Triathlon: Optimale Bedingungen für die über 300 Starter beim fünften Schongau Triathlon

"Wettergott spielte mit"

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Das Wasser förmlich zum Kochen brachten die Triathleten im Lech, wie hier beim Start über die olympische Distanz.

Schongau – Wegen der großen Hitze und der langen Trockenheit musste der Lech im Vorjahr zusätzlich aufgestaut werden, um ein reibungsloses Schwimmen beim Schongau Triathlon zu ermöglichen. Bei der fünften Auflage des Ausdauerwettbewerbs gab es diese Probleme nicht.

Der Lech führte genügend Wasser. Mit 17 Grad war er aber auch einen Tick kälter als im letzten Jahr, was den Dreikämpfern im Neoprenanzug aber nichts ausmachte. „Der Wettergott spielte mit“, freute sich Wolfgang Ahrens vom veranstaltenden Tri-Team, das mit rund 300 Helfern den aufwendigen Wettkampf erfolgreich über die Bühne brachte, über die optimalen Bedingungen. Die trugen auch dazu bei, dass die zahlreichen Zuschauer an der Strecke von den über 300 Startern Topleistungen geboten bekamen. Bei der Bayerischen Meisterschaft der Elite, die zusammen mit dem Regionalligawettbewerb der Damen und Herren ausgetragen wurde, blieb der Sieger Lukas Schüßler in 1:59.55,4 Stunden unter der magischen Zwei-Stunden Grenze. Die olympische Distanz bestand aus 1 500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer auf dem Rad und zehn Kilometer Laufen. Der 26-jähriger Kemptner hatte den Vorteil, dass auf der hügeligen Radstrecke mit Windschattenfreigabe gefahren werden durfte und es so die eine oder andere Sekunde schneller ging.

Diese Unterstützung gab es im Einzelrennen über die olympische Distanz nicht. Dennoch schrammte der Erstplatzierte, Niclas Bock, in 2:00.08,9 Stunden nur hauchdünn an der Marke vorbei. „Ich bin begeistert von der Strecke und der Organisation“, meinte der Triathlon Profi aus Düsseldorf, der jetzt in Kempten wohnt, nach seinem ersten Start in Schongau. Wie seine Mitstreiter nutzte Bock angesichts steigender Temperaturen im Laufe des Vormittags die Gelegenheit, sich an der Verpflegungsstation innerlich und äußerlich zu erfrischen.

Die leicht geänderte Strecke hatte es in sich. Wegen einer Baustelle an der Lechuferstraße mussten die Radler nach der Schwimmdistanz in Richtung Lechbrücke starten und dann gleich den „Weiki-Berg“ in Angriff nehmen. Das war aber nicht der einzige Anstieg. Auch vor dem Frauentor ging der Puls der Radler ordentlich nach oben, ehe es in vielen Kurven durch die Stadt ging.

Viele Richtungswechsel gab es auch beim abschließenden Laufkurs mit mehreren Runden durch die Altstadt. Den mussten auch die erstmals teilnehmenden Staffeln bewältigen. Zwölf waren davon am Start, was Ahrens zufriedenstellte. „Für den Anfang ist das in Ordnung“, urteilte er.

Den Sieg in der Staffel sicherte sich das Team der „Triathlon SC Riederau“ vor den Lokalmatadoren von „Halligalliextreme“ mit Koni Weiß, Ramona Breunig und Anna Hack. Die Damenmannschaft vom Tri-Team, die in der Regionalliga am Start war, schaffte es dagegen nicht auf das Podest. Christine Schichl, Simone Reithmeir, Sabine Nagel und Judith Horner landeten auf Rang sieben. „Bei den beiden Bewerben davor lief es gut, da waren wir jeweils vierte, heute war nicht so unser Tag“, bekannte Reithmeir. Gegen die starke Konkurrenz war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Die in dieser Saison herausragende Damenmannschaft vom MRRC München belegte das komplette Podest. Schnellste war Maria Paulig in 2:14:14,1 Minuten. Die MRRC Damen gewannen damit das dritte Rennen in Folge vor dem TV Erlangen 2 und dem SV Würzburg, die in der Endwertung nur ein Punkt trennte.

Bei den Herren wiederholten die Vorjahressieger ihren Triumph. Das „Team Icehouse“ Bayreuth siegte vor dem RSC Kempten mit dem starken Schüßler. Platz drei ging an Triathlon Grassau 2. Den Sprintbewerb über die kürzere Distanz von 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen gewannen David Vorschneider (Würzburg) bei den Herren und Dagmar Gard (Niederwangen) bei den Damen. Jakob Landes vom TriTeam holte dort den Sieg in der Jugend A. Seine Teamkollegin Daniela Höfler hatte bei der AK1 weiblich die Nase vorne.

Auch auf der olympischen Distanz gelangen den Schongauern gute Leistungen. Lukas Horner wurde in der AK20 männlich Erster und Stefan Eurisch in der AK30 Dritter. Im Gesamtklassement landeten sie auf den Plätzen elf und zwölf.

Von Roland Halmel

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