Sieg zum Abschied

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Rosen und einen Sieg zum Abschied gab es für Trainer Falko Jahn von „seinen“ Handball-Mädels.

Landsberg – Im letzten Spiel der Saison gelang den Landsberger Handball-Damen nicht der Überraschungserfolg gegen den Meister aus Waltenhofen. Gleichzeitig machten sie ihrem scheidenden Trainer Falko Jahn das schönste Geschenk, das man einem Trainer zum Abschied machen kann: Einen Sieg gegen den Meister.

Nach über drei Jahren beendet Falko Jahn aus beruflichen Gründen seine erfolgreiche Trainertätigkeit bei den Landsberger Handballerinnen. Nachdem er während der Saison eingestiegen war, hatte er mit seiner Mannschaft noch den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga erreicht. Nach dem freiwilligen Abstieg, hat er die Mannschaft im letzten Jahr wieder in die Liga zurückgeführt und in dieser Saison mit ihnen einen unerwarteten 4. Platz erreicht.

Die Landsbergerinnen stellten vom Anpfiff weg eine starke Abwehr hin und unterbrachen so immer wieder den gegnerischen Spielfluss. Auch im 1:1 ließen sie sich lange nicht überwinden. So dauerte es bis zur 9. Minute bis die Gäste zum ersten Tor kamen, für sie sichtlich ungewohnt. Aber auch die Gastgeberinnen mussten im Angriff geduldig sein. Gegen den massiven Waltenhofer Abwehrriegel fand man lange den Schlüssel nicht (2:2/11.).

Aber mit schnellem beweglichem Spiel und mit überraschenden Anspielen, gelang es dann doch immer wieder Lücken zu reißen und zum Erfolg zu kommen. Die Gäste dagegen lebten von ihrer individuellen Durchsetzungsfähigkeit und zeigten da Qualitäten. Trotzdem blieb die Partie lange relativ torarm (5:5/18.). In der 27. Minute gelang den Gästen mit einem schönen Kreisanspiel ihre einzige Führung zum 7:8. Aber bis zur Pause hatten die Landsbergerinnen wieder die Nase vorn (9:8.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Gastgeberinnen im Angriff immer mehr Druck und begannen langsam einen kleinen Vorsprung aufzubauen (13:10/35.). Jetzt fanden auch ihre Rückraumwürfe immer wieder ihr Ziel. Sogar in Unterzahl war man erfolgreich (15:11/37.). Waltenhofen gab sich aber nicht so einfach geschlagen und nutzte Landsberger Fehler konsequent, um sich wieder heran zu kämpfen (17:16/42.). Aber irgendwie musste man um die Landsbergerinnen keine Angst haben. Sie blieben ruhig und konterten mit der sicheren Siebenmeterschützin Lisa Hierstetter zum 18:16. Das bauten sie zum 21:16 (49.) aus, wieder in Unterzahl.

Sie hielten souverän das Niveau bis zum Schluss und konnten sich so über einen klaren 27:20 Erfolg freuen. Damit haben sie in der Saison jede andere Mannschaft der Liga mindestens einmal geschlagen. Das gefiel natürlich auch dem Landsberger Trainer Falko Jahn „das ist ein super Abschiedsgeschenk, es war wirklich eine schöne Zeit mit der Mannschaft. Da kann ich mich nur bedanken, aber ich muss jetzt andere Prioritäten setzen. Und natürlich war das heute eine ganz starke Leistung, habe ich doch immer gesagt, die haben was drauf die Mädels.“

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