"Das muss besser werden"

+
Obwohl Steffen Friedrich und seine Teamkollegen den FCS zweimal in Führung gingen, mussten sie gegen den SV Pullach eine bittere Niederlage einstecken.

Sonthofen – Hochklassig, dramatisch und letztlich bitter verlief für den 1. FC Sonthofen das Spiel gegen den SV Pullach. Die Oberallgäuer ärgerten den souveränen Spitzenreiter kräftig, standen aber bei der 2:3-Niederlage, trotz zweimaliger Führung, am Ende mit leeren Händen da.

Drei Patzer in der Defensive, die der Tabellenführer im Stile eines Top-Teams eiskalt ausnützte, sowie ein Gästekeeper Hofmann in Glanzform, waren letztendlich spielentscheidend.

Die Partie nahm sofort Fahrt auf. Pullach hatte mehr Ballbesitz, Sonthofen aber die klareren Möglichkeiten. Gästekeeper Hofmann stand mehrmals im Mittelpunkt. Keine Chance hatte der ehemalige Löwen-Torwart, als Keller auf dem linken Flügel Fahrt aufnahm, nach innen zu Bär passte und dieser nach einer halben Stunde zur Führung der Hausherren einschoss. Ein zu kurz abgewehrter Ball brachte wenig später durch Dinkelbach den 1:1-Ausgleich.

In der 48. Minute gelang Keller im Anschluss an einen Maier-Freistoß die erneute FCS-Führung. Diese hielt wieder nicht lange und Roth glich zum 2:2 aus. Postwendend hätten die Oberallgäuer in Front gehen können, doch Keller traf nur den Innenpfosten und Myrta brachte den zurückspringenden Ball nicht über die Torlinie. Besser machte es der Spitzenreiter. Pullach bekam (70.) einen Elfmeter zugesprochen, den der gefoulte Sulmer selbst zum 3:2 verwertete. Diesen Vorsprung brachte der SV Pullach, trotz Sonthofer Powerplays, über die Zeit.

Pullachs Trainer Frank Schmöller wusste sofort, bei wem er sich zu bedanken hatte. Vor allem in der ersten Halbzeit habe sein Team abenteuerlich verteidigt und richtig Glück gehabt. Da seien sie nur durch ihren überragenden Torwart Michi Hofmann im Spiel geblieben. „Im zweiten Durchgang ist es dann besser geworden. Da hat man deutlich gespürt, dass wir was mitnehmen wollten. Zweimal nach einem Rückstand in Sonthofen zurückzukommen ist überragend“. FC-Coach Esad Kahric war nach der Niederlage dagegen sichtlich enttäuscht: „So wie die Partie gelaufen ist, war das ein Spiegelbild der vergangenen Wochen.“ Seine Mannschaft habe gut gespielt und viele Tormöglichkeiten gehabt. „Daraus haben wir aber zu wenig gemacht. Trotzdem waren wir zweimal in Führung. Durch haarsträubende Fehler, die so einfach nicht passieren dürfen, haben wir uns um den verdienten Lohn gebracht. Unsere Defensivarbeit ist nicht bayernligatauglich. Das ist derzeit unser Manko und muss bei dem Potenzial, das im Team steckt, in Zukunft einfach besser werden.“

Dieter Latzel

Kommentare