Umstrittene Entscheidungen

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Thomas Thönnessen beim Kopfball gegen Torwart Maschke vom TSV Rain.

Sonthofen – Der Job war gut, den die Fußballer des 1. FC Sonthofen am vergangenen Wochenende gemacht haben, auch wenn es nur zu zwei Unentschieden reichte. Die Erste Mannschaft kam in der Bayernliga-Süd gegen Regionalliga-Absteiger TSV Rain zu einem 2:2 und Sonthofen II spielte 0:0 beim TSV Ottobeuren.

Es war eine Menge los zwischen dem FCS und dem TSV Rain. Für die Hausherren langte es nach einer 2:0-Führung nicht zum Sieg. Trotz einiger mehr als fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen zeigte die Mannschaft in Unterzahl aber große Moral. Die Oberallgäuer begannen gut und Maier traf mit einem Flankenball gleich den Rainer Torpfosten. Im Anschluss an eine Ecke gelang Bär in der 24. Minute das 1:0. Dann sah FC-Kapitän Maier Gelb-Rot, als ihm der Ball aus kurzer Entfernung an den Arm geschossen wurde. Diese Karte, die dann den Platzverweis zur Folge hatte, war seiner Meinung nach vollkommen überzogen: „Ich hatte gar keine Chance, zu reagieren“.

„Das war nie und nimmer ein Handelfmeter“, kommentierte Christian Geiger noch ganz aufgewühlt nach dem Spiel, eine der Schlüsselszenen. „Ich bekomme von einem Gegenspieler aus drei Metern die Kugel auf den Körper geschossen, wo er den Ellenbogen trifft. Da war keine aktive Bewegung zum Ball. Im Gegenteil, der Arm war angelegt und ich drehe mich auch noch weg. Ich kann mich nicht in Luft auflösen“, schimpfte er. Auch FCS-Coach Esad Kahric, der sich normaler Weise nicht zu Schiedsrichterentscheidungen äußert, konnte die Aussage seines Spielers nur bestätigen: „Wenn selbst der Gegenspieler zugibt, dass das kein Strafstoß gewesen ist, frage ich mich schon, was der Unparteiische da gesehen hat.“

In Unterzahl bauten die Hausherren zunächst ihre Führung aus. Der beste Mann auf dem Platz, Steffen Friedrich, hatte beim ersten Konter noch den Innenpfosten getroffen. Zwei Minuten später eilte er wieder auf und davon und Geiger vollstreckte zum 2:0. In der Nachspielzeit verkürzte Cosic jedoch zum 2:1-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel stand der FCS tief, ließ aber so gut wie nichts zu. Dann der ominöse Pfiff des Unparteiischen, der den Gästen durch den verwandelten Handelfmeter von Johannes Müller das 2:2 brachte. Als FCS-Stürmer Kalkan kurz vor Schluss einen Konter knapp daneben setzte, war die Punkteteilung perfekt.

Sonthofens Trainer attestierte seinen Schützlingen einen hochverdienten Punktgewinn. „Wir hatten die erste halbe Stunde alles im Griff und haben zudem in Unterzahl großen Kampfgeist gezeigt. Wenn wir nicht mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer kassiert hätten, wäre sogar mehr drin gewesen“, meinte er.

Sein Gegenüber, Tobias Luderschmid, war vor allem mit dem Offensivauftritt seines Teams nicht einverstanden. Seine Mannschaft habe eine Stunde in Überzahl gespielt, „da sollten eigentlich drei Punkte herausspringen“. Der TSV Rain habe nach der Pause zwar „gefühlte 70 Prozent Ballbesitz“ gehabt, sich im Angriff aber viel zu harmlos gezeigt.

Noch ein Unentschieden

Mit einem 0:0-Unentschieden kehrte der 1. FC Sonthofen II von seinem Gastspiel beim TSV Ottobeuren zurück. Die Punkteteilung war unter dem Strich gerecht. Vor der Pause gaben die Hausherren den Ton an; nach dem Seitenwechsel hatte der FCS-II die besseren Aktionen. Die Bayernliga-Reserve tat sich zunächst recht schwer. Sie stand tief in der eigenen Abwehr und verlor beim Spielaufbau zu schnell die Bälle. Das eröffnete den Hausherren immer wieder Möglichkeiten. FC-Keeper Fink erwischte aber einen Sahne-Tag und hielt seinen Kasten sauber.

Nach dem Seitenwechsel störte der 1. FC Sonthofen früher, stellte die Räume zu, ließ kaum noch was anbrennen und kam selbst zu guten Chancen. In der 65. Minute hatte Lingg im eins zu eins gegen Ottobeurens Torwart Jauernig die Führung auf dem Fuß. Auch ein Freistoß von Bonauer führte nicht mehr zum Ziel, so dass es beim Unentschieden blieb.

Dieter Latzel

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