TSV verliert gegen Bruck

Erfolgsserie abgerissen

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Eigentlich verlief die Partie zwischen dem TSV Landsberg und dem SC Fürstenfeldbruck nur durchschnittlich hart – dennoch zückte der Schiedsrichter achtmal Gelb, davon sechsmal gegen die Verlierer vom Lech.

Landsberg – Nach zwei Monaten mit fünf Siegen und einem Unentschieden hat es den TSV Landsberg ausgerechnet im Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck wieder einmal erwischt: Darin unterlag man mit 0:1 (0:1), da man an diesem Tag einige gute Chancen teilweise fast leichtfertig vergab.

Allerdings hatte auch der Unparteiische seinen Anteil daran, dass es für die Landsberger kein erfreulicher Nachmittag wurde. Zunächst wollte er Salemovic schon in der 5. Minute die Gelbe Karte wegen angeblicher Schwalbe zeigen – konnte das aber nicht, weil er seinen Kartensatz vergessen hatte, wie er beim vergeblichen Griff in die Brusttasche feststellte. Der Assistent an der Linie half aus und der Schiedsrichter machte von den Ersatzkarten dann fleißig Gebrauch: Insgesamt achtmal zog er in einer durchschnittlich harten Partie allein gegen die TSV-Spieler Gelb, zweimal gegen die Brucker. „Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt soviele Fouls begangen haben“, wunderte sich nicht nur Trainer Sven Kresin über die Flut an Verwarnungen.

Doch auch wenn der Referee zudem sowohl Salemovic (32.) und dem nach vorne geeilten Heiland (90.+2) einen möglichen Elfmeter verweigerte, mussten sich die Gastgeber an diesem Nachmittag unter dem Strich an die eigene Nase fassen, dass sie diese Partie unglücklich verloren. Dem einzigen Treffer des Tages ging ein Schnitzer in der Verteidigung voraus, nach einem langen Ball machte sich Nickoy Ricter mit einer einfachen Drehung davon und ließ Heiland mit seinem Heber keine Abwehrchance (34.). Kurz vor der Pause konnte der Landsberger Keeper dagegen einen Schuss von Maurer gerade noch zur Ecke lenken. Das war es dann aber auch mit den Gelegenheiten der Gäste, die sich ansonsten geschickt darauf verlegten, vor allem das Landsberger Aufbauspiel zu stören.

Dass es für Bruck trotzdem zum Sieg reichte, war aber auch der schwachen Chancenverwertung des TSV geschuldet. Fünf Landsberger Schüsse wurden kurz vor der Linie irgendwie noch abgeblockt, Knechtel vergab einen sehr aussichtsreichen Kopfball (29.), der durchgebrochene Süß ließ sich kurz vor dem Strafraum den Ball noch abgrätschen (60.), Sanktjohanser schoss das aufspringende Spielgerät aus drei Metern weit über das Tor (72.) und in der Schlussminute setzte Fülla einen Volleyschuss aus zehn Metern ans Außennetz.

„Wir hätten wohl noch zwei Stunden spielen können und nicht getroffen“, so Sven Kresin, der mit seiner Mannschaft nach der gerissenen Erfolgsserie aber nicht zu hart ins Gericht gehen wollte. „Es gab auch viel gutes zu sehen, zum Beispiel, dass die Mannschaft nicht aufgehört hat und bis zum Schluss gezeigt hat, dass sie wollte. Einsatz und Moral haben auch diesmal gestimmt, leider ist es uns nicht gelungen, daraus Profit zu schlagen.“ Groß in die Fehlerananlyse müsse man deshalb nicht einsteigen, auch wenn ihm schon beim 2:1-Sieg in Thannhausen eine Schwachstelle aufgefallen war: „Auch da bekommen wir das Gegentor nach einem Fehler bei einem langen Ball. Das müssen wir abstellen und diese Bälle besser verteidigen.“

Motivation genug

Ansonsten habe er das 0:1 schon abgehakt –nächste Gelegenheit wieder zu punkten besteht am Sonntag (14 Uhr) in Mering, sofern der Platz nach den angekündigten Schneefällen bespielbar ist. Die Landsberger wären sicher interessiert daran, dass gespielt wird, immerhin hat ihnen Merings Trainer Günter Bayer eine schöne Vorlage gegeben. Landsberg sei seiner Meinung nach „nicht die Spitzenmannschaft“, die sich an der Tabellenspitze halten werde, soll der 60-Jährige unlängst auf einer Pressekonferenz gesagt haben. Seinem Trainerkollege Sven Kresin ist das gerade recht. „Das ist doch wunderbar, da muss ich gar nicht mehr anfangen, meine Spieler zu motivieren, das ist schon erledigt.“ Kresin hofft, dass er in Mering auch wieder auf Stürmer Stefan Strohhofer zurückgreifen kann, der mit Oberschenkelproblemen gegen Bruck ausgewechselt wurde. Kresin: „Es ist eine Verhärtung, die jetzt behandelt wird. Ich glaube aber, das Spiel in Mering wird er sich nicht entgehen lassen."

Christoph Kruse

Chancen vertan

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