Wieder auf Anfang

+
Im Spiel gegen Memmingen wurde es teilweise eng vor dem Tor: Der 3:6-Niederlage folgte am Wochenende ein 5:6 gegen Höchstadt.

Landsberg – Mit den Ergebnissen der beiden letzten Punktspiele könnte man beim HC Landsberg wohl ganz gut leben – sowohl die 3:6-Niederlage gegen Memmingen als auch das 5:6 in Höchstadt sind für den Aufsteiger achtbare Resultate. Cheftrainer Andreas Zeck macht aber das Zustandekommen inzwischen Kopfzerbrechen: „Es wiederholen sich einige Dinge, die wir für die Zwischenrunde abstellen sollten.“

Dazu gehören auch die frühen Gegentore, die sich die Riverkings immer wieder ein- fangen. In Höchstadt dauerte es gerade einmal 23 Sekunden, bis die Scheibe hinter Torhüter Schedlbauer einschlug. Wenige Tage zuvor geriet man durch einen schnellen Doppelschlag nach der ersten Pause gegen Memmingen auf die Verliererstraße. 1:5 hieß es nach 22 Minuten, das selbe Ergebnis war in Höchstadt nach 33 Minuten erreicht. 

Mit Niederlage in die Zwischenrunde

In beiden Fällen gaben sich die Landsberger nicht auf und kämpften sich zurück – in Höchstadt bestrafte man den Gegner für seine defensiven Nachlässigkeiten und kam sogar noch zum 5:5-Ausgleich, bevor man in der Schlussminute unglücklich das 6:5 kassierte. „Aber das zieht sich durch mehrere Spiele durch – es wäre, auch gegen die Top-Mannschaften, immer mehr drin gewesen, wenn wir nicht so hohe Rückstände zugelassen hätten“, so Zeck. „Wir geben immer noch die Tore zu leicht her.“ Der Unerfahrenheit der Mannschaft sei das nur zum Teil geschuldet, wie er feststellt. „Die Jungen setzen das ganz gut um, was ihnen das Trainerteam vorgibt. Es sind oft eher die erfahrenen Spieler, die hinten zu viele Lücken anbieten.“ 

Das wird gegen die ersten Reihen in der Bayernliga allerdings oft gnadenlos bestraft – weshalb Zeck seinem Torhüter Schedlbauer auch trotz der erneuten Torflut in Höchstadt keinen Vorwurf machen will. „Die Stürmer standen da regelmäßig alleine vor ihm, da kann er nicht viel machen.“ So lag es auch nicht an der Leistung des Goalies, dass der Trainer zum letzten Drittel Nachwuchs-Keeper Maximilian Güßbacher ins Gehäuse beorderte, „das war so abgesprochen, dass er seine Minuten bekommt.“ 

Für die Zwischenrunde nimmt Zeck dennoch Positives mit. „Dass wir von 1:5 in Höchstadt noch auf 5:5 zurückkommen, zeigt, dass wir mit allen Mannschaften mithalten können.“ Außerdem hofft er, dass er in den nächsten Wochen wieder auf mehr gesunde Spieler zurückgreifen kann. Zuletzt fiel Dennis Sturm mit ähnlichen Symptomen aus, wegen derer mehrere Mannschaftskollegen bereits mit Antibiotika behandelt worden waren. „Die Spieler haben Hals- und Ohrenschmerzen, offenbar hat das einer dem nächsten in der Kabine vererbt.“ So musste auch in Höchstadt Sven Gäbelein wieder in der Verteidigung aushelfen – was ihn aber nicht daran hinderte, zwei Tore und einen Assist beizusteuern. Dennoch würde der Coach Gäbelein zu den beiden Auftaktspielen gegen Buchloe lieber wieder im Sturm sehen. 

HCL-Pressesprecher Matthias Hitzelberger freut sich jedenfalls schon auf die Zwischenrunde: „Wir stehen als Aufsteiger gut da und jetzt geht es bei Null wieder los. Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt, jetzt schauen wir mal, wie schnell wir ihn sichern können.“ 

So geht es weiter 

„Die Mannschaften für die Zwischenrunde sind annehmbar. Von selbst geht aber weiterhin gar nichts“, so HCL- Chefcoach Andreas Zeck zu den nächsten Gegnern der Landsberger. Die Riverkings treffen jetzt zunächst auf Pfaffenhofen, Buchloe und den Tabellenletzten Nürnberg. Für die nächste Runde ist seine Zielsetzung klar: „Wir wollen unter die ersten Zwei der Zwischenrunde und die Play-downs vermeiden. Dabei wird es vor allem darum gehen, daheim die Punkte zu holen.“ 

In der anderen Zwischenrunden-Gruppe spielen Peißenberg, Moosburg, Dorfen und Germering. Die beiden Ersten der Zwischenrunden-Gruppen sind direkt für die Play-Offs zur Oberliga qualifiziert. Die beiden Zweiten spielen (best of 3) den letzten Viertelfinalisten für die Play-Offs aus. Die Dritten und Vierten der Zwischenrunde spielen über Kreuz zunächst die Gruppenletzten aus. Der Verlierer muss in das Abstiegsfinale gegen den Zweiten der Landesliga Süd/West.

Christoph Kruse

Meistgelesene Artikel

"Beste Saisonleistung"

Kaufering – Es war für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie im Hinblick auf die Playoffs. Zuletzt rangierten der ETV Hamburg und die Red …
"Beste Saisonleistung"

Die heiße Phase beginnt

Landsberg – Nach einem ­Déjà-vu in Geretsried, wo die Partie erneut nicht zu Ende gespielt wurde, schlossen die Eishackler vom HC Landsberg am …
Die heiße Phase beginnt

Olympia als höchstes Ziel

Dießen – „Unsere Sportler repräsentieren Dießen über die Gemeindegrenzen hinaus“, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch anlässlich der Sportlerehrung …
Olympia als höchstes Ziel

Kommentare