Wieder eine Niederlage

Das verflixte dritte Viertel

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Bis zur Halbzeit war der X-Press gegen Neu-Ulm noch im Rennen, im dritten Viertel gelang dann aber nichts mehr.

Landsberg – Bis zur Halbzeit hielt man sich beim Tabellenführer der Football-Regionalliga wacker, dann folgte das berüchtigte dritte Viertel, in dem der Landsberg X-Press seine Chancen auf einen Erfolg wieder einmal aus der Hand gab. Zum Schluß hieß es bei den Neu-Ulm Spartans 35:14 für die Gastgeber.

Zur Halbzeit war man beim Stand von 21:14 noch gut im Rennen, was angesichts des Ausfalls von Quarterback Brandon Watkins nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. Zwar warf Christian Raphael gleich im zweiten Drive eine Interception, X-Press-Präsident Knut Dins nahm den Watkins-Ersatz jedoch in Schutz: „Er hatte nur zwei Wochen Zeit, auf dieser ungewohnten Position zu trainieren und dann kam noch der böige und starke Wind dazu, der die Sache auch nicht leichter gemacht hat.“ 

Verschmerzbare Niederlage

Angesichts der erschwerten Umstände funktionierte die Offense durchaus akzeptabel, Viktor Inglikov sorgte zweimal, mit einem 40-Yard- und einem 2-Yard-Lauf, für Touchdowns auf Landsberger Seite, den Extrapunkt verwandelte jeweils Hannes Haug. Er war neben Stefan Wohlleib, Veith Kößlinger und Yanic Wolfram einer von vier Jugendspielern, die ihr Debüt bei den Senioren gaben, „sie haben ihre Sache sehr ordentlich gemacht“, war Präsident Dins mit dem Auftritt der Youngsters in Neu-Ulm zufrieden. 

Wie man sich nach der Pause präsentierte, löste dagegen wenig Begeisterung beim Landsberger Anhang aus. Wie schon in den Spielen zuvor leistete man sich im dritten Quarter einige Nachlässigkeiten. Dins: „Das haben wir traditionell verpennt und uns auch noch zwei schöne Interceptions geleistet. Neu-Ulm hat 14 Punkte draufgepackt und im letzten Viertel dann seine Backups ins Spiel gebracht.“ 

Die Niederlage dürfte für die X-Men einigermaßen zu verschmerzen sein, da man sich in der Tabelle ohnehin nicht mehr von Platz vier bewegen kann. Aus diesem Grund wird wahrscheinlich auch US-Boy Watkins im letzten Spiel gegen Straubing (Samstag, 17 Uhr) nicht zum Einsatz kommen. Der 21-Jährige hatte sich im Spiel in Fürstenfeldbruck einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen, wie sich jetzt bei den Untersuchungen herausstellte. 

Ginge es nach dem Amerikaner selbst, würde er noch einmal für den X-Press auflaufen, doch Präsident Dins wird dem wohl einen Riegel vorschieben. „Die Gefahr ist viel zu groß, dass sich die Verletzung damit noch verschlimmert. Außerdem geht es für uns um nichts mehr, deswegen wird das nicht stattfinden.“ Da sein Heimflug erst für den 15. August gebucht ist, wird sich Watkins das letzte Pflichtspiel als Zuschauer wohl kaum entgehen lassen.

Christoph Kruse

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