Erster Schritt in Richtung Playoffs

Dem Druck standgehalten

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Das Tor der Riverkings blieb gegen Moosburg dank Torhüter Maximilian Güßbacher meist sauber.

Landsberg – Der Start in die Zwischenrunde und damit die Qualifikation für die Play Offs ist den Riverkings mehr als geglückt. Das wichtige Heimspiel gegen Moosburg konnte der HC Landsberg mit 7:4 für sich entscheiden. In dieser Partie wurde den 660 Zuschauern alles geboten, was diesen Sport ausmacht.

Doch zuerst wurde die Geduld der Spieler und Zuschauer auf die Probe gestellt. Pünktlich zum Spielbeginn spielte die Lichttechnik im Stadion nicht mehr mit. Die engagierten Eismeister konnten die Anlage innerhalb weniger Minuten wieder richtig einstellen und die Partie konnte endlich angepfiffen werden. Diese kurze Verzögerung schien die Riverkings nicht zu beschäftigen.

Start in die Zwischenrunde geglückt

Nach genau 51 Sekunden zappelte die Scheibe bereits das erste Mal im Gästetor. Stefan Kerber bediente mustergültig Craig Gallo, so dass dieser nur noch ins leere Tor einschieben musste. In der 5. Spielminute nutzten dann die Hausherren ihr erstes Überzahlspiel. Über Kapitän Andreas Geisberger und Marcel Juhasz gelangte die Scheibe zu Markus Kerber, der zum 2:0 abfälschte.

Wer nun glaubte, die Partie wäre ein Selbstläufer sah sich getäuscht. In der 6. Spielminute wurde den Gästen ein Penalty zugesprochen, der von Maximilian Güßbacher sicher gehalten wurde. Durch Strafzeiten brachten sich die Riverkings immer mehr aus Ihrem Rhythmus und so erzielten die Gäste in doppelter Überzahl den Anschlusstreffer (16. Spielminute). Auch nach der Pause hatten die Gäste wesentlich mehr vom Spiel und erhöhten immer mehr den Druck auf das Landsberger Tor. In der 23. Spielminute konnten die Gäste dann den Ausgleich erzielen. Was nur drei Spielminuten später zu sehen war, erinnerte mehr an „Versteckte Kamera“ und wurde von vielen Zuschauern nur ungläubig zur Kenntnis genommen. Nach einem Bully bekam Craig Gallo den Schläger eines Gegners ins Gesicht und ging zu Boden – der Schiedsrichter zeigte auch sofort eine Strafe für Moosburg an. Nur kurz vor dieser Aktion spielte ein Moosburger Verteidiger die Scheibe in Richtung Landsberger Tor. Aufgrund der angezeigten Strafe lief Maximilian Güßbacher zur Landsberger Spielerbank, um einen zusätzlichen Feldspieler einzuwechseln. Auch die beiden Landsberger Verteidiger konnten die Scheibe nicht mehr aufnehmen und so trudelte diese ins Tor. Die Partie ging beim Stand von 2:3 und Überzahl für Landsberg weiter. Nach diesem kuriosen Gegentor hatte man kurzfristig den Eindruck, die Partie könnte kippen, denn in den fünf Minuten Überzahl fiel den Hausherren relativ wenig ein, um die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Der dritten Sturmreihe war es dann vorbehalten, für den wichtigen Ausgleich zu sorgen.

Nach Zuspiel von Mika Reuter und Niclas Arnold war Benjamin Arnold zur Stelle und versenkte die Scheibe im linken Torwinkel. Benjamin Arnold hatte mit einem Penalty auch noch die Führung auf dem Schläger – doch auch dieses Duell konnte der Torwart für sich entscheiden. Auch der zweite Treffer (40. Spielminute) an diesem Abend von Markus Kerber konnte die Miene von Trainer Andreas Zeck nicht wirklich aufhellen. „Das zweite Drittel war das schlechteste Drittel von uns in dieser Saison“.

In den letzten Abschnitt starteten die Riverkings mit einer doppelten Überzahl. Und auf einmal spielte die Truppe von Andreas Zeck wie ausgewechselt. Zuerst wurde Andreas Geißberger von Tobias Wedl und Markus Kerber freigespielt und konnte von der blauen Linie das 5:3 erzielen (41. Spielminute). Und nur eine Minute später konnte Andreas Schmelcher auf 6:3 erhöhen. In der Schlussphase gelang den Gästen noch der Treffer zum 6:4. Den Entstand besorgte dann Dennis Sturm ins leere Tor. Trainer Andreas Zeck war nach dem Spiel mit den drei Punkten zufrieden. Vor allem die Spielweise seiner Mannschaft nach dem 2:0 und das zweite Drittel gefielen dem Trainer der Riverkings überhaupt nicht.

Diesen Eindruck konnte die Mannschaft bereits zwei Tage später beim Gastspiel in Moosburg wieder wettmachen. Gegen stark aufspielende Gastgeber konnten die Riverkings zu Beginn des Spiels zwar wenig entgegensetzen, allerdings hatten sie an diesem Tag das Glück des Tüchtigen. Torhüter Maximilian Güßbacher und mehrmals der Pfosten hielten das Team im Spiel. In der 14. Spielminute war es dann soweit. Dominic Kerber verwertete ein starkes Zuspiel von Mika Reuter zur 0:1 Führung für den HC Landsberg. Es dauerte bis zur 30. Minute bis Moosburg in einem dann ausgeglichenen Spiel zuerst durch Varecha ausgleichen und dann 2 Minuten später durch Steiger mit 2:1 in Führung gehen konnte. In der 38. Minute gelang Marcel Juhasz im Powerplay der Ausgleich zum 2:2.

Im letzten Drittel erarbeiten sich beide Mannschaften Chancen, konnten aber keine davon verwerten. Als die Zuschauer schon begannen sich auf die Verlängerung einzustellen, fasste sich Stefan Kerber ein Herz und zog von der blauen Linie ab. Der Puck rutschte Moosburgs Goalie über die Kelle und Landsberg ging mit 2:3 in Führung. Obwohl Moosburg in den letzten Minuten noch einmal großen Druck auf Landsbergs Tor aufbaute, retteten die aufopferungsvoll kämpfenden Riverkings die Führung und gewannen die Partie mit 2:3.

Am Freitag steht für die Riverkings das Spiel beim TSV Peißenberg an. Beim Rückspiel am Sonntag um 17 Uhr werden die Spieler des HCL beim Einlauf von den Jungen und Mädchen aus der erfolgreichen Laufschule unterstützt. Ebenso erhofft sich die Mannschaft auch eine lautstarke Unterstützung von den Rängen. Kapitän Andreas Geisberger: „Beim Kampf um die Play Off Plätze benötigen wir unbedingt die lautstarke Unterstützung unserer Fans – also kommt‘s ins Stadion und peitscht uns nach vorne.“

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