Saisonstart beim X-Press

"Wir wollen oben mitspielen"

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Am Samstag geht es wieder los: Die Football-Saison startet am Samstag im Sportzentrum – der X-Press trifft im ersten Punktspiel auf die Feldkirchen Lions.

Landsberg – Mit deutlich verändertem Kader, aber durchaus zuversichtlich geht der Landsberg X-Press in die neue Football-Saison. „Die Moral passt, die Motivation ist auch wieder gut“, freut sich Präsident Knut Dins auf den Punktspiel-Auftakt am kommenden Samstag im Sportzentrum.

Zur gewohnten Kick-Off-Zeit um 17 Uhr sind dann die Feldkirchen Lions zu Gast. Für die Landsberger Zuschauer wird es einige Neuzugänge zu sehen geben: Brandon Watkins etwa tritt heuer für die Landsberger als Quarterback an. Der 21-jährige US-Amerikaner folgt auf den Kanadier Jason Bertrand, die Unterschiede sind schon auf den ersten Blick augenscheinlich. 

Watkins (1,78 Meter) ist nicht nur ein Stück kleiner als Bertrand (1,85), sondern auch von der Spielanlage her unterschiedlich. „Er kann super werfen, durchaus auch tief, wenn auch vielleicht nicht ganz so tief wie Jason“, schätzt Dins, der aber dafür andere, neue Varianten in der Landsberger Offensive für angesagt hält. „Ich denke, wir sollten in diesem Jahr im Laufspiel besser aufgestellt sein“, hofft der X-Press-Präsident, wohl wissend, dass man dabei auch von anderen Faktoren abhängig ist. „Wir hatten in der vergangenen Saison eine sehr hohe Verletzungsrate auf allen Positionen. Da wird man dann einfach irgendwann zu leicht auszurechnen, wir hatten praktisch keine Möglichkeiten mehr, zu reagieren.“ 

Eine der stärksten Waffen der Vorsaison – der weite Pass von Bertrand auf die Wide Receiver Borchert oder Amberger – steht dem X-Press jetzt allerdings nicht mehr zur Verfügung. Neben Bertrand (nach Augsburg) ist auch Borchert gewechselt (Kempten/1. Bundesliga). Michael Amberger wird sich wohl künftig wieder auf Flag-Football beschränken, so Dins, „er hat sich bei uns nicht mehr gemeldet, ein bisschen schade.“ 

Für die Position hat man in den beiden Starnbergern Christian Raphael und Fabian Wegerer guten Ersatz gefunden, für beide gehe es jetzt darum, „Stabilität und Fangsicherheit“ zu entwickeln, sagt Dins. „Sie sind sehr gute Receiver, auch wenn uns klar ist, dass kaum jemand die Geschwindigkeit hat wie Borchert.“ Diesem ist der Rückweg nach Landsberg für die Zukunft aber keineswegs versperrt. „Wenn ein Spieler in die 1. Liga wechseln kann, darf man ihm keine Steine in den Weg legen, die Tür bleibt für ihn immer offen“, betont der Präsident. 

Gleiches gelte für die anderen Abgänge, die man vor der Saison hinnehmen musste. Eric Danger etwa will sich eine Pause nehmen, dazu kommen mehrere Spieler, die sich aus Verletzungs- oder Altersgründen verabschiedet haben. Als Neuzugang kam im Gegenzug Running Back Antonio Harris (USA/26). Vor der neuen Saison sollte den X-Men nicht nur deshalb nicht bange sein. „Aus dem Trainingslager in Tschechien kam die Mannschaft mit einem großen Playbook und mit absolut positiver Stimmung zurück“, berichtet Dins. 

Für Cheftrainer Martin Hintermayr gibt es zudem in dieser Saison weitere Unterstützung. Dan Billadeau (47) kümmert sich um die Offense und Defense Line, bringt aber auch generell seine Erfahrung im Angriff ein. „Er war 1998 schon einmal in Landsberg“, erinnert Dins, „er wird uns sicher weiterhelfen.“ Bleibt die Frage nach dem Saisonziel des X-Press. Knut Dins schätzt Straubing vor dem Saisonstart am stärksten ein, traut aber auch seiner Truppe eine gute Rolle zu. „Wenn wir diesmal von größerem Verletzungspech verschont bleiben, sollten wir schon oben mitspielen können.“ 

In Richtung 2. Bundesliga schielt man dabei aber auch in dieser Saison vorerst nicht. Selbst wenn man sich für einen Play-Off-Platz qualifiziert, wür- de man an den Aufstiegsspielen nur teilnehmen, falls sich bis dahin ein Hauptsponsor findet – der im Moment nicht in Sicht ist. „Jeder Verein, der dieses Wagnis trotzdem in Kauf genommen hat, hat es ein Jahr später bitter bereut“, sagt der Präsident. 

Angesichts der weiterhin zurückhaltenden Unterstützung durch die in Landsberg angesiedelten Großbetriebe ist man beim X-Press auch in diesem Jahr vornehmlich auf die Unterstützung durch die zahlenden Besucher im Sportzentrum angewiesen.

Christoph Kruse

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