Offener Schlagabtausch

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Zuhause erneut siegreich: Die Red Hocks gegen die Chemnitzer Floor Fighters.

Kaufering – Nach dem 5:2-Sieg im Pokal letzte Woche bei den Floor Fighters wollten Kauferings Floorballer am vergangenen Sonntag nachlegen und die Chemnitzer auch in der Liga auf Abstand halten. Am Ende stand ein 6:4-Erfolg zu Buche.

Erst eine Woche zuvor standen sich die beiden Teams im Pokal in Chemnitz gegenüber. Nun wollten die Red Hocks auch zu Hause gegen die Floor Figthers gewinnen. Die Ausgangslage war jedoch eine andere. Die Sachsen traten dieses Mal mit voller Kapelle an, dagegen hatte die Kauferinger die einmal mehr überragende Zuschauerfront im Rücken. 

Ein wichtiger Sieg

Das Spiel begann erwartet spannend. Bei einem offenen Schlagabtausch kreierten beide Teams viele gute Chancen, die aber durch solide Abwehrarbeit oder die beiden gut aufspielenden Goalies zunichte gemacht wurden. Auch eine Überzahl der Chemnitzer aufgrund eines Handspiels von Finkenzeller in der dritten Minute konnte nicht genutzt werden. Dann war es die individuelle Klasse des finnischen Legionärs Manninen, der den Gästen die Führung brachte (8.). 

Nach einem Freischlag fand er die Lücke und traf ins rechte obere Kreuzeck. Nur eine Minute später war es Rüger, der ebenfalls nach einem Freischlag unmittelbar vor dem Chemnitzer Tor verwandelte. In der Folge ging es wieder munter hin und her, bis zur ersten Pausensirene konnte nur noch Finkenzeller eine Chance nutzen, als er überlegt zur Führung einschob (13.) Der zweite Abschnitt begann vielversprechend. Falkenberger zieht hinter dem Tor entlang, spitzelt den Ball zu Szirbeck und dieser verwandelt aus spitzem Winkel (22.). Kurz darauf musste Gästeakteur Enrico Franze nach einem Zweikampf an der Bande behandelt werden, weshalb das Spiel für einige Minuten unterbrochen wurde. 

Als es weiterging, war der Faden bei beiden Teams ein wenig verloren gegangen, es wurde ruppiger und unkontrollierter. Nach neun Minuten im Mitteldrittel war es dann Martin Klöck, der den Ball mit einem Weitschuss zum 4:1 im Netz zappeln ließ. Zwei Minuten später durfte dann der Chemnitzer Jezek für fünf und der vorherige Torschütze Rüger für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Beide waren nach einem Zweikampf aneinander geraten. Auch im Vier-gegen-Vier und in der darauffolgenden dreiminütigen Überzahl war das Spiel relativ zerfahren. Kurz vor der Pause verkürzte Chemnitz tschechischer Torjäger Jezek dann noch einmal auf 4:2. Die Gäste kamen erwartungsgemäß mit viel Druck aus der Kabine, ohne dass die Red Hocks ein geeignetes Gegenmittel fanden, weshalb die Floor Fighters immer wieder zu gefährlichen Chancen kamen. 

Einige wurden von Dahme vereitelt, doch in der 45. Spielminute war es wieder Jezek, der einen Abpraller im Gehäuse der Red Hocks versenken konnte. Das Spiel wurde zunehmend spannender. Der Drangphase der Gäste konnte weitestgehend standgehalten werden, so richtig befreien konnte man sich aber nur über Konter. Drei Minuten vor Ende der Partie konnte dann wieder Finkenzeller auf Zuspiel von Tobisch einnetzen. Das Spiel schien ent- schieden, doch Chemnitz nahm den Goalie vom Feld und kam durch die daraus entstandene Überzahl postwendend zum erneuten Anschlusstreffer. Doch die Spannung hielt nur kurz an. Nur einige Sekunden später eroberte abermals Finkenzeller den Ball und konnte ins leere Tor zum 6:4 einschieben. Die Gäste holten sich in der Folge des Gegentores noch eine 10-Minuten-Strafe ab, weshalb die letzten 90 Sekunden durch die Hausherren entspannt in Überzahl heruntergespielt werden konnten. 

Nächste Woche geht es zum Auswärtsspiel nach Halle, weitere drei Punkte im Biberbau, würden einen gelungenen Saisonstart perfekt machen.

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