Mit Wille und Leidenschaft

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Christoph Hadraschek führte die Damen des ERC Sonthofen zur Bayerischen Meisterschaft.

Sonthofen – Die Damenmannschaft des ERC Sonthofen hat es geschafft: Mit einem Sieg gegen den ESV Kaufbeuren sicherte sie sich die Bayerische Meisterschaft (mehr dazu auf Seite 4). Der KREISBOTE sprach mit dem Trainer Christoph Hadraschek.

Seit dieser Saison trainieren Sie das Damen-Team des ERC Sonthofen. Was ist das Besondere an Ihrem Team? 

Die Einstellung der Mädels ist super. Sie sind mit vollem Ehrgeiz dabei und zeigen sich im Training sehr lernbereit. Das Team hat in dieser Saison viel dazu gelernt und setzt dies auf dem Eis auch um. Viele der Mädchen nehmen einen großen Aufwand in Kauf, um bei jedem Training und jedem Spiel dabei zu sein. 

Was war letztendlich der Hauptgrund, dass Sie mit Ihrer Mannschaft die Meisterschaft erreicht haben? 

Wir haben in fast allen Spielen den größeren Willen und die unbedingte Leidenschaft gezeigt, das Match zu gewinnen. Am deutlichsten war das im letzten Spiel gegen Kaufbeuren, als wir einen 0:3 Rückstand noch umgedreht haben, weil die Mädels einfach noch eine Schippe drauf legen konnten. 

Was sind die besonderen Stärken Ihrer Mannschaft? 

Der unbändige Kampfgeist und der Zusammenhalt des Teams waren unsere größten Pluspunkte. Erfahrene Spielerinnen wie Sarah Merath oder Kapitän Sonja Kullmann sind stets ein Vorbild und leben diesen Sport. Sie sind immer hundertprozentig bei der Sache und Sonja hat als Topscorerin der Liga natürlich einen besonderen Anteil am Erfolg. 

N ach der Saison ist vor der Saison – wie sieht die Zukunft des Dameneishockeys beim ERC Sonthofen aus? 

Ich werde die Mädels auch in der neuen Saison coachen, wenn alle Rahmenbedingungen bleiben. Wir wollen dafür werben, dass noch mehr Mädchen zum Eishockey kommen und Spaß an diesem Sport haben. 

Nimmt der ERC den Aufstieg in die Bundesliga wahr? Wie sieht die sportliche Zukunft aus? 

Aus finanziellen Gründen ist der Aufstieg nicht realisierbar. Zudem stehen uns zu wenig Trainingszeiten zur Verfügung und in der Bundesliga wäre ein viel größerer Kader notwendig, doch es ist sehr schwer, gute Spielerinnen nach Sonthofen zu holen. Für uns wäre es gut, wenn wir in der neuen Saison weitere Teams in unsere Liga bekämen. Es laufen Gespräche mit vier Mannschaften aus Baden-Württemberg, die Interesse an einer gemeinsamen Liga haben, doch entscheiden müssen die Verbände. Aber egal, in welcher Liga wir spielen, der Spaß am Sport soll ganz vorne stehen, auch wenn wir natürlich wieder den möglichst größten Erfolg anstreben. 

Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen und dem ERC-Team auch in der Zukunft viel Erfolg.

Das Interview führte Peter Fischer

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