Peiting gewinnt verrücktes Spiel in Sonthofen - Beim 1:4 gegen Bayreuth endet gute Heimserie

Der Kampf bleibt spannend

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Dominik Krabbat verwandelte gegen Bayreuth einen Penalty. Das war aber zu wenig, um den Zweiten der Tabelle zu bezwingen.

Peiting – Der Kampf um das Play-Off-Heimrecht, sprich mindestens Platz vier, bleibt überaus spannend. Der EC Peiting mischt nach dem 8:3 Auswärtssieg beim ERC Sonthofen weiter vorne mit, auch wenn es im Anschluss durch die 1:4 Heimpleite gegen den EHC Bayreuth einen Dämpfer gab.

„Wir sind erst im zweiten Drittel ins Spiel gekommen. Bayreuth hat aber clever verteidigt und verdient gewonnen“, urteilte Sicinski nach der ersten Heimniederlage seit Mitte November. Sein Team bekam im Eröffnungsdurchgang reichlich Möglichkeiten zum Überzahlspiel. Nur machte der ECP nichts daraus.

„Wir waren mit dem Kopf nicht da und vielleicht auch zu nervös“, konstatierte Sicinski, nachdem seine Mannen sich an der stabilen Gästedeckung und Torhüter Bädermann immer wieder die Zähne ausbissen. Effektiver zeigten sich die Wagnerstädter, die das zweite Powerplay zur Führung nutzten. Jozef Potac (17.) brachte den Puck aus der Distanz abgefälscht im ECP-Kasten unter.

Im Mitteldrittel entwickelte sich dann ein Spitzenspiel mit hohem Tempo, bei dem die Peitinger aber weiter mit dem Abschluss haderten. Einige gute Möglichkeiten, unter anderem ein Unterzahlbreak von Dominik Krabbat (23.), ließen sie ungenutzt. Auf der Gegenseite parierte aber auch Florian Hechenrieder im ECP-Tor einige brenzlige Situationen. Keine Chance hatte er aber als Daniel Sevo von der Blauen abzog und der Schuss erneut abgefälscht zum 0:2 (38.) in den Maschen landete. Pech hatte dagegen Martin Andrä der im Gegenzug nur den Pfosten traf.

Zu Beginn des Schlussdurchgangs setzte sich die Pechsträhne der Hausherren fort, als die Scheibe in einer Pfütze hängen blieb und der Klärungsversuch bei Dennis Thielsch landete, der zum 0:3 (41.) einnetzte. Danach plätscherte das Spiel für kurze Zeit dahin, ehe Dominic Krabbat (48.) die Gastgeber mit einem verwandelten Penalty wieder ins Spiel brachte. Der ECP machte in der Folge enorm Druck. Der Anschlusstreffer wollte aber nicht gelingen. Stattdessen machte Ivan Kolozvary (59.) kurz vor Schluss mit dem 1:4 den Sack aus Sicht der Bayreuther zu.

Einen besseren Start ins Spiel erwischten die Peitinger in Sonthofen. Trotz Unterzahl gelang den Gästen gleich in der Anfangsphase ein Doppelschlag durch Alex Winkler (2.) und Ben Warda (3.). Die Sonthofener zeigten sich danach komplett verunsichert, was Andreas Feuerecker (5.) und Andrä (6.) mit zwei weiteren Treffern bestraften. Danach war der Abend für Sonthofens Goalie Sertl beendet. Für ihn übernahm Nationaltorhüterin Jenny Harß. Der Torhüterwechsel und eine Auszeit rüttelte die Allgäuer wach. Prompt kamen sie durch die beiden Ex-Peitinger George Kink (7.) und Markus Vaitl (9.) wieder heran. In Überzahl traf dann erneut Kink (15.) zum 4:3 und sorgte damit wieder für eine offene Partie. Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. Ebenfalls bei einem Mann mehr verschaffte Florian Stauder (17.) seinem Team mit dem 5:3 wieder etwas Luft.

Im Mittelabschnitt sorgten die Hausherren dann für viel Betrieb vor dem ECP-Tor, das diesmal Daniel Fießinger hütete. Er hielt seinen Kasten aber sauber. Gleich zu Beginn des Schlussdurchgangs sorgte Ty Morris (41.) mit einem weiteren Überzahltreffer zum 6:3 für die Vorentscheidung. Danach war die Moral der Sonthofener gebrochen. Erneut Morris (54.) und Stauder (55.) bauten so noch den Vorsprung bis zur Schlusssirene auf 8:3 aus.

Am Freitag um 19.30 Uhr empfangen die Peitinger Eishockeyspieler jetzt den souveränen Spitzenreiter EV Regensburg. „Jetzt müssen wir die Punkte halt gegen sie punkten“, so Sicinski, der dort die verlorenen Zähler gegen Bayreuth einfahren will. Am nächsten Sonntag 18.30 Uhr ist sein Team dann bei den Blue Devils Weiden gefordert.

Von Roland Halmel

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