufholjagd weiter, drei Minuten später war man auf drei Tore dran (27:30). Die fälligen Strafwürfe verwandelte Alexander Neumeyer sicher zum 30:32, doch ohne Gegentreffer blieb es eben auch nicht.

So gelang es in der dramatischen Schlussphase nicht, entscheidend zu verkürzen. Neu­- meyer blieb es schließlich vorbehalten, per Siebenmeter in den letzten Sekunden noch das 34:35 zu markieren – aber zum Ausgleich reichte es nicht mehr. „In der Abwehr hatten wir in der ersten Halbzeit erhebliche Probleme, da haben wir es unseren Gegnern leicht gemacht“, analysierte TSV-Coach Marrague nach der Partie. Aber es sei beeindruckend gewesen, wie die Mannschaft im zweiten Durchgang zurückgekommen sei. „Darauf können wir aufbauen.“

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