Nervenschlacht zum Saisonauftakt

Ein irres Comeback

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Drunter und drüber ging es beim Saisonauftakt zwischen Landsberg und Fürstenfeldbruck. Nach einem packenden Aufeinandertreffen teilten sich beide Teams die Punkte.

Landsberg – Werbung für den American Football haben die Landsberger X-Men bei ihrem Saisonauftakt im Sportzentrum betrieben. Zunächst nicht ganz freiwillig, denn der Beginn gegen Fürstenfeldbruck misslang gründlich. Doch die Hausherren steckten nicht auf, nach rasanter Aufholjagd und zwischenzeitlicher Führung endete das Derby mit 41:41.

In ihr bereits drittes Jahr in der Regionalliga Süd sind Landsbergs Footballer, die X-Men, am Samstag gegen die Razorbacks aus Fürstenfeldbruck gestartet. Gleich zum Auftakt stand bei bestem Footballwetter ein Derby gegen einen ambitionierten Gegner im Landsberger Sportzentrum an. Trotz zahlreicher Ausfälle sowie der Verletzung des amerikanischen Importspielers Luke Wildung waren die Hausherren fest entschlossen, gleich zu Saisonbeginn ein Ausrufezeichen zu setzen.

Bei der Gegenüberstellung der Captains gewann Landsberg den Münzwurf und entschied, den Ball zu „receiven“. Jedoch gelang es nicht, an die guten Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen. Die zahlreichen Landsberger Fans durften sich im ersten Quarter nur über einen Touchdown freuen, bei dem Simon Annen erfolgreich war. Aus dem darauffolgenden Field Goal wurde nichts, der Extrapunkt blieb aus. Fürstenfeldbruck machte es etwas besser, der erste Abschnitt endete mit 6:7 für die Razorbacks.

Der nächste Rückschlag folgte gleich zu Beginn des zweiten Viertels. Mit einem Muskelfaserriss in der Wade gesellte sich Sascha Wein auf die sowieso schon lange Verletztenliste. Landsberg war nun völlig von der Rolle.Die Defensive hatte dem regelrechten Sturmlauf der Fürstenfeldbrucker kaum etwas entgegenzusetzen. Auch der Offensive gelangen keine Akzente mehr. So verabschiedeten sich beide Teams mit einem Zwischenstand von 6:26 in die Halbzeitpause.

Nach Wiederbeginn sollte alles besser werden – und das gelang. Die Defensive stabilisierte sich und auch die Offensive nahm die Punktepro­duktion wieder auf. Durch Touchdowns von Triston McCathern und Patrick Kroiß ging das dritte Quarter an die Hausherren, der Rückstand schrumpfte auf 20:33. Die Grundlage für die Aufholjagd war gelegt und die X-Men drehten weiter auf. Die Defensive verhinderte den ersten Drive der Razorbacks, woraufhin die Offensive ihre Chance nutzte. Dominik Schäfer punktete und verkürzte weiter. Die Spannung stieg und erstmals gingen die Gastgeber durch Quarterback Trent Cummings in Führung. Die Razorbacks konnten sich des Landsberger Drucks kaum mehr erwehren und Simon Annen erhöhte auf 41:33. War das die Vorentscheidung? Mitnichten, denn in den letzten Minuten nahm das Geschehen weiter an Dramatik zu.

m Ende schwanden die Kräfte, die X-Men schafften es nicht, die Führung über die Zeit zu bringen. Mit einem 41:41 trennten sich beide Teams unentschieden. „Dennoch kann man stolz auf solch eine Rückkehr ins Spiel sein. Wir hoffen, genau so weiter machen zu können“, zeigt sich Vizepräsident Harald Göbel nicht unzufrieden. Die nächste Herausforderung steht Landsbergs Regionalligafootballern am Samstag bevor. Bei den Burghausen Crusaders ist um 17 Uhr Kickoff.

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