Alkoholfrei zu Bronze

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Bei der Verleihung der „Sterne des Sports“ (von links): Rainer Waschke, Anja Röck und Harald Götze (JC Samurai), Stefan Jörg (VR-Bank), Laura Enders-Brenner, und Anton Weber (SV Prittriching), Klaus Schmalholz (VR-Bank), Anja Lederer und Barbara Pietsch (TV Prittriching), Manfred Doll (VR-Band), Leonhard Westermeier (TV Prittriching), Magnus Höfler und Marie Therese Scheck (SV Igling).

Landsberg – Die Qual der Wahl war zu groß: Statt der vorgesehenen drei hat der Beirat im BLSV-Sportkreis 15 gleich vier Vereins-Initiativen mit dem „Stern des Sports in Bronze“ ausgezeichnet. Diesmal ging der 1. Platz an den Judo-Club Samurai in Landsberg.

Die Judoka haben eine außergewöhnliche Aktion ins Leben gerufen: Bei Vereinsfesten und Feiern verzichten sie komplett auf den Ausschank von alkoholischen Getränken. Für die Teilnahme an der Aktion „Alkohol­frei genießen“ erhielten die Samurai bereits eine Dankesurkunde vom Deutschen Olym­- pischen Sportbund (DOSB) und der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. „Eine tolle Sache, die zeigt, dass man auch gemeinsam feiern und dabei Spaß haben kann, ohne dass Alkohol im Spiel sein muss.“ Der Judoklub vertritt den Landkreis Landsberg nun zunächst bayernweit, wenn es um den „Stern des Sports in Silber“ geht. Die Landessieger bewerben sich dann in Berlin um Gold, wobei der Bundessieger abwechselnd von Bundeskanzlerin und Bundespräsident ausgezeichnet wird.

Auf dem 2. Platz im Landkreis landete der SV Igling mit einer Maßnahme, die sich viele Eltern auch an anderen Orten wünschen würden: Zusammen mit den Gemeinden Igling, Hurlach und Holzhausen organisiert man eine Ferienbetreuung für Grundschulkinder, die Teilnehmerzahlen sind seit vergangenem Jahr deutlich gestiegen. Schmalholz: „Das ist gerade für Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, eine sehr nützliche Sache. Kaum jemand hat zum Beispiel im Sommer sechs Wochen Urlaub am Stück – die Kinder aber solange Ferien.“

Den 3. Rang teilen sich zwei Vereine aus Prittriching. Der dortige Turnverein bietet bereits seit sechs Jahren „Gesundheitssport“ an, mit dem man auch auf den demografischen Wandel reagiert. Im SVP belegten die Volleyballerinnen einen Grundkurs in Gebärdensprache, um sich so mit ihrer gehörlosen Teamkollegin besser ver­ständigen zu können.

Für die dritten Plätze überreichte die VR-Bank jeweils einen Scheck über 1000 Euro Preisgeld, für Rang zwei gab es 1500 und für die siegreichen Samurei 2000 Euro. Christoph Kruse

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